Mal wieder: Einspruch, Euer Ehren
.. also die Inkrementalgeber die ich kenne, codieren im Gray-Code...
Hallo Dennis
Was Du meinst, ist kein „Inkrementalgeber“, sondern ein Positionsgeber.
Der Unterschied ist. Dass Du, wenn Du beide für den gleichen Zweck benutzt, z.B. eine Wegmessung, beim Inkrementalgeber extern die Startposition feststellen musst, dann aber mit einem einfachen Zählprogramm die zurückgelegte Wegstrecke feststellen kannst - auch über mehrere Umdrehungen des Gebers. Für die Übertragung brauchst Du nur zwei Kanäle, einen für den Zählimpuls und einen für den vor- bzw. nacheilenden „Richtungsimpuls“. Der Aufbau des Gebers ist relativ simpel.
Bei einem mit dem Gray-Code arbeitenden Positionsgeber brauchst Du pro Bit der zu übertragenden Positionsinformation einen Kanal. Das heißt, bei maximal 8 Positionen drei Kanäle, bei max. 16 Positionen 4 Kanäle bei max. 32 Positionen 5 Kanäle usw. Der Vorteil ist, dass Du auf die externe Feststellung der Startposition verzichten kannst, da der Geber Dir die absolute Position liefert. Hauptnachteil ist, dass Du , wenn Du den Geber als Drehgeber ausführen willst, alle erforderlichen Positionen auf einer Scheibenumdrehung unterbringen musst. Deshalb werden Positionsgeber mit Gray Code selten mit Scheiben mit mehr als 4 Bit (16 Positionen) ausgeführt. Für mehr Positionen werden nicht Scheiben, sondern Leisten verwendet.
Ein weiterer Vorteil der Inkrementalgeber gegenüber Positionsgebern im Gray-Code besteht darin, dass die Zählimpulse ohne weitere Umformung direkt für eine Geschwindigkeitsmessung verwandt werden können, während beim Positionsgeber alle Bits auf Änderung überwacht werden müssen, für die Bildung der Zählimpulse also Rechenleistung erforderlich ist.
Gruß
merimies