Meine Mutter hat Alzheimer. Manchmal passiert es meinem Vater leider, dass sie unbemerkt verschwindet. Sie kann nicht mehr sprechen, und wir suchen dringend nach einer Möglichkeit, sie in so einem Fall aufspüren zu können, umk der Polizei ihre stundenlange Suche zu ersparen. Soweit ich bis jetzt erfahren habe, geht das aber nur bei Häftlingen in Form von elektronischen Fußfesseln. Es gibt seit kurzem ein einfaches Telefon, das allerdings meine Mutter benützen müsste- nur dann könnten wir sie lokalisieren- und das kann sie nicht. Sie würde es auch nicht ständig bei sich tragen. Weiß ein Techniker von einer legalen Alternative? Unser Fall ist ja kein Einzelfall.
Hallo,
technisch wäre das mit der „Fußfessel“ auch bei Alzheimerpatienten o.ä. kein Problem, rechtlich aber schon.
Ich bin kein Jurist, aber (Vormundschafts-)Gerichte lehnen derartiges soweit ich weiß grundsätzlich ab, weil es ein zu großer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte darstellen würde.
Es gibt (mindestens als Prototypen) „Armbanduhren“ mit eingebautem Notrufsender. Da braucht man nur „draufdrücken“ und es läuft eine Meldung mit Standortangabe bei einem Anderen (oder einer Notfallzentrale) auf. Das dürfte rechtlich noch einwandfrei sein.
Für Kinder (da stimmend die Erziehungsberechtigten zu) gibt es auch Handys mit GPS-Empfänger (geht im Prinzip auch mit jedem anderen Handy mit GPS-Empfänger), die man auch ohne zutun dessen, der es trägt orten kann, sofern es nur eingeschaltet ist. Jemanden sowas „unterzuschieben“ geht dann aber wieder in Richtung Fußfessel…
Cu Rene
Danke- die rechtlichen Probleme sind mir bekannt, mein Vater ist Jurist. Er hat für meine Mutter die Sachwalterschaft.
Die Möglichkeit mit den Armbanduhren kenne ich von der Caritas in Österreich. Sie setzt voraus, dass meine Mutter auf den Knopf draufdrückt- und genau das kann sie nicht, weil sie die Notwendigkeit dessen nicht mehr begreift. Es kann höchstens jemand anders tun, der sie findet. Ich weiß auch nicht, ob sie diese Uhr tragen würde. Doch ich werde meinem Vater diese Idee unterbreiten. Jedenfalls danke für die Antwort!
andere Möglichkeiten, das Ausbüxen zu verhindern
Hallo Dietlinde,
ich würde an der Haustür ansetzen, damit es gar nicht erst zum unbemerkten Verschwinden kommt.
- Möglichkeit: innen montiertes Codeschloß, z.B. sowas
http://www.sicherwohnen.com/Codeschloesser/Mechanisc…
oder günstiger (aber Stromversorgung erforderlich):
http://www.sicherwohnen.com/Codeschloesser/Codeschlo…
- Möglichkeit: Funk-Bewegungsmelder mit akustischem Signal, entweder im Flur montiert oder mit Öffnen der Haustür gekoppelt.
Das Empfänger-Gerät (=Signalgeber) braucht nur in irgendeine Steckdose im Haus/Wohnung gesteckt zu werden. Der akustische Alarm dauert solange, bis er abgeschaltet wird. Man kann da also auch nichts überhören.
Leider weiß ich den Hersteller für das Gerät, das ich kenne, nicht und finde deswegen auch keinen Link.
Wenn das für Dich von Interesse wäre, würde ich nochmal googlen.
Gruß Gudrun
Ausbüxen passiert nicht mehr zuhause
Hallo Gudrun! Mein Vater hat nach ein paar Erlebnissen die Haustür abgesichert. Es geht um die Momente, wenn er mit meiner Mutter unterwegs ist- im Urlaub, einkaufen usw. Er ist schon 76, und er braucht nur kurz wegschaun- weg ist sie. Vielleicht findest Du also doch noch was! Danke- Dietlinde
Hallo,
es gibt GPS (Peil)Sender, z.B. ubiboxXS: http://tracking-live.com/index.php?option=com_conten…
Kenne soetwas hauptsaechlich aus dem Heimtierbereich (Katzen,Hunde) und da gibt es natuerlich auch noch guenstigere Loesungen: http://www.miaufinder.de/produkte Das sind dann richtige Peilsender, d.h. man muss mit einem Empfaenger die Strassen absuchen bis man den Sender gefunden hat.
Dafuer entstehen hier aber auch weniger Kosten.
Ciao! Bjoern
Hey, das ist super! Viiiiiiiiielen Dank für diese zwei Links! Ich habe sie mir angeschaut und denke mir, mein Vater wird eins dieser zwei Dinge bestellen und z.B. am Uhrband meiner Mutter „einbauen“. Ich halte nEuch am Laufenden, es interessiert ja sicher auch andere! LG, Dietlinde
Eine andere Möglichkeit, die allerdings das mitführen eines Handys voraussetzt ist z.B. ein o2 Handy, Du kannst im Handyfinder des o2-Portals dann das Handy finden.
Voraussetzung dafür ist, nur eine einmalige Registrierung des Handys im Portal.
Diese Möglichkeit ist jedenfalls ohne große Investitionen zu realisieren, hat halt nur den Nachteil, dass das Handy mitgeführt werden muss, aber das könnte man ja vielleicht an eine Gürteltasche o.ä. befestigen. Der Akku sollte natürlich auch entsprechend geladen sein.
Gruß aus Hamburg
Knud Schiffmann
http://schiffmann.com
Hallo,
wenn ich mein Handy da suchen lasse (liegt hier auf dem Tisch neben mir), liegt es angeblich ca. 1,5km entfernt auf einer Kreuzung. So genau kennt man den Aufenthaltsort meist selbst.
In der Stadt mag das zugegeben genauer gehen, aber über GPS hat man sofort eine Koordinate mit der man wirklich was anfangen kann ohne eine Hundertschaft der Polizei zur Suche zu brauchen.
Cu Rene
Hallo! Danke für die Idee! Wir wohnen allerdings in Österreich, da macht ein o2-Handy keinen Sinn, und hier ist es aus Datenschutzgründen nicht erlaubt, den Standort von Handys ausfindig zu machen. Beispiel: ein 13jähriges Mädchen war anderthalb Jahre lang abgängig, und die Polizei weigerte sich, ihr Handy anzupeilen, obwohl sie davon immer wieder Gebrauch machte und gefunden hätte werden können. Sie meinte, das Mädchen sei davongelaufen. Davongelaufen war es auch- zum Onkel, mit dem es eine Liebesbeziehung hatte und zusammenlebte. Er stand auch unter Verdacht des sexuellen Missbrauchs, war aber obdachlos, und dadurch schwer auffindbar…
Ein Handy könnte meine Mutter sonst schon mitführen, sie hat fast immer ihre Handtasche bei sich.