Re^3: 3 Phasen aus 230V~ (1-phasig)
Hi,
ich hatte schon ein schlechtes Gewissen wegen der Antwort... Aber das Ziel ist erreicht: Jetzt kann ich schon erheblich mehr dazu sagen.
Ausgangsspannung: zwischen 10V und 100V. Allerdings muss die
Spannung konstant sein. Und zwar +/-0,1%.
Also bis wenige 10 V kann man noch gut eine relativ einfache, handliche Elektronik-Lösung mit Operationsverstärkern realisieren.
Netzsynchron soll die Ausgangsspannung sein.
Na ja, je nach Anforderung kann das einfach oder auch etwas aufwändiger werden.
Einige µW ist etwas wenig. Im mW Bereich sollte die
Ausgangsleistung schon liegen.
Bei einer Ausgangsspannung von z. B. 20 Veff und einem Ausgangsstrom von 10 mAeff, den man den OPVs zumuten kann, hätten wir sogar 200 mW.
Bei der Phasenverschiebung reicht auch eine Genauigkeit von
0,01°.
Das sind 20 ms / 36000 = ca. 0,5 µs. Angemessen und passend zu den 0,1% Spannungstoleranz, denn der max. Phasenfehler verursacht ungefähr genau so viel Fehler in der Summe der 3 Phasen wie der max. Amplitudenfehler.
Ok, bei der Taktung bin ich mir nicht sicher. Nehme mal an,
dass man die "glätte" des Sinus mit dem Klirrfaktor
beschreibt. Dann bleib ich doch einfach mal bei deinen
0,0001%!
Nicht nötig: Wenn wir den obigen Fehler als Maßstab nehmen, brauchen wir nicht in "Klirrfaktor" zu rechnen. Wir können sagen: Der Quantisierungefehler, die differentielle und die integrale Nichtlinearität zusammen sollen nicht größer als die 0,1% sein. Das ist mit relativ einfachen DACs ab 12 Bit zu erreichen.
Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich bisher nicht genannt
habe wäre die Baugröße des Ganzen. Ich habe ein Gehäuse von
15*20*20cm, in das es hineinpassen muss.
Das klappt. Mein Konzept wäre: Ein digital generierter und synchronisierter 3-Phasen Sinus (3 sog. NCOs mit gemeinsamen Mutteroszillator und Zähler), Taktfrequenz >= 1/0,01°, also >= 2 MHz, Übertragung der 3 digital generierten Sinussignale seriell über Opto- oder andere Koppler (Optokoppler wären wohl zu langsam) auf die 3 galvanisch getrennten DACs, die mit einfachen Tiefpässen ausgestattet sind (einfach, um Phasenfehler aufgrund von Toleranzen in der Analogschaltung zu vermeiden), und dann je Ausgang zwei Op-Amps in H-Brückenschaltung, um eine möglichst hohe Ausgangsspannung hinzubekommen (20 Veff sind dann sehr einfach zu erreichen). Jeder Kanal bzw. Ausgang braucht natürlich eine eigene, galvanisch getrennte Stromversorgung.
Was wird's, ein Laborversuch?
Grüße
Uwe