Telekom verarscht mich - mahnungen ohne grund

ich habe ein Problem mit der Telekom und würde gerne wissen wer noch und was für Tipps ihr habt.

Im Juni diesen Jahres habe ich mein Festnetz und DSL mit Flatrate einrichten lassen, Sachen wurden auch schnell geliefert und alles funktionierte einwandfrei. Die Rechnungen kamen pünktlich und alles passte. Die Kosten der Grundgebühren waren monatlich knapp 50 Euro, die ich von meinem wenigen Geld (Hartz IV) aufbringen konnte.

Im August überlegte ich mir eventuell eine billigere Wohnung zu suchen. Da ich aber von Bekannten hörte, die allerdings bei einem anderen Anbieter ist, dass das Ummelden von Telefon und DSL bei ihr etwa achzig Euro gekostet hatte, rief ich bei der Telekom an um mich zu erkundigen. Die Dame am Telefon versicherte mir es würde sich nur um ca. 25 Euro handeln. Ich gab nichts in Auftrag, da ich mich ja nur informieren wollte, ob ich mir einen möglichen Umzug überhaupt leisten könne.
Am 16.08. erreicht mich eine Auftragsbestätigung, dass mein Anschluss zum 02.10 in Griesstätt (hunderte Kilometer von mir entfernt) freigeschalten wird und eine Bereitstellungsgebühr von 59,95 fällig wird. Ich kannte den Ort bis zu diesem Zeitpunkt nicht, und hatte auch nie vor da hin zu ziehen.
Inzwischen wurde in dem Haus in dem ich wohnte eine kleinere Wohnung frei in die ich ziehen wollte.
Ich rief also bei der Telekom an und klärte (meiner Meinung nach) das mit dem verkehrten Anschluss in Griesstätt und gab gleich in Auftrag, dass der Anschluss nur in der neuen Wohnung unter mir frei geschalten werden soll. Bei diesem Gespräch fragte ich auch nochmal nach den Kosten und mir wurde wieder ca. 25 Euro gesagt.

Kurz darauf erhielt ich auch die richtige Auftragsbestätigung, dass der Anschluss wie gewünscht zum 01.09. umgeschalten wird. Auf dieser Auftragsbestätigung war der monatliche Grundpreis und die Übernahmegebühr von etwa 25 Euro o. MwSt. (einmalig) aufgeführt. Am 01.09. wurde freigeschalten und alles funktionierte auch.

Am 08.09. ging es dann los, ich bekam eine Mahnung über 23,80 + 1,00 Mahngebühr von einer Rechnung vom 24.08.06 die ich aber nie erhalten habe. Ich rief bei der Telekom an und die sagten mir, dass da was verkehrt gelaufen sei und die Rechnung nach Griesstätt geschickt wurde, sie wollten mir eine Kopie schicken und die Mahnung rückgängig machen, jedoch kam nichts an. Jedoch erhielt ich ein Schreiben auf dem Stand:

„vielen Dank für Ihren Anruf vom 14. September 2006. Unsere Recherche hat ergeben, dass aufgrund der fehlerhaften Berechnung der Rechnungslauf gestoppt wurde. Informationen für die fehlerhafte Berechnung erhielten Sie von uns schriftlich mit Datum vom 23.08.06. Die darin genannte Gutschrift befindet sich auf der nächsten Rechnung. … Ihr Kundenservice“

Informationen für eine fehlerhafte Berechnung habe ich nicht erhalten wie auch immer noch nicht die Rechnungskopie, ich rief also wieder bei der Telekom an und gab erneut in Auftrag mir die fehlende Rechnung und das Informationsschreiben zukommen zu lassen.

Endlich erhielt ich die Kopie der Rechnung die nach Griesstätt ging aber kein Informationsschreiben über fehlerhafte Berechnung. Ich wartete erst mal ab.

Mit Datum vom 22.09. kam dann auch meine nächste Rechnung bei mir an, auf der die Übernahmegebühren waren (25,81 Euro) auch war wie gesagt eine Gutschrift über 17,74 aufgeführt. Jedoch war mir nicht nachvollziehbar, warum eine Versandpauschale über 43,06 aufgeführt war, also rief ich mal wieder bei der Telekom an und mir wurde gesagt, es handle sich um die Versandpauschale von Juni wo ich den gesamten Anschluss in Auftrag gegeben habe, die würde immer erst später auf der Rechnung erscheinen und abgerechnet werden.
Ich gab mich mit dem Gespräch zufrieden und überwies den gesamten Betrag von 120,91, da Grundgebühren für den nächsten Monat im Vorraus verlangt wurden.

