Test FI-Schutzschalter

Von: , Frage gestellt am So, 17. Sep 2000

Hi,

kann ich ohne teure Spezial-Meßgeräte einen FI-Schutzschalter testen, bzw. den nötigen Fehlerstrom zum Auslösen ausmessen? Und zwar an einer Steckdose. Der Testschalter am Schutzschalter selbst ist mir zu unsicher.

André

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Test FI-Schutzschalter

    Hallo André,
    ich meine der Testknopf ist sicher genug, denn er produziert über einen Widerstand den gewünschten Fehlerauslösestrom.

    Gruss Markus [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
    Re: Test FI-Schutzschalter

    Hallo André kann ich ohne teure Spezial-Meßgeräte einen FI-Schutzschalter
    testen, bzw. den nötigen Fehlerstrom zum Auslösen ausmessen?
    Und zwar an einer Steckdose. Der Testschalter am
    Schutzschalter selbst ist mir zu unsicher.
    Mit dem Testschalter wird über ein Widerstand ein Fehlerstrom erzeugt bei welchem der FI auslösen muss. Mehr kannst du mit einfachen Mitteln nicht messen! Zur genauen Messung musst du auch noch die Ansprechzeit messen und das geht dann nicht mehr ohne entsprechenden Aufwand.

    MfG Peter(TOO)

    • Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
      Re^2: Test FI-Schutzschalter

      Hallo,

      ist schon klar. Das der FI-Schutzschalter in Ordnung ist zeigt beschriebener Test. Aber wenn nun die Installation zum / im Bad nicht fehlerfrei ist und der FI-Schutz dann gar nicht wirken kann (Kabelbruch etc.), das möchte ich genau wissen oder testen. Kann schlecht einen Föhn in die Badewanne werfen und sehen was passiert ;-)

      André

      • Antwort von nach 15 Stunden 4 hilfreich
        Re^3: Test FI-Schutzschalter

        Hallo André ist schon klar. Das der FI-Schutzschalter in Ordnung ist zeigt
        beschriebener Test. Aber wenn nun die Installation zum / im
        Bad nicht fehlerfrei ist und der FI-Schutz dann gar nicht
        wirken kann (Kabelbruch etc.), das möchte ich genau wissen
        oder testen. Kann schlecht einen Föhn in die Badewanne werfen
        und sehen was passiert
        Bei einem Drahtbruch kommen 3 Varianten in Frage:
        1. Der L-Leiter ist unterbrochen:
        Ist ungefährlich da dann gar keine Spannung da ist und deine Geräte sowiso nicht funktionieren.

        2. Der N-Leiter ist unterbrochen:
        Der FI arbeitet normal, aber kein Gerät wird funktionieren.

        3. Der PE-Leiter ist unterbrochen:
        Auch hier ist es nicht schlimm, denn wenn du gut isoliert bist fliesst kein gefährlicher Strom durch deinen Körper und im Falle, dass du dich gerade an der Wasserleitung festhälst, löst der FI sicher aus.

        Verdrahtungsfehler:
        Wird am FI oder an der Steckdose der N- mit dem PE-Leiter vertauscht so löst das Ding immer aus wenn du irgend ein Gerät in Betrieb nehmen willst. Der gleiche Fall tritt ein wenn der L- mit mit dem PE-Leiter vertauscht ist. Das Vertauschen von L- mit N-Leiter ist dem FI auch Wurst und bei der SchuKo-Dose weisst du sowieso nie wie rum eingesteckt ist.

        Wirkungsweise:
        Der FI mist die Strom-Summe zwischen N- und L-Leiter, da die beiden Ströme entgegengesetzte Vorzeichen haben ist die Summe normalerweise 0. Fliesst ein Teil des Stromes anderswo gegen Erde, Z.B. durch dich und die Wasserleitung, dann ist die Summe nicht meh 0 und der FI löst bei überschreiten seines Nennstromes (normalerweise 10mA, es gibt aber auch 30mA und 60mA Typen) aus. Wenn du aber gut isoliert bist (z.B. trockener Holzboden oder Gummisohlen) und berührst mit einem Finger den L-Leiter und mit dem anderen den N-Leiter so spielst du die Glühbirne und der FI löst sowieso nicht aus!

        Was du sicher testen solltest, ist ob die Steckdose Spannungslos ist wenn der FI ausgelöst hat, wenn nicht ist vieleicht das Kinderzimmer dran angeschlossen ?!

        Wenn du der Sache jetzt immer noch nicht traust kannst du einen SchuKo-Stecker nehmen und zwischen dem einen Stift und dem Schutzkontakt einen Widerstand einbauen (15k bei 10mA oder 4k7 bei 30mA) und das dann in die Steckdose stecken.
        Löst der FI aus: Alles OK
        Bruzelt der Widerstand: Dann ist was falsch
        Wenn gar nix passiert must du den SchuKo-Stecker um 180° gedreht einstecken.

