Fensterkomparator

Von: , Frage gestellt am Do, 12. Okt 2000

Liebe Mitleser,

für einen A/D Wandler soll eine über einen Vorwärts/Rückwärts Zähler und D/A Wandler erzeugte Spannung mit einer analogen Eingangsspannung verglichen werden. Wenn der Wert innerhalb eines Fensters von U_in +/- 1/2 LSB genau ist, soll der Zähler angehalten werden und der entsprechende Dualwert ausgelesen werden.

Dazu muss ein Fensterkomparator verwendet werden, der allerdings ein im Vergleich zur Sättigung sehr kleines Spannungsfenster hat. Wie erzeuge ich dieses Fenster möglichst elegant? Ein Spannungsteiler von 1:1000 kann es ja wohl nicht sein ...

Warum wird in der Literatur zu A/D Wandlern immer davon ausgegangen, dass der Fensterkomparator als Black Box vorahnden ist? Ich soll ihn aus zwei Komparatoren selbst zusammenstöpseln.

Danke für Hilfe!

Gruss

Jens

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
    Re: Fensterkomparator

    Hallo Jens für einen A/D Wandler soll eine über einen Vorwärts/Rückwärts
    Zähler und D/A Wandler erzeugte Spannung mit einer analogen
    Eingangsspannung verglichen werden. Wenn der Wert innerhalb
    eines Fensters von U_in +/- 1/2 LSB genau ist, soll der Zähler
    angehalten werden und der entsprechende Dualwert ausgelesen
    werden.

    Dazu muss ein Fensterkomparator verwendet werden, der
    allerdings ein im Vergleich zur Sättigung sehr kleines
    Spannungsfenster hat. Wie erzeuge ich dieses Fenster möglichst
    elegant? Ein Spannungsteiler von 1:1000 kann es ja wohl nicht
    sein ...
    Was meinst du mit "Sättigung", oder verwechselst du das mit der Offset-Spannung ?
    Insbesondere im Zusammenhang mit der Offset-Spannung des Komparators, ist es Wichtig zu wissen um welche Spannungs-Verhälnisse es sich hier dreht ? Also solche daten wie:
    Eingangs-Spannungsbereich des Wandlers = Spannungsbereich des D/A-Wandlers.
    Die Anzahl der Bits.
    Mit diesen Angaben kann man dann auch Berechnen wie viel, in Volt, +/- 1/2 LSB genau ist.

    Irgendwie finde ich es falsch dir jetzt einfach eine pfannenfertige Lösung anzubieten, vieleicht bin ich auch nur etwas sadistisch veranlagt, aber als kleinet Tipp:schau dir doch mal den LM339 an und die Application-Notets zu diesem IC. Warum wird in der Literatur zu A/D Wandlern immer davon
    ausgegangen, dass der Fensterkomparator als Black Box
    vorahnden ist? Ich soll ihn aus zwei Komparatoren selbst
    zusammenstöpseln.
    Der Fensterdiskriminator wird halt meist bei den Grundschaltungen bei dem Operationsverstärkern beschrieben.
    Ein Komparator ist auch nur ein Operationsverstärker welcher ein bischen anders optimiert wurde.

    MfG Peter(TOO)

  2. Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
    Re: Fensterkomparator

    Moin! für einen A/D Wandler soll eine über einen Vorwärts/Rückwärts
    Zähler und D/A Wandler erzeugte Spannung mit einer analogen
    Eingangsspannung verglichen werden. Wenn der Wert innerhalb
    eines Fensters von U_in +/- 1/2 LSB genau ist, soll der Zähler
    angehalten werden und der entsprechende Dualwert ausgelesen
    werden.
    Soll dies genau für einen Wert geschehen oder wömöglich für den ganzen Meßbereich? Dazu muss ein Fensterkomparator verwendet werden, der
    allerdings ein im Vergleich zur Sättigung sehr kleines
    Spannungsfenster hat. Wie erzeuge ich dieses Fenster möglichst
    elegant? Ein Spannungsteiler von 1:1000 kann es ja wohl nicht
    sein ...
    Das Ding heißt "Fensterdiskriminator" (erleichtert die Suche) und mit Sättigung meinst Du wahrscheinlich die Versorgungsspannung des Diskriminators. Grundsätzlich ist es möglich, sehr präzise Spannungsteiler aufzubauen. Die bessere Alternative dürfte aber die Verwendung eines geeigneten Meßverstärkers sein. Warum wird in der Literatur zu A/D Wandlern immer davon
    ausgegangen, dass der Fensterkomparator als Black Box
    vorahnden ist? Ich soll ihn aus zwei Komparatoren selbst
    zusammenstöpseln.
    Kein Problem. Das Eingangssignal gibst Du bei dem ersten Komparator auf den invertierenden Eingang und beim zweiten auf den nichtinvertierenden.

    Den nichtinvertierenden Eingang des ersten Komparators beschaltest Du mit der oberen Grenzspannung, den invertierenden Eingang des zweiten Komparators mit der unteren Grenzspannung. Wenn beide Komparatoren über einen Open-Collector-Ausgang verfügen, schaltest Du beide zusammen auf einen Widerstand, der an +Ub liegt (wired-AND). Ist das nicht der Fall, mußt Du beide Komparatorausgänge auf die Eingänge eines UND-Gatters legen. Am Ausgang dieses Gatters liegt dann das gewünschte Ergebnis.

