Drehstrommotor mit Frequenzumrichter

Von: , Frage gestellt am So, 7. Jun 2009

Hi,
ich muss erklären wieso man nen Motor der ne Nenndrehzahl von 1500 1/min nicht so einfach auf 50 1/min runter regeln kann. soweit ich weiss hat das was mit der eigenkühlung zu tun. wird auch der strom höher wenn man mit der frequenz runter geht???

Zweitens wollte ich fragen, ob mir jemand erklären kann was der Funktentstörfilter vorm FU macht??

Danke für detaillierte antworten.

gruß
mKs

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Drehstrommotor mit Frequenzumrichter

    Hallo mKs Ich muss erklären wieso man einen Motor der eine Nenndrehzahl von 1500 1/min nicht so einfach auf 50 1/min herunter regeln kann. Soweit ich weiß, hat das was mit der Eigenkühlung zu tun.
    Man kann, aber erstens muss der Motor ab einer bestimmten Drehzahlminderung fremdgekühlt werden, weil das angebaute Lüfterrad kaum noch Luft bewegt und zweitens muss man sich natürlich überlegen, ob eine Ausnutzung eines durchaus möglichen Regelbereichs 1:300 in den unteren Drehzahlen überhaupt noch Sinn macht. Da mit der Verringerung der Frequenz auch immer eine Verringerung der Klemmenspannung am Motor einhergeht, um den Motor nicht in die magnetische Sättigung zu treiben, kann der Motor in den niedrigen Drehzahlen kaum noch mechanische Leistung an der Welle abgeben. Wird auch der Strom höher wenn man mit der Frequenz herunter geht???
    Im Prinzip nein. Der Motorstrom richtet sich zwar immer nach der Belastung, aber der Nennstrom bleibt immer gleich. Das heißt: solange der Motorstrom, egal bei welcher Drehzahl, unter dem Nennstrom bleibt, betreibst Du den Motor im sicheren Bereich, Eine Überschreitung des Nennstroms bedeutet in jedem Fall eine Überlastung des Motors Zweitens wollte ich fragen, ob mir jemand erklären kann was der Funkentstörfilter vorm FU macht??
    Natürlich. Der Frequenzumrichter ist eine Zusammenschaltung eines Gleichrichters für die Netzspannung und eines nachgeschalteten dreiphasigen Wechselrichters.

    Der Gleichrichter lädt aus dem Netz über eine Drossel einen ziemlich dicken Elektrolytkondensator auf. Die Drossel und der Elektrolytkondensator sind die Hauptbestandteile des sogenannten Zwischenkreises, in dem die elektrische Energie, die aus dem Netz entnommen wurde, zwischengespeichert wird. Sie steht dort dem dreiphasigen Wechselrichter zur Erzeugung des Drehstroms wechselnder Frequenz zur Verfügung.

    Dazu werden die drei Phasen mit sehr hoher Frequenz ein- und ausgeschaltet. Die Flanken dieser Schaltvorgänge erzeugen natürlich hochfrequente Störungen bis in den für Rundfunk und Fernsehen genutzten Frequenzbereich um diese Störungen daran zu hindern, sich über die Anschlussleitungen des FU im Netz zu verbreiten, setzt man die Funkentstörfilter ein.

    Wenn Du genaueres wissen willst, schau mal hier nach:
    http://www.schurter.ch/downloads/upload/Fachvortrag_...

    Gruß
    merimies

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Drehstrommotor mit Frequenzumrichter

      Danke warst mir ne riesengroße hilfe!!!

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