Hallo Gandalf,
Mignon (AA) Akkus haben bis zu 2500 mAh Kapazität, die Akkus
eines Bohrschraubers hben meist eine, die deutlich unter 2000
mAh liegt.
Nun ist da sowohl ein erheblicher Unterschied in der Größe und
der Masse.
Frage also, warum haben die 'großen' Akkus so wenig Kapazität.
Hier http://de.wikipedia.org/wiki/Akku wir etwas von
Abhängigkeit der Kapazität von Entladestrom und Entlademodus
erklärt und ich hab mir so den Reim darauf gemacht, daß die
Akkus in Schraubern einen (deutlich) größeren maximalen Strom
liefern können/müssen als ein AA-Akku. Kann man das so
erklären?
Naja, das mit dem mAh ist so eine geschichte für sich.
Also, technisch definiert sich die Batterie-Kapazität als Entladestrom über die Zeit. Das Ende der Messung wird über eine Endspannung definiert, bei deren Unterschreitung die Messung gestoppt wird.
Und hier geht die Trickserei schon mal los.
Als Chemiker sollten dir ja die chemischen Reaktionen in einer Batterie ja einigermassen verständlich sein und auch was die Zeit dabei für eine Rolle spielt.
200mAH bedeiten ja nicht, dass ich 1 sekunde lang 7'200A "ziehen" kann, da macht die Chemie schon mal nicht mit, zumindest bei einer normalen Bauform nicht.
Mit der Entladung steigt ja der Innenwiederstand, somit erhalte ich mit einem grossen Entladewiderstand eine höhere Kapazität als mit einem kleineren, da durch den Spannungsabfall am Innenwiderstand der Batterie, die Entladespannung beim grösseren Widerstand später unterschritten wird.
Je nach Messmethode steht da dann zwar eine tolle Zahl auf der Batterie, aber ob die mit einer Taschenlampe dann auch ausgenutzt werden kann, steht in den Sternen.
Weiterhin kommt dann noch der ganz normale Betrug hinzu.
Letzten Monat hat eine Computerzeitschrift Akkus für Kameras getestet. Teilweise stand auf den Zellen selbst eine kleine Kapazität drauf als auf dem umgebenden Gehäuse !!!
MfG Peter(TOO)