Härtetiefe bei Hertz´scher Pressung

Von: , Frage gestellt am So, 2. Apr 2000

Hallo Welt,

ich fecht hier grad nen Kampf mit der Hertz´schen Pressung. Ich hab mal gehört, wenn man die Werkstoffe härtet, dann sind die zul. Pressungswerte höher.

Kann man den Härtewert und die benötigte Härtetiefe berechnen(Randschichthärten erforderlich, da kein Durchhärten möglich)? Und wie berechne ich dann die Festigkeitswerte für den ungehärteten Werkstoff?

Hab schon zahlreiche Bücher gewälzt, aber bis jetzt anscheinend immer nur die falschen.

Gruß
Jochen

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: Härtetiefe bei Hertz´scher Pressung

    Hallo,
    sage uns bitte einmal was du härten willst !
    Ist es z.B. ein Zahnrad bzw. dessen Zahnflanken, so ist es richtig, dass der Kern, also das innere des Zahnrades nicht
    gehärtet werden darf, damit er bei Belastung zäh und elastisch bleibt,(wäre er
    durchgehärtet würde er brechen)die Zahnflanken jedoch werden Randschichtgehärtet, damit sie verschleißfest sind und eine höhere Hertzsche Pressung aufnehmen können.
    Über die Einhärtetiefe gibt es Erfahrungswerte.
    Hier ein Beispiel einer korrekten Angabe auf
    einer Konstruktionszeichnung für ein Zahnrad
    dessen Zahnflanken einsatzgehärtet werden :
    Zahnflanken einsatzgehärtet
    700+100 HV30
    Eht 600 HV 20 = 0,5+0,3
    Erklärung : Qualität der Härtung
    700 = Vickershärte nach DIN 50133
    +100 = zul. Abweichung der Vickershärte
    HV = Bezeichnung für Vickershärte
    30 = Kennziffer für die Prüfkraft
    ( 30 N:0,102=294,2N )
    Eht = Einsatzhärtungstiefe
    600 = Vickershärte für die Prüfung
    HV = wie oben
    20 = Kennziffer für die Prüfkraft wie oben
    0,5 = Einsatzhärtungstiefe in mm
    +0,3 = zul. Abweichung der Einhärtetiefe in mm .

    das war`s Gruß Wolfgang [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
      Re^2: Härtetiefe bei Hertz´scher Pressung

      Hallo,

      also gut, hier kommt mein Problem:
      Ich hab ein Rad-Schiene-System. Das Rad hat einen Außendurchmesser von 300 mm und ist 100 mm breit (größer geht nicht -> max. Einbauraum!). Die Hertz´sche Pressung liegt bei ca. 1100 N/mm². Die Schiene darf max. 35 mm dick sein, ein Durchhärten der Schiene ist nicht möglich, da ich einen elastischen Trägerunterbau habe (Durchbiegung ca. 1 mm/m, absolut jedoch max 2,5 mm). Am Rad machen Eindruckspuren und dgl. nicht viel aus, da es unter ner Abdeckung verborgen ist, jedoch sollte man auf den Schienen keine Einlaufspuren sehen.

      Ich hoffe, ihr seht jetzt nicht genausoviele Fragezeichen wie ich.

      Gruß
      Jochen

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