Da ich ja die Gebühren im Voraus zahlte traf mich der Schlag als ich am 23.10. dann wieder eine Rechnung über 160,38 erhielt. Es war eine Nacherhebung T-Online Entgelte aufgeführt über 86,16.
Ich rief mal wieder bei der Telekom an und wollte wissen was das ist. Die Frau (deren ihren Namen ich leider nicht aufgeschrieben habe) erklärte mir, es handle sich um die Gebühren für DSL; dass das in der neuen Wohnung geht. Ich erklärte ihr, dass ich extra angerufen und gefragt hatte wie viel Kosten auf mich zukommen und mir davon nichts gesagt wurde, sie meinte darauf, dass sie sich das schon gedacht hatte, dass ich die Information nicht bekam. Ich regte mich dann am Telefon ziemlich auf, dass alles schief geht, seit ich telefonisch einfach nur eine Auskunft wollte und mir es langt. Darauf sagte sie ich könne den Vertrag erst nächstes Jahr kündigen, aber sie könne mir 20 Euro Telefonkosten gutschreiben, für die Unkosten und den Ärger den ich hatte. Und den Betrag von 86,16 müsse ich zahlen, aber da alles so schief gelaufen ist, könne sie mir fürs kommende halbe Jahr die monatliche Grundgebühr über 17,19 gutschreiben, so dass der Betrag ausgeglichen sei. Auch wolle sie gleich stoppen, dass ich keine Mahnung bekomme und ich soll warten bis ich per Post bescheid bekomme. Sie leitet es weiter.

Post bekam ich auch nach ein paar Tagen, aber es handelte sich hierbei um ein T-Online Sicherheitspaket, wo ich monatlich 4,95 zahlen müsste wenn ich es nutze.
Ich habe es nicht in bestellt, gewollte und natürlich auch nicht genutzt. Weiter bekam ich erst mal nichts.

Mit Datum vom 07.11. kam dann eine Mahnung über 186,18 Euro, aufgeführt darin die Rechnung vom 24.08. die nach Griesstätt geschickt wurde und mir ja eigentlich nach meinem Verständnis doppelt berechnet und dann einmal wieder gut geschrieben wurde und der letzten Rechnung mit den darin aufgeführten 86,16 wo ich ja warten sollte mit dem Zahlen bis ich bescheid bekomme. Jeweils wurden auch Mahngebühren berechnet.

Vor ca. einer Woche war auf ZDF bei Frontal21 auch eine Reportage dran, von Leuten denen es ähnlich ging, jedoch haben die nicht auf die Mahnung reagiert und es flatterte ein Brief von einer Anwaltskanzlei Seiler und Kollegen ins Haus, wodurch der geforderte Betrag noch mehr stieg.

Ich habe überlegt ob ich einen Anwalt einschalten soll, der eine Brief an die Telekom schreibt, weil ich glaube wenn ich anrufe bringt dass nicht wirklich viel. Oder ich probiere es noch mal telefonisch mit Lautsprecher an und jemand der noch mithört (natürlich sage ich das der Person am Telefon dann auch, sonst mache ich mich ja strafbar) entweder schicken sie mir eine Gutschrift und nehmen es zurück und ich droh erst mal, dass ich wenn nichts passiert einen Anwalt einschalte…

Hilfe, weiß grad gar nicht was ich machen soll

Bevor Du zum Anwalt gehst, solltest Du Rat bei der Verbraucherberatung suchen.
Bei der Telekom sitzen auch nur Menschen, wer weiß, was da alles falsch gelaufen ist.
Ein sachlich abgefasster Brief hilft sicher. Der Ton macht es, schreibe so, wie Du selber angeschrieben werden wolltest, denn derjenige, der den Brief liest, kennt Dich und Deinen angestauten Ärger nicht.
Tabu sind Formulierungen genereller Unzufriedenheit oder Drohungen mit „Anwalt“, „Presse“ oder „Ich schreib an RTL“.
Hilfreich sind Formulierungen, dass Du seit X Jahren zufriedener Kunde bist und auch weiterhin Kunde bleiben willst, aber deshalb auch auf Klärung der letzten Unstimmigkeiten bestehst - im Sinne einer weitergehenden beiderseits zufriedenstellenden Geschäftsbeziehung :wink:

Hallo,

sobald irgendwo solche oder ähnliche Probleme auftreten, ist es
sinnvoll, sich schriftlich per Einschreiben sehr sachlich zu äußern.
Kostet zwar ein paar €, hat aber den Vorteil, daß man Beweise
hat. Angaben und Absprachen per Telefon kann man schlecht beweisen.
Gruß Uwi