Hallo Tex, Hallo Karl-H.
wie kann man bei der Berechnung der Durchbiegung eines
Stahlprofiles ( im elastischen Bereich ) die Härte
berücksichtigen?
Gar nicht, die Härte hat da keinen Einfluss.
Indirekt kann man über die Härte die Zugfestigkeit abschätzen und daraus auf das Streckgrenzenverhältnis schließen, also auf die Streckgrenze (ist etwas höher als Elastizitätsgrenze, die aus meßtechnischen Gründen nicht genauestens definiert werden kann).
In der Formel für die Durchbiegung geht neben der Geometrie
des Profiles nur der E-Modul ein, der aber für alle
Stahlqualitäten gleich ist. Nach dieser Formel wäre also die
Durchbiegung bei gegebener Belastung bei einem Stahlprofil aus
einfachem Baustahl ebenso groß wie bei einem Profil aus
Federstahl.
So ist es. Nur hat Federstahl eine höhere Streckgrenze. Ein
Stahl höherer Streckgrenze verträgt mehr an Durchbiegung bzw.
Längung.
Im Elastischen Bereich! Innerhalb der Hookeschen Gerade also. Prüfling/ Werkstück federt (wie Gummi) vollständig zurück.
Hinweis: GG25 (ca. 110.000 N/qmm)biegt/längt sich IM ELASTISCHEN BEREICH doppelt soviel wie Stahl (ca. 210.000 N/qmm), Alu (ca. 70.000 N/qmm) etwa 3x soviel wie Stahl!
Gruß HR