Funkfernbedienung problem

Von: , Frage gestellt am Sa, 26. Nov 2005

Hallo zusammen,

ich baue gerade an einer Funkfernbedienung. Dazu verwende ich ein fertiges Funkmodul auf 433 MHz Basis von Conrad. Dieses Funkmodul unterstützt eine Schaltfrequenz (Bandbreite) von max ca. 2 kHz. Außerdem übermittelt es nur 1 oder 0. (TTL, 5V oder 0V).

Ich erzeuge mit einem NE555 ein Rechtecksignal von einer bestimmten Frequenz. Dieses Signal gebe ich auf meinem Sender.

Der Empfänger gibt das Rechtecksignal aus. Zum Auswerten verwende ich den Tondecoder NE567. Diesen habe ich so eingestellt, das er auf meine Frequenz einrastet und so den Ausgang schaltet. Nur bei der richtigen Frequenz schaltet der Ausgang.

Mein Problem:

Da ich die Frequenz des Senders über ein RC-Glied bestimme, bzw. festlege, ist die Frequenz bei unterschiedlichen Temperaturen höher oder niedriger. Der NE567 hat zwar einen gewissen Bereich, wo er das Signal von Empfänger als OK erkennt, aber die Frequenzen liegen schon zu weit auseinander.
Ich wollte auch keine große Auswerteschaltung bauen. (Digitale Bitfolgen wäre natürlich die Störungsfreiste Methode).
Kann ich nicht statt dem RC-Glied ein Oszilator oder Quarz verwenden???
Wie muß ich dem Quarz bzw. Oszilator anschließen.

Hoffe mir kann jemand helfen.

Danke im voraus.

Gruß Sebastian

18 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Funkfernbedienung problem

    In deiner Senderschaltung wird der Kondensator mit Abstand das temparaturempfindlichste Bauteil sein. Wenn der einigermaßen temperaturstabil ist, sollte es auch so sicher gehen. Also, was ist das für einer?

    Es dürfte vielleicht noch ein Problem mit der Betriebsspannungsabhängigkeit sein, die durch geeignete Schaltungstechnik mehr oder weniger stark hervor treten könnte. Ich schätze aber, dass das untergeordnet ist.

    Grüße

    Uwe [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Funkfernbedienung problem

      Hallo,

      als RC-Glied habe ich ein Keramik-Vielschichtkondensator 22 nF und Metallfilm-Widerstand 27 kOhm.

      Um komplett von der Temperaturabhänigkeit weg zu kommen, wie schließe ich ein Quarz an, oder ist es gar nicht möglich ohne größeren Schaltungsaufwand?

      Gruß Basti [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Funkfernbedienung problem

        Hallo, als RC-Glied habe ich ein Keramik-Vielschichtkondensator
        22 nF und Metallfilm-Widerstand 27 kOhm.
        ein solcher Kond. hat sicher schlechte Drifteigenschaften
        (wahrscheinlich einige hunder ppm/grd.)

        Bei Keramikkondesatoren werden verschiedene Dielektrika
        verwendet, die sehr unterschiedliche Drifteigenschaften
        haben. Du solltest z.B. C mit COG als Dielekt. nehmen.
        Die gibt's aber nur bis ca. 1000pF Kapazität.

        Dementsprechend muß die Schaltung umdimensioniert werden
        oder bei höherer Frequenz zusätzliche Teilerstufen
        angefügt werden. Um komplett von der Temperaturabhänigkeit weg zu kommen, wie
        schließe ich ein Quarz an, oder ist es gar nicht möglich ohne
        größeren Schaltungsaufwand?
        Quarz wirst Du kaum für unter 2KHz bekommen.
        Bei Verwendung eines leicht erhältlichen Uhrenquarzes
        (32768Hz) wirst du nachgeschaltete Teilerstufen brauchen.

        Da biete sich aber evtl. ein Realtimeclock-IC (RTC) an,
        der z.B. auch einen 1KHz-Takt ausgeben kann. ich baue gerade an einer Funkfernbedienung. Dazu verwende :::ein fertiges Funkmodul auf 433 MHz Basis von Conrad. Dieses
        Funkmodul unterstützt eine Schaltfrequenz (Bandbreite) von
        ca. 2 kHz. Außerdem übermittelt es nur 1 oder 0.
        Ich wollte auch keine große Auswerteschaltung bauen.
        Ich denke, die Lösung wird allg. Störanfällig bleiben.

        Welches Budget hast Du denn?
        Wären ca. 50...60€ für eine elegante Lösung akzeptabel?
        z.B. 2 Basic-C-Controlmodule (als Sender/Empfänger).

