Tiefpass 2. Ordnung

Von: , Frage gestellt am Do, 7. Dez 2000

Die Grenzfrequenz bei einem Tiefpass erster Ordnung ist
ja 1/RC.
Aber wie ist die Grenzfrequenz allgemein bei einem Tiefpass zweiter Ordnung?
(in meinem Fall ist C1=C2=100nF und R1=R2=2kOhm)

Weiß zufällig jemand auch, wie man prinzipiell auf die stationäre Zeitfunktion der Ausgangsspannung am Hoch- und Tiefpass 1. Ordnung bei rechteckförmiger periodischer Erregung (mittelwertfrei, Tastverhältnis 1:1 (was ist das eigentlich))
am Eingang kommt?

Jens Klingelhöfer

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 9 Stunden hilfreich
    Re: Tiefpass 2. Ordnung

    high Die Grenzfrequenz bei einem Tiefpass erster Ordnung ist
    ja 1/RC.
    Aber wie ist die Grenzfrequenz allgemein bei einem Tiefpass
    zweiter Ordnung?
    (in meinem Fall ist C1=C2=100nF und R1=R2=2kOhm)
    wenn ich mich richtig erinnere:

    1/wurzel(r1*r2*c1*c2)
    Weiß zufällig jemand auch, wie man prinzipiell auf die
    stationäre Zeitfunktion der Ausgangsspannung am Hoch- und
    Tiefpass 1. Ordnung bei rechteckförmiger periodischer Erregung
    (mittelwertfrei, Tastverhältnis 1:1 (was ist das eigentlich))
    am Eingang kommt?

    tastverhaeltnis von 1:1 heiszt, dasz das rechtecksignal eine gewisse zeit "oben" (oder auch logisch high) und *genau* *die* *gleiche* *zeit* "unten" (oder auch logisch low) ist.

    was jetzt allerdings "mittelwertfrei" heiszt, weisz ich nicht. im grunde hat jedes signal einen mittelwert. ich koennte mir nur vorstellen, dasz der mittelwert = 0 ist. das wuerde fuer das signal bedeuten, dasz es beispielsweise zwischen +5V und -5V hin und herspringt. Ist das richtig?

    mit "stationäre ausgangsfunktion" kann ich leider auch wenig anfangen, das ding is nämlich nicht stationär wenn du eine wechselspannung am eingang anlegst. ist damit allgemein der verlauf der ausgangsspannung gemeint? dann schreib mir doch auch mal, wie grosz r und c sind, dann kann ich dir das besser beschreiben.



    Jens Klingelhöfer
    ciao

    der grosze blonde mit dem schwarzen fusz
    www.GalaxyOfMusic.de

    • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
      Re^2: Tiefpass 2. Ordnung

      und das Ganze noch durch 2*PI teilen, sonst ist es nur die Kreisfrequenz Omega.

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Tiefpass 2. Ordnung

        high und das Ganze noch durch 2*PI teilen, sonst ist es nur die
        Kreisfrequenz Omega.
        das hab ich weggelassen, weil für den tiefpasz im grunde auch 1/2*pi*r*c gilt und das in der frage auch ohne 2*pi geschrieben wurde

        ciao

        der grosze blonde mit dem schwarzen fusz
        www.GalaxyOfMusic.de

  2. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Tiefpass 2. Ordnung

    Hi Jens

    Meine Vorredner haben dir ja schon einiges erklärt. Noch mal genau, da war ja noch einiges unklar Die Grenzfrequenz bei einem Tiefpass erster Ordnung ist
    ja 1/RC.
    Aber wie ist die Grenzfrequenz allgemein bei einem Tiefpass
    zweiter Ordnung?
    (in meinem Fall ist C1=C2=100nF und R1=R2=2kOhm)

    Grenzfrequenz ist in deinem Fall etwa 300 Hz (297,...)
    Berechnet sich aus fg=0,05956/R*C . Sind R1 und R2 und C1 und C2 nicht gleich, siehts ein bisschen komplizierter aus. Hab ich jetzt allerdings keine Lust aufzuschreiben. Dies gilt allerdings nur für passive Filter und einer sinusförmigen Eingansspannung.


    Weiß zufällig jemand auch, wie man prinzipiell auf die
    stationäre Zeitfunktion der Ausgangsspannung am Hoch- und
    Tiefpass 1. Ordnung bei rechteckförmiger periodischer Erregung
    (mittelwertfrei, Tastverhältnis 1:1 (was ist das eigentlich))
    am Eingang kommt?

    Bei Speisung mit anderen Signalformen sieht das ein wenig anderst aus. Da mußt Du aufwendigere Berechnungsverfahren verwenden z.B. Fourier- oder Laplace-Transformation. Sind nicht all zu schwer, würde hier aber den Rahmen sprengen das zu erklären. Leih dir einfach mal Bücher darüber aus.

    Zum Thema mittelwertfrei. Grundsätzlich gibt es einmal Gleichspannung (erzeugt am Oszi einen Strich) und Wechselspannung (erzeugt am Oszi wilde Kurven ;-) ) Die beiden kann man überlagern. Mittelwertfrei heißt dann, daß eniem Signal keine Gleichspannung überlagert ist. Im klartext, dein Rechtecksignal geht von -xV bis +xV.

    Tastverhältnis: Damit sind grundsätzlich die Zeiten gemeint, in denen bei einem Rechtecksignal mit fester Frequenz die höhere und die niedrigere Spannung anliegt. Tperiode = Thi + Tlow.

    Gruß

    Waldschratt

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Danke

    (Mist, hier sollte dieser Artikel eigentlich stehen.)

    Hallo, danke für Eure Hilfe.
    Ich hatte gestern das Praktikum in
    E-Technik und habe eine 1,7 bekommen.
    Da habe ich mir das am Oszi mal ganz
    genau angeschaut, wie das Signal aussieht,
    wenn man eine Rechteckspannung anlegt.
    Das Ergebnis, also die Form der Ausgangsspannung,
    ist sehr abhängig von der Eingangsfrequenz
    oder R und C.

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