Re^3: Kraftverlauf bei Drehmaschinen
Hallo Ines,
es ist eine CNC-Schrägbett-Drehmaschine. Die Drehmeißel sind
in einem Werkzeugrevolver angeordnet. Mich interessieren
erstmal die statischen Kräfte, die auf die Führungsbahn beim
normalen Längsdrehen übertragen werden. Ich will das nicht zu
kompliziert gestalten, also wirklich immer nur den einfachsten
Fall betrachten. Ist meine Vermutung dann richtig, dass die
obere FüBahn auf Zug und untere auf Druck beansprucht wird?
Beim normelen aussen Längsdrehen gibt es 3 Vektoren.
Grundsätzlich wird der Meissel tangenzial nach unten gedrückt.
Allerdings versucht der Meissel zu Seite "auszuweichen" dies sowohl in längs als auch in radialer Richting.
Wenn die Eilgangsgeschwindigkeit vom Antriebsmotor abhängt,
wovon hängt denn ab, welchen Motor man verwendet?
Unter anderen vom Preis und dem technischen Aufwand für die Wegerfassung.
Oft werden Schrittmotoren verwendet, weil hier der Weg direkt über die Schrittzahl erfasst werden kann. Schrittmotoren können aber nur mit einer Rampe beschleunigt und abgebremst werden, da sie sonst "abreissen" und es keinen Zusammenhang mehr zwischen Schrittzahl und zurückgelegtem Weg mehr gibt.
Bei einer absoluten Wegerfassung, ist halt etwas aufwändiger und teurer, kann man dann Servomotoren verwenden, welche man, theoretisch, im Leistungs-Grenzbereich betreiben kann. Elektromotoren kann man kurzzeitig recht gut überlasten, da das Hauptproblem meist die Wärmeabfuhr ist und da kann man die thermische Trägheit (meist im Minutenbereich) ausnutzen.
Ich meine alle wollen kurze Bearbeitungszeiten und damit höhere
Eilgangsgeschwindigkeiten verkaufen.
Tja, die Technik ist immer ein Kompromiss zwischen den was technisch machbar ist und den was der Kunde auch noch bezahlt.
Mit roher Gewalt wäre da vieles zu erreichen, aber was bringt es wenn wegen der Beschleunigung dann das Wrkstück durch die Werkstatt fliegt ??
Deswegen dachte ich, es
könnte Werte geben wie Masseträgheit (Bremsweg), oder
reißender Schmierfilm bei Gleitführungen.
Ist halt auch wieder ein Kompromiss. Höhere Beschleunigung bedingt einen stärkeren Motor, welcher wiederum eine grössere Massenträgheit besitzt, welche dann einen noch stärkeren Motor .....
Zudem erzeugt eine höhere Beschleunigung auch höhere Kräfte, dann muss die ganze Konstruktion etwas massiver ausgeführt werden, was wiederum einen Motor ...
Tja und an irgendeinem Punkt, reicht dann die Materialfestigkeit nicht mehr aus und die ganze Maschine zerlegt sich selbst.
Der Schmierfilm ist dabei noch eines der kleineren Probleme.
Der Beschleunigungs und Bremsweg spielen auch eine Rolle, da du ja mit endlichen werten für die Beschleunigung und Verzögerung arbeiten musst und der Verschub auch nur eine endliche Grösse ist.
MfG Peter(TOO)