        Oder gleich spezielle Fernsteuer-IC nehmen.
        Gruß Uwi

        • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
          Ergänzung

          Hallo, als RC-Glied habe ich ein Keramik-Vielschichtkondensator
          22 nF und Metallfilm-Widerstand 27 kOhm.
          4700pF COG gibt's auch.

          Da kann man ja auch paar parallel schalten.

          Gruß Uwi

          • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
            Re: Ergänzung

            Hallo,

            Ich werde es morgen nachmittag gleich mal ausprobieren.

            Ich habe jetzt festgestellt, das nur der Empfänger dieses Driftverhalten aufweist. Der Sender ist stabil, obwohl der Sender auch mit einem Keramik-Kondensator ausgerüstet ist.

            Kann es sein, das sich das IC LM567 erst warm laufen muss?? (aber wohl nicht fühlbar bei 12 mA Stromaufnahme?!?!) Außerdem befindet sich auf dem Empfänger noch ein kleines Poti, mit dem ich die Frequenz angleichen kann. (Hab vergessen es zu erwähnen!)

            Außerdem zur Störanfälligkeit: Nur wenn mindestens 1 Sek. die Frequenz vorhanden ist, rastet das IC ein und legt den Ausgang von 0 auf 1. In den Bereich der 433 MHz, wird nicht sehr oft eine gleichbleibende Frequenz gesendet. Wohl eher digitale Bitfolgen. Oder?

            Gruß Basti

            • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
              Re^2: Ergänzung

              Hi,

              wie Uwi schreibt, sind Keramikkondenstaoren mit höheren Kapazitäten in diesem Fall sehr ungeeignet. Folienkondemsatoren sind deutlich besser (auch da gibt es Unterschiede, aber die sind _erheblich_ kleiner und dürften vernachlässigbar sein). Nimm also sowohl im Sender als auch im Empfänger Folienkondensatoren!

              Grüße

              Uwe [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^3: Ergänzung

              Hallo, Folienkondemsatoren sind deutlich besser (auch da gibt es
              Unterschiede, aber die sind _erheblich_ kleiner und dürften
              vernachlässigbar sein). Nimm also sowohl im Sender als auch
              im Empfänger Folienkondensatoren!
              nach meinem Wissen haben Keramikkondesatoren mit COG
              das beste Driftverhalten. Folienkond. haben verschiedene
              andere Vorteile, aber Driftmäßig sind die auch nicht
              so toll.
              Gruß Uwi

  2. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Re: Funkfernbedienung problem

    Hallo zusammen,
    hallo auch dir,

    mit welcher frequenz modulierst du denn den sender und wie sieht das tastverhältnis aus?
    und verrate uns doch die connrad bestellnr. falls es der gleiche schund ist wie ich hab, kann ich dir nur sagen das bei frequenzen über ca. 400 hz das signal so stark "verjittert" wird das damit wahrscheinlich keine pll mehr zuverlässig drauf rastet.
    falls du ein oszi am start hast, sollest du dir das elend mal anschauen.

    gruss wgn (der son conni-modul nur noch bis 200 hz betreibt)

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Funkfernbedienung problem

      Hallo zusammen,
      hallo auch dir,

      mit welcher frequenz modulierst du denn den sender und wie
      sieht das tastverhältnis aus?
      Genau das Problem hatte ich auch schon gemerkt. Erst hatte ich den NE555 ein Rechtecksignal von ca 25kHz erzeugen lassen. Da der NE555 das Signal erzeugen kann und sowohl der NE567 das Signal erkennen kann.
      Mit dem Oszilloskop habe ich das gesehen, das am Empfänger garnicht ankommt! Daraufhin habe ich mir das Datenblatt vom Funkmodul heruntergeladen. Das Modul verarbeitet nur Signale bis 2kHz. und verrate uns doch die connrad bestellnr. falls es der
      gleiche schund ist wie ich hab, kann ich dir nur sagen das bei
      frequenzen über ca. 400 hz das signal so stark "verjittert"
      wird das damit wahrscheinlich keine pll mehr zuverlässig drauf
      rastet.
      Die Bestnr. von dem Modul lautet 13 04 28 - 99. Katalog 2005/2006 falls du ein oszi am start hast, sollest du dir das elend mal
      anschauen.
      Hab die Frequenz des Sender und Empfänger mit Oszi. verglichen. Die Signale sind fast identisch. Der NE567 rastet auch auf die Frequenz ein, aber das Problem ist, das sich die Frequenz des RC-Gliedes am NNE567 leicht verschiebt.
      gruss wgn (der son conni-modul nur noch bis 200 hz betreibt)
      Gruß Basti



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