Bus abschließen

Von: , Frage gestellt am So, 19. Nov 2000

Hallo zusammen,

ich habe vor mir einen kleine Microcontrollerschaltung zu
basteln, bei der ich auf einer Platine nur den Prozessor unterbringe und die Busleitungen an mehrere Steckverbinder
führe, um beliebige Schaltungen (Speicher...) an diese anzuschließen. Den Bus muß ich ja dann abschließen. Weiß jemand
mit welchem Widerstandswert ich das machen muß, d. h. ich suche den Ausgangswiderstand von dem Prozessor. Beim Prozessor handelt es sich um den 80535.
Danke im Voraus.

Gruß Patrick

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
    Re: Bus abschließen

    Hi! mit welchem Widerstandswert ich das machen muß, d. h. ich
    suche den Ausgangswiderstand von dem Prozessor. Beim Prozessor
    handelt es sich um den 80535.
    Den Bus brauchst eigentlich ned abschließen, außer er is recht lange. Aber bus ca. 50-70 cm oder so sollte es keine Probleme geben.

    Mit welchem Widerstand Du den Bus abschließen mußt hängt davon ab, wie er gebaut is. Das nämlich bestimmt den Wellenwiderstand der Leitung. Da der Prozessor sicher einen vielviel niedrigeren Ausgangswiderstand hat (weniger Ohm, wenn überhaupt), is der Bus sowieso einseitig nicht abgeschlossen, was aber eh wurscht is.

    Ob Reflexionen gefährlich sind, kannst Dir ausrechnen, wennst berechnest, wie lange der Strom (der sich mit ca. 0.5-0.8facher Lichtgeschwindigkeit bewegt) für einmal hin und her braucht. Wenn das in der Größenordnung der Taktzeiten ist, dann mußt aufpassen. Aber wennst Du einen 80535 verwendest (der glaubi nur 20MHz oder so kann) is das weitweit weg. :-) Das würde dann eine Leitungslänge von 15 Meter ergeben. :-)

    Bye
    Hansi

  2. Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
    Re: Bus abschließen

    Hallo,

    In der Regel werden hierfür Widerstände mit 10k verwendet.
    MfG: Josef Spies [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
    Re: Bus abschließen

    Hallo Patrick,

    ganz so trivial wie es die Kollegen vorher geschrieben haben
    ist es nicht.
    Bei längeren TTL-Leitungen entstehen Reflektionen.
    Dabei ist nicht der Takt, sondern die Anstiegsgeschwindigkeit
    der Flanken wichtig (wenige ns). Deshalb gibt es schon
    erhebliche Störungen bei Leitungslängen von 20...30cm.

    Den Bus müßte man mit dem gleichen Wiederstand abschließen
    wie die Leitungsimpedanz. Diese ist von der Kontruktion bzw.
    Layout abhängig und sollte im Bereich von ca. 50...150Ohm liegen.

    Da Prozessorausgänge das normalerweise nicht treiben können
    werden Leitungstreiber zwischengeschaltet.

    Die vorher genannten 10KOhm werden nur als Pullup-Widerstände
    an die Prozessorausgänge geklemmt, weil die Ausgänge
    nur einen sehr kleinen oder gar keinen Strom bei H-Pegel
    treiben können. Bei Eingängen erzeugt man so auch einen
    def. Pegel. Bei L-Pegel treiben die Prozessorausg. viel besser.

    Bei nicht zu langen Leitungen (geschätzt 10...20cm) bringt es
    auch etwas, wenn man die Pullup-Widerst. auf ca. 2...3KOhm
    reduziert und einige pF an die Busleitungen hängt.
    Damit werden die Flanken langsamer und die Reflektionen
    etwas unterdrückt. Kann man mit Oszi ausprobieren.
    Bei Reduzierung der Taktfrequenz kann man letztgenannte Methode
    noch etwas verschärfen (mehr pF).
    Gruß Uwi

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