ich wollte mal sehen, ob es hier ein paar Leidensgenossen gibt, die mir evtl. mit Rat/ eigener Erfahrung zur Seite stehen können.
Mir ist folgendes passiert:
Im Dezember 08 erhielt ich einen Anruf von der Telekom, ob ich als langjährige Kundin nicht in den Tarif call&surf wechseln wolle, kostet weniger als mein normaler Tarif und als Goodie sollte ich eine Gutschrift über € 250,-- erhalten. Ich sagte der Dame, dass ich Ende Juni 2009 meinen Haushalt auflösen werde und zu meinem Freund ziehen würde, der bereits über einen Anschluss bei einem anderen Anbieter verfügt( auch mit Laufzeit). Sie sagte, dies sei überhaupt kein Problem, ich könne von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.
Im Februar habe ich dann mal vorsichtig bei der Telekom nachgefragt, wo denn meine Gutschrift bleibt. Die wussten von nichts und so eine Aktion hätte es auch nie gegeben. Nachdem ich mich nochmals schriftlich an die Telekom gewandt habe, wurde mir dann „auf Kulanz“ eine Gutschrift von € 100,-- gewährt. Naja, nun aber der Schock: ich habe vergangene Woche meinen Anschluß per 30.06.09 gekündigt und bekomme eine Kündigungsbestätigung per 30.01.2011 !!
Bei der Servicehotline wird sich auf stur gestellt und auf eine 24 monatige Laufzeit gepocht, da ich nichts schriftliches vorweisen könne. ;-(
Für mich bedeutet das 19 x 35,- € in den Wind geschossen !!
Hallo,
so wie Du das beschreibst, hört es sich an als ob Du vorsätzlich getäuscht wurdest. Dann ist der Vertrag ungültig.
Falls Du den Vertrag über das Telefon abgeschlossen hast, könnte evtl. der Telefonist eine Provision erhalten haben oder intern als Vertragsmakler auftauchen.
Ich würde mich daher per Einschreiben bei der Telekom beschweren und den Vorfall möglichst detailliert mit Aussagen und Datum beschreiben. Evtl. lässt sich dies zurückverfolgen und der Mitarbeiter noch zur Verantwortung ziehen, falls er noch im Unternehmen beschäftigt ist.
Zusätzlich würde ich zur nächsten Verbraucherzentrale gehen und das rechtliche Vorgehen abklären. Die wissen, wenn so eine Masche häufiger angewandt wurde. Ebenso besitzt das Stichwort Verbraucherzentrale eine große Druckwirkung auf Unternehmen, die ein Markenimage haben.
Da sind sie wieder, die alles am Telefon glauben (kaufen) und dann gar nichts in der Hand haben, geschweige denn, den Tel.verkäufer wieder an den Hörer bekommen. Wenn dir doch klar war, das du nach ca. 6 Monaten zu deinem Freund ziehst und der nicht beim selben Anbieter ist, warum muß ich dann noch an meinem Altvertrag ändern? Haben die 250€ wieder gelockt?
Zur Sache, von der T-Com nachforsten lassen, welches Call-Center (meist sind es externe) den Vertrag vermittelt hat. Meistens finden die das schwarze Schaf und du könntest evtl. aus dem Vertrag raus kommen. Ich glaube aber, das du dann die Gutschrift zurück zahlen mußt. Würde ich auch evtl. mal anbieten, aber in einem netten Ton, dann sind die auch kulanter, als wenn jemand gleich mit allem droht.
Für die Zukunft mal an alle der Tip: Wenn Verträge, dann nur im Laden ändern, denn der Laden wird nicht so schnell verschwinden.
Grundsätzlich muss die Telekom aufgrund von Umzug kein Sonderkündigungrecht gewähren. Wenn die Dame dir das am Telefon gesagt hat, wäre das ein Kulanzangebot gewesen, woran andere Telekommitarbeiter nicht gebunden sind.
Ich würde dir aber auf jeden Fall raten, es so zu machen, wie es bereits beschrieben wurde: Genau beschreiben, per Einschreiben abschicken. In Zukunft bei solchen Gesprächen Gesprächspartner, Zeit und Datum aufschreiben, um später Druck machen zu können.