    Munter bleiben... TRICHTEX

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Fensterkomparator

      [...] Kein Problem. Das Eingangssignal gibst Du bei dem ersten
      Komparator auf den invertierenden Eingang und beim zweiten auf
      den nichtinvertierenden.
      So bekomme ich aber kein "Fenster". Den nichtinvertierenden Eingang des ersten Komparators
      beschaltest Du mit der oberen Grenzspannung, den
      invertierenden Eingang des zweiten Komparators mit der unteren
      Grenzspannung. Wenn beide Komparatoren über einen
      Open-Collector-Ausgang verfügen, schaltest Du beide zusammen
      auf einen Widerstand, der an +Ub liegt (wired-AND). Ist das
      nicht der Fall, mußt Du beide Komparatorausgänge auf die
      Eingänge eines UND-Gatters legen. Am Ausgang dieses Gatters
      liegt dann das gewünschte Ergebnis
      Eben nicht. So kann ich nur größer oder kleiner erkennen, aber nicht gleich (im Sinne vom "im Fenster"). Dazu brauche ich eben ein Fenster und beide Ausgänge (da drei Zustände zu unterscheiden sind).

      Der Spannungsbereich für den A/D Wandler sollvon 0 bis 5 Volt gehen, es wird mit einer Auflösung von 8 Bit gearbeitet. Alle Fehler sollen maximal 1/2 LSB betragen. (Nullpunkt, Linearität, ...)

      Wie der Fensterkomparator im Prinzip funktioniert war mir bereits klar (trotzdem Danke für die Mühe), aber ich wollte wissen, wie ich dieses kleine Fenster von 5/256 Volt möglichst elegant erzeugen kann.

      Gruss

      Jens

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Re^3: Fensterkomparator

        Moin! Kein Problem. Das Eingangssignal gibst Du bei dem ersten
        Komparator auf den invertierenden Eingang und beim zweiten auf
        den nichtinvertierenden.
        So bekomme ich aber kein "Fenster".
        Noch nicht. Es fehlen ja noch die Grenzspannungen... Den nichtinvertierenden Eingang des ersten Komparators
        beschaltest Du mit der oberen Grenzspannung, den
        invertierenden Eingang des zweiten Komparators mit der unteren
        Grenzspannung. Wenn beide Komparatoren über einen
        Open-Collector-Ausgang verfügen, schaltest Du beide zusammen
        auf einen Widerstand, der an +Ub liegt (wired-AND). Ist das
        nicht der Fall, mußt Du beide Komparatorausgänge auf die
        Eingänge eines UND-Gatters legen. Am Ausgang dieses Gatters
        liegt dann das gewünschte Ergebnis
        Eben nicht. So kann ich nur größer oder kleiner erkennen, aber
        nicht gleich (im Sinne vom "im Fenster"). Dazu brauche ich
        eben ein Fenster und beide Ausgänge (da drei Zustände zu
        unterscheiden sind).
        Dochdoch. Unterhalb der unteren Grenzspannung und oberhalb der oberen Grenzspannung ist das Ausgangssignal der Anordnung LOW-Pegel. Nur im Spannungsfenster zwischen den beiden Grenzspannungen liegt am Ausgang HIGH-Pegel an.

        Munter bleiben... TRICHTEX

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Fensterkomparator

    Liebe Mitleser,

    für einen A/D Wandler soll eine über einen Vorwärts/Rückwärts
    Zähler und D/A Wandler erzeugte Spannung mit einer analogen
    Eingangsspannung verglichen werden. Wenn der Wert innerhalb
    eines Fensters von U_in +/- 1/2 LSB genau ist, soll der Zähler
    angehalten werden und der entsprechende Dualwert ausgelesen
    werden.

    Dazu muss ein Fensterkomparator verwendet werden, der
    allerdings ein im Vergleich zur Sättigung sehr kleines
    Spannungsfenster hat. Wie erzeuge ich dieses Fenster möglichst
    elegant? Ein Spannungsteiler von 1:1000 kann es ja wohl nicht
    sein ...

    Warum wird in der Literatur zu A/D Wandlern immer davon
    ausgegangen, dass der Fensterkomparator als Black Box
    vorahnden ist? Ich soll ihn aus zwei Komparatoren selbst
    zusammenstöpseln.

    Ich finde diese Methode der AD-Wandlung zwar ziemlich umständlich, aber hier meine Idee:
    Was Du da suchst, ist eigentlich kein normaler Fensterdiskriminator. Der hat normal kein frei verschiebbares Fenster. Das ist auch nicht ganz so einfach.
    Du kannst z.B. die Analogspannung mit einem Summierverstärker aufsplitten und einmal mit einem negativen und einmal mit einem positiven Offset von ca. 10 mV versetzen. Diese beiden Spannungen werden dann mit je einem Komparator mit der DAC-Spannung verglichen. Die Kombinationen der Komparatorausgänge ergeben dann 3 sinnvolle logische Zustände.

    Jörg

  4. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Fensterkomparator

    Hallo Jens,
    mir scheint daß es nicht ganz einfach geht, auf die
    exakten Schaltschwellen von 1/2LSB zu kommen, weil die
    Differenzspannung Gleichtaktbehaftet ist.

    Also kann mann zuerst die Differenzsp. zw. Analogeing.
    und DAC mit einem Instrumenten-OPV(z.B. AD620,AD623,AD627,INA114) oder einfacher Schaltung
    mit 1 OPV+ 4Widerstände auf Massebezug bringen.
    Dann ist es mit der Auswertung mittels Komperatoren leichter.

    Ich bin aber im Zweifel, ob das lohnt. Mit einem Fehler von ca.
    +/-1 Digit kann man in der Regel leben. Will man den Fehler unbedingt kleiner machen ist es sinnvoller einen DAC mit 9 oder 10 Bit zu nehmen.
    Die Auswertung der Differenzsp. kann dann durch
    einen einfachen Komperator erfolgen.
    Bei Rückfragen schick ne Mail bis heute abend, danach bin ich 10 Tage im Urlaub.
    Gruß Uwi

  5. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Danke an alle Helfer! (o.T.)

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