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Re^2: Leuchtdioden Taschenlampe
Hallo.
eigentlich weniger Strom verbrauchen, muss man
berücksichtigen, dass sie zumindest mit einem Vorwiderstand
zur Strombegrenzung beschaltet werden mussen, in dem eine
Verlustleistung einfach nur in Wärme umgesetzt wird. Das
verschlechtert den ( im Prinzip trotzdem guten ) Wirkungsgrad
Vorwiderstand ist pr"ahistorisch. Heute gibt's Schaltregler, gerade wenn man auf hohen Wirkungsgrad bedacht ist.
Monochromatisches Licht bei LEDs --> Farbiges Licht, kein
weisses Licht möglich ( nur in Multichip-Anordnungen, die aber
den Stromverbrauch um die Anzahl der erzeugten Spektralfarben
multiplizieren )
Falsch. Es gibt wei"se LEDs. In einem Fraunhofer-Institut entwickelt. Bestehen aus einer blauen LED und einem Fluoreszenzstoff, der einen Teil des blauen Lichtes in gelbes umwandelt => Mischergebnis wei"s, ohne die bei Multichip unumg"anglichen Fokusprobleme. Ein kontinuierliches Gl"uhspektrum ist das zwar nicht, aber Leuchtstoff- (und Energiespar-)Lampen haben auch keines.
Degradation --> LEDs brennen nicht durch, wenn die
Lebensdauer um ist, sondern degradieren auf bis zu 50% der
ursprünglichen Leuchtstärke, d.h. die Diode leuchtet nur noch
halb so hell ( wer will das bei seiner Taschenlampe /
Raumbeleuchtung ? )
50% nach 20000h(!) ist doch wohl nicht schlimm. Wenn sie Anfangs den 5fachen Wirkungsgrad einer Gl"uhlampe hatte, ist sie dann immer noch besser. Und die Helligkeit kann man regeln. Und zwar ohne "Anderung der Farbtemperatur, was ein weiterer Vorteil von LEDs ist. Wenn man wenig Licht braucht, hat man trotzdem noch wei"ses welches, w"ahrend eine Gl"uhlampe immer gelber wird.
Au"serdem ist die Degradation gerade ein Vorteil f"ur Taschenlampen. Degradation geht nicht pl"otzlich. Wenn sie jetzt noch gut leuchtet, wird sie es nach 100h H"ohlenwanderung auch noch tun. Und wenn ich die LEDs nach 10000h (10 Jahre bei 2,5h/Tag Betriebsdauer! Gl"uhlampen f"ur Taschenlampen halten ein paar 100h, wenn "uberhaupt) auswechsle (oder eine neue Taschenlampe kaufe), bin ich auf der sicheren Seite. Die Gl"uhlame brennt aber h"ochstwahrscheinlich dann durch, wenn man gerade keinen Ersatz dabei hat (Gesetz von Murphy).
Um gleiche Leuchstärke zu erreichen --> Mehrere
Leuchtdioden in Parallelschaltung erforderlich --> n LEDs
bedeuten n-mal 25 mA als Betriebsstrom, also teilen der
Betriebsdauer durch n, da die Batterie der Taschenlampe n mal
schneller leer ist !
Wieviel ich parallelschalte, ist irrelevant. Was man anschauen mu"s, ist der Wirkungsgrad. Und wenn der 5x so gro"s ist und der Schaltregler z.B. 80% hat, h"alt die Batterie 4x so lang.
Bei speziellen Anwendungen ( wie z.B. Hintergrundbeleuchtungen
von Displays oder Gefahrensignalen ) wo hohe Verfügbarkeit (
d.h. kein Funktionsausfall ) sehr wichtig ist, werden durchaus
LED-Flächenleuchten benutzt. Dies sind dann Anordnungen mit
Die Industrie ist inzwischen weiter. Und Lichtdesigner sind richtig geil auf LEDs. Z.B. fl"achige Lampen, die wie Fliesen an die Wand geklebt werden k"onnen und in der Lichtfarbe einstellbar sind. Ich hab da schon einiges gesehen in Fachzeitschriften. So richtig auf dem Markt sind die zwar noch nicht, aber in 1-2 Jahren sicher.
Es gibt auch Kfz-Hersteller, die in neuen Modellen die Innenbeleuchtung mit LEDs realisieren.
Und ein ganz wichtiger Vorteil von LEDs: ersch"utterungsunempfindlich. Wenn die Lampe runterf"allt, tut ihr das gar nix.
Soweit ich wei"s, gibt's schon eine LED-Taschenlampe von Maglite. Die wird zwar noch einige Kinderkrankheiten haben (und wahrscheinlich noch keinen Schaltregler, Konsumger"atehersteller sind da meist etwas tr"age; au"serdem mu"s es m"oglichst billig sein), aber Du kannst sie Dir ja mal anschauen und dann hier "uber Deine Erfahrungen berichten.
Sch"one Gr"use
Roland