Aussagekraft Steckgrenze Stahl S355 ist 510 N/mm²

Von: , Frage gestellt am Di, 20. Apr 2010

Die Aussage 510N/m² sagt mir, dass die Werkstoff S355 510 Newton pro mm² aufnehmen kann. Aber wie dick ist der Werkstoff bzw. wie kann ich das genau verstehen. Ist es eine Platte mit 1 mm oder 2 mm Dicke?

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 49 Minuten 0 hilfreich
    Re: Aussagekraft Steckgrenze Stahl S355 ist 510 N/

    Hallo Thomas
    Das besagt nicht mehr und nicht weniger als dass ein Stab mit einem Querschnitt von 1 mm² bei 510 N anfängt zu fliessen.
    Ein Stab mit 2 * 5 mm = 10 mm² kann demnach das 10fache an Last aufnehmen.
    Gruß
    Rochus

    • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Aussagekraft Steckgrenze Stahl S355 ist 510

      Hallo Rochus,

      wie viel kg kann ich an eine Stange aus S355, die Links und Rechts befestigt ist, (Durchmesser 5mm, Länge 1 m) hängen?

      Gruß,

      Thomas

      • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Aussagekraft Steckgrenze Stahl S355 ist 510

        Hallo Rochus,

        wie viel kg kann ich an eine Stange aus S355, die Links und
        Rechts befestigt ist, (Durchmesser 5mm, Länge 1 m) hängen?

        Hallo Thomas,

        wie ist die Stange gelagert (frei aufliegend oder eingespannt bzw. einzementiert? Wo soll die Last hängen (mittig oder verschiebbar über die ganze Länge), punktförmig angreifen oder als Streckenlast?

        Wolfgang D.

        • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Aussagekraft Steckgrenze Stahl S355 ist 510

          Eingespannt mit Streckenlast.
          Eingespannt mit Punktlast in der Mitte.

          • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
            Re^5: Aussagekraft Steckgrenze Stahl S355 ist 510

            Hallo Thomas,

            1.) :Eingespannt mit Streckenlast.
            2.) :Eingespannt mit Punktlast in der Mitte.

            Du schaust in die entsprechenden Musterlisten für Auflagekräfte und Einspannmomente.
            1.) M = F*L/8
            M = zulässiges Biegemoment kpcm
            L = Einspannlänge cm
            F = Kraft kp

            Ausserdem Sigma = M/W
            W = Widerstansmoment = pi*d³/32 cm³
            M_zul = W*Sigma_zul
            In Deinem Fall: W = 1,23*10^-2 cm³
            zul = max. zulässig

            Für Sigma setzt Du die zulässige Zugspannung in kp/cm² ein.

            1.) F_zul = 9,84*10^-4*Sigma_zul in (kp) zul. Kraft mittig.

            2.) q = Streckenlast kp/m
            q_zul = 1,48*10^-5*Sigma_zul in kp/m

            Achtung: Ich rechne noch mit den "alten" Einheiten.
            Irrtum vorbehalten.

            Gruß:
            Manni

  2. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Aussagekraft Steckgrenze Stahl S355 ist 510 N/

    Hallo, Die Aussage 510N/m² sagt mir, dass die Werkstoff S355 510
    Newton pro mm² aufnehmen kann. Aber wie dick ist der Werkstoff
    bzw. wie kann ich das genau verstehen. Ist es eine Platte mit
    1 mm oder 2 mm Dicke?
    Mein Tabellenbuch sagt mir, dass die Zugfestigkeit von diesem Stahl 510...680 N/mm² und die obere Streckgrenze bei 355 N/mm² bei einer Dicke < 16 mm beträgt.
    Du kannst also nur mit ca. 360 N/mm²(ohne Sicherheiten) rechnen.
    Ohne Sicherheiten rechnet aber eigentlich niemand.
    Nimm deshalb die zulässige Zugfestigkeit.

    Gruß:
    Manni

  3. Antwort von nach 10 Tagen 0 hilfreich
    Re: Aussagekraft Steckgrenze Stahl S355 ist 510 N/

    Guten Tag, Die Aussage 510N/m² sagt mir, dass die Werkstoff S355 510
    Newton pro mm² aufnehmen kann. Aber wie dick ist der Werkstoff
    bzw. wie kann ich das genau verstehen. Ist es eine Platte mit
    1 mm oder 2 mm Dicke?
    Hallo
    Die Fläche spielt bei der Angabe der Werkstoffkennwerte in n/mm²erstmal keine Rolle:
    Diese Werte werden im Zugversuch ermittelt und in einem Spannungs-Dehnungsdiagramm dargestellt. Bei der Angabe "Spannung" ist der Querschnitt berücksichtigt: Spannung = Kraft/Fläche.

    Früher (vor Normung) hat man das noch in einem Kraft-Verlängerungsdiagramm gemacht, hier kam es auf den Querschnitt an. Die Kraft muss ja in Abhängigkeit vom Querschnitt angegeben werden: Wenn ein Probestab von 1mm² Querschnitt mit z.B. 100 N belastet wird, resultiert daraus eine andere Verlängerung als bei einem Querschnitt von 2mm² und gleicher Belastung und natürlich gleichem Werkstoff.

    Bei der Angabe "Spannung" ist der Querschnitt berücksichtigt: Spannung = Kraft/Fläche.


    Die Frage ist, worauf kommt es an?
    - soll in Funktion eine bleibende (plastische) Verformung ausgeschlossen werden, dann ist die Streckgrenze (mit entsprechender Sicherheit ) als zulässiger Wert anzusehen, der BT-Querschnitt (gefärdeter Querschnitt = kleinster Querschnitt, besondere Querschnittbereiche und damit Kerbwirkungen- Spannungsspitzen beachten!) wird dann nur im elastischen Bereich bei entsprechneder Auslegung beansprucht.

    -wird eine plastische Formänderung in gewissem Bereich zugelassen
    dann ist die Zugfesigkeit max. zulässiger Wert

    wie ist die Belastung: gleichförmig, schwellend, wechselnd und wie Manni schon schrieb, Sicherheitsfaktor beachten.

    Nur zur Anmerkung: Streckgrenze ist der Bereich, in dem sich der Werkstoff elastisch verformt, nach Entlastung nimmt er aslo seine ursprüngliche Form wieder ein (o.k, 0,2% Dehngrenze ...), Zugfestigkeit ist die Angabe, bei der der Probestab zerstört wurde

    Gruss
    Marc

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