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Re^4: Filter 4.4336MHz?
Moin!
1. Der Burst ist nur 10 Perioden lang, wenn Du versuchst, den
mit einem Bandfilter auszufiltern, geht dir Amplitude UND
Phase verloren. Es sei denn der Filter ist sehr breitbandig,
dann kannst Du ihn aber auch gleich ganz weglassen, weil
nutzlos.
Ich dachte an ein R-L-C-Sperrfilter, das exakt so abgestimmt ist, daß die Phasenverschiebung bei 4.4336MHz gleich Null ist (Resonanzbedingung). Aber vielleicht gibt's ja was besseres...
2. in der hinteren Schwarzschulter befindet sich, neben
Störsignalen sowieso nur der Burst. Warum willst Du ihn dann
nochmal filtern ?
Einige Video-Kopierschutzverfahren überlagern dem Burst in den letzten ca. 15 Zeilen eine Gleichspannung, die oberhalb des Weißwertes liegt. Meine Schaltung ersetzt dieses Signal durch den, mittels einer Sample-and-hold-Schaltung gewonnenen Spannungswert der vorangegangenen hinteren Schwarzschultern. Dabei geht der Burst in den betroffenen Zeilen verloren. Bei der Kopie macht sich dies durch Farbverfälschungen am unteren Bildschirmrand bemerkbar. Es stört nicht wirklich, ist aber eben auch nicht perfekt. Ich wollte nun den Gleichspannungsanteil unterdrücken und das gewonnene Signal meiner Gleichspannung überlagern.
Eigentlich gibt es keine vernünftige Alternative zur PLL. Die
Amplitude muß dann über eine getastete Regelung getrennt
ausgewertet werden, so wie es auch in jedem Farbfernseher
gemacht wird.
Deshalb dachte ich ja, daß es preiswerte, einfache, vorgefertigte Lösungen gibt, da es sich eben um Massenware handeln dürfte.
Meine Schaltung bezeichne ich mal als passiv, weil sie keine eigenen Signale erzeugt. Eine hundertprozentige Lösung wäre eine aktive, also ein Synchronimpulsgenerator, der auf das Input-Videosignal synchronisiert wird. So macht es der VKD7002 von ELV. Dort wird allerdings die komplette hintere Schwarzschulter durchgeschaltet. Also bleibt der hohe Pegel der letzten Zeilen, der beim Videorecorder die automatische Pegelanpassung beeinflußt, erhalten. Um dies zu ändern, müßte eine PLL auf den Burst synchronisiert werden und deren Ausgangssignal der hinteren Schwarzschulter überlagert werden (z. B. mit SAA1043P und SAA1044P bzw. deren Nachfolger). Wenn man schon solchen Aufwand treibt, ist eine getastete Regelung zur Pegelermittlung nur noch Formsache. Jedenfalls wollte ich diesen Aufwand nicht treiben, sondern die passive Schaltung optimieren.
Munter bleiben... TRICHTEX