        MfG Peter(TOO)

        • Antwort von nach einem Tag 4 hilfreich
          kleine Ergänzung

          Hallo André ist schon klar. Das der FI-Schutzschalter in Ordnung ist zeigt
          beschriebener Test. Aber wenn nun die Installation zum / im
          Bad nicht fehlerfrei ist und der FI-Schutz dann gar nicht
          wirken kann (Kabelbruch etc.), das möchte ich genau wissen
          oder testen. Kann schlecht einen Föhn in die Badewanne werfen
          und sehen was passiert
          Bei einem Drahtbruch kommen 3 Varianten in Frage:
          1. Der L-Leiter ist unterbrochen:
          Ist ungefährlich da dann gar keine Spannung da ist und deine
          Geräte sowiso nicht funktionieren.

          2. Der N-Leiter ist unterbrochen:
          Der FI arbeitet normal, aber kein Gerät wird funktionieren.

          3. Der PE-Leiter ist unterbrochen:
          Auch hier ist es nicht schlimm, denn wenn du gut isoliert bist
          fliesst kein gefährlicher Strom durch deinen Körper und im
          Falle, dass du dich gerade an der Wasserleitung festhälst,
          löst der FI sicher aus.

          Verdrahtungsfehler:
          Wird am FI oder an der Steckdose der N- mit dem PE-Leiter
          vertauscht so löst das Ding immer aus wenn du irgend ein Gerät
          in Betrieb nehmen willst. Der gleiche Fall tritt ein wenn der
          L- mit mit dem PE-Leiter vertauscht ist. Das Vertauschen von
          L- mit N-Leiter ist dem FI auch Wurst und bei der SchuKo-Dose
          weisst du sowieso nie wie rum eingesteckt ist.

          Wirkungsweise:
          Der FI mist die Strom-Summe zwischen N- und L-Leiter, da die
          beiden Ströme entgegengesetzte Vorzeichen haben ist die Summe
          normalerweise 0. Fliesst ein Teil des Stromes anderswo gegen
          Erde, Z.B. durch dich und die Wasserleitung, dann ist die
          Summe nicht meh 0 und der FI löst bei überschreiten seines
          Nennstromes (normalerweise 10mA, es gibt aber auch 30mA und
          60mA Typen) aus. Wenn du aber gut isoliert bist (z.B.
          trockener Holzboden oder Gummisohlen) und berührst mit einem
          Finger den L-Leiter und mit dem anderen den N-Leiter so
          spielst du die Glühbirne und der FI löst sowieso nicht aus!

          Was du sicher testen solltest, ist ob die Steckdose
          Spannungslos ist wenn der FI ausgelöst hat, wenn nicht ist
          vieleicht das Kinderzimmer dran angeschlossen ?!

          Wenn du der Sache jetzt immer noch nicht traust kannst du
          einen SchuKo-Stecker nehmen und zwischen dem einen Stift und
          dem Schutzkontakt einen Widerstand einbauen (15k bei 10mA oder
          4k7 bei 30mA) und das dann in die Steckdose stecken.
          Löst der FI aus: Alles OK
          Bruzelt der Widerstand: Dann ist was falsch
          ->>>> Bei 10mA und 230V werden über den Widerstand schon
          ca. 2,3W verbrutzelt. Bei 30mA dann fast 7W.
          Daraus folgt, daß Widerstand für eine gewisse Leistung
          ausgelegt sein muß. Ein kleiner Widerst. für 200mW würde
          schnell abrauchen.
          Ich empfehle mind. 1W-Typ (besser 4W), der kann
          zumindest kurzzeitig bis 10W ab. Wenn gar nix passiert must du den SchuKo-Stecker um 180°
          gedreht einstecken.

          MfG Peter(TOO)

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Test FI-Schutzschalter

    Moin moin!

    Wenn Du dem Testknopf nicht vertraust (warum nicht?), und Du genau wissen möchtest, wann D ein FI auslöst, musst Du wohl oder übel ein dafür geeignetes Messgerät verwenden.
    Wie zum Beispiel einen Instalationstester (LEM UNILAP 100XE zum Beispiel - Nein, ich arbeite nicht bei LEM und ich bekomme auch keine Provision, aber es das Gerät, was wir auch im Schrank stehen haben, und es kann nun mal genau sagen, bei welchen Strom der FI nun wirklich auslöst)
    Übrigens zeigt ein Test an verschiedenen FIs, dass sie schon bei ungefähr der Hälfte des aufgedruckten Fehlerstromes auslösen.

    Wie Du die Verdrahtung prüfen kannst, steht ja weiter unten.

    Das war zwar jetzt nicht unbedingt das was Du hören wollstes, weils nicht billig und einfach ist, aber wers genau wissen will, muss halt meist auch Aufwand dafür treiben... leider ;-)

    Gruß
    >Fred< [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  4. Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
    Auch eine Lösung

    Mir wurde ein ganz einfacher Test wie folgt erklärt:

    Hallo!

    Man nehme eine Lampenfassung mit irgendeiner Birne, lege die Zwei Enden der Zuleitung frei. Nun gibt du das eine Ende der Zuleitung auf die Phase und das andere Ende der Zuleitung auf die Erdung.

    Sollte der FI-Schalter funktionieren, geht jetzt der Schutzschalter. Wenn nicht ...

    Sicher stellt man damit nicht fest, bei wieviel Fehlstrom und nach welcher Zeit der Schutzschalter anspricht, aber das steht normalerweise eh am Gerät.

    Als bei mir hats funktioniert.

    Pedro

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