Mach auf jeden Fall deutlich, dass du sehr unzufrieden bist und wenn sie dann nicht drauf eingehen, dann haben sie dich halt als Kunden verloren. Wen denen das egal ist, kannst du aber leider nichts machen.
Grundsätzlich muss die Telekom aufgrund von Umzug kein
Sonderkündigungrecht gewähren. Wenn die Dame dir das am
Telefon gesagt hat, wäre das ein Kulanzangebot gewesen, woran
andere Telekommitarbeiter nicht gebunden sind.
Hallo,
so einfach ist das auch wieder nicht, da könnte ja jeder alles anbieten. Selbst wenn die Dame dazu gar nicht berechtigt ist, nach aussen ist ihre Zusage für die Telekom bindend. Allerdings ist es natürlich ein Problem, sowas auch zu beweisen.
Wenn ich im normalen Geschäftsverkehr von der Fa. XY ein Angebot bekomme, muss ich nicht nachprüfen, ob der Unterzeichnende dazu berechtigt war, das Angebot gilt und Ende. Im Zweifelsfall muss die Fa. XY ihren Mitarbeiter auf Schadensersatz verklagen. Wäre das anders, würde jeder Geschäftsverkehr zusammenbrechen.
Zwischenstandsbericht
Hier mal ein kleiner Zwischenstandbericht für diejenigen, die´s interessiert.
Anruf und schriftliche Problembeschreibung haben leider nichts gebracht, telefonisch wurde ich arrogant mit „haben sie was Schriftliches ?“ abgefiedelt, schriftlich hat man mir nur kommentarlos (und stillos) eine Kopie der Auftragsbestätigung gesandt.
Die Sache liegt jetzt beim Rechtsanwalt, Rechtsschutzversicherung sei dank !
Er sagte, juristisch nennt man das Wegfall der Vertragsgrundlage und das sich die Angelegenheit tatsächlich nach arglistiger Täuschung anhört.
Na, schauemn wir mal.
tatsächlich ist es so, dass bindend ist, was du als schriftliche Auftragsbestätigung bekommen hast. In der steht natürlich drinn, dass du 24 Monate gebunden bist und auch im Falle eines Umzuges (außer Ausland) kein Sonderkündigungsrecht hast. Sollte an der neuen Adress bereits Telekom DSL existieren, macht der Konzern eine Ausnahme und kündigt dich aus Kulanz.
Da es sich aber um einen Fremdanbieter handelt, fällt das alles weg und die Telekom legt dir gerne in der neuen Wohnung eine neue TAE Dose, um deinen Anschluss schalten zu können (ist natürlich kostenpflichtig, aber füf deinen Umzug können die nix).
Dass die Outbounderinn, dir was anderes gesagt hat, ist natürlich eine Unverschämtheit und wir können alle nur hoffen, dass die Dame irgendwann damit auffliegt. Vielleicht hat sie es auch nicht besser gewusst. Was auf jeden Fall auszuschließen ist, dass du sie jemals wieder findest. Telekom Agenten sind aus Guten Gründen besser geschätzt, als Geheimagenten. Deshalb gilt es immer den schriftlichen Vertrag durchzulesen, da er innerhalb von 14 Tagen problemlos storniert werden kann.
In deinem Fall jetzt zu spät ich weiß.
Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann hilft entweder nur die Einsicht, also zahlen, oder so lange schriftlich reklamieren, bis einer dich aus Kulanz kündigt.
Hallo,
wenn die Telekom einen Vertrag ändert, bekommt man das schriftlich. Spätestens dann sollte man sich die Mühe machen und die Lupe raus holen. (Ja, ich finde, die Mindestdruckgröße der Buchstaben sollte bei Verträgen mal gesetzlich vorgeschrieben werden)
Okay, spätestens dann hätte man gemerkt, das hier was nicht stimmt und hätte Einspruch einlegen können.
Was, nichts Schriftliches erhalten? Dann auch keine Vertragsänderung bekommen.