Sind schnurlose Telefone gefährlich?

Bonjour Freunde,

isch habe gehört, daß schnurlos Telefone (ich selber habe das Siemens Gigaset) eine Gefahrenquelle darstellen können. Angeblich sollen die Funkwellen auf „einer Herzfrequenz“ strahlen. Wer weiß etwas darüber? Gibt es wohl Internetseiten die dieses Thema behandeln? Wie kann man sich wehren? Was sagen die Hersteller?

Merci
Willi

schau mal hier: http://www.baubiologie.net/
oder da: http://www.dect-telefone.purespace.de/

wehren kannst du dich eigentlich nicht. die wellen der schnurlostelefone sind ja beileibe nicht die einzigen, die dich umgeben. da wär noch radio, fernsehen, computer…

gruß

michael

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

die größte Gefahr geht von den Dingern von der Antenne aus!

Wenn du nämlich stolperst kann sie dir ganz eklig ins Auge pieken! Aber bei nem Schnurgebundenen besteht die Gefahr, sich in der Schnur einzuwickeln und zu ersticken. Also so oder so ist es scheiße.

:wink:

ok, nich ganz ernst gemeint, aber etwas schon. Je nachdem, auf welcher Seite du stehst, wirst du ganz genau belegt bekommen, wie schädlich oder unschädlich solche Teile sind. Eine thermische wirkung ist unbestritten, eine direkte elektromagnetische einwirkung/störung auf das gewebe, die nicht reversiebel ist, wurde wohl noch nie am lebenden objekt nachgewiesen. also, du mußt es für dich entscheiden. ich würde mir darum nicht so viele sorgen machen.

aber du wolltest ja links :frowning: habe aber leider keine

tschau

keine Panik
Mio. Handynutzer halten sich Ihre HF-Strahler
mit Abstrahlleistung von mehreren Watt immer schön
dicht ans Hirn.
Dagegen sind die wenigen Milliwatt eines DECT-Tel.
wohl recht harmlos. Was hier von überempfindlichen
Leuten bemängelt angesprochen wird, ist die
Tatsache, daß die HF-Strahlung in einer Weise
moduliert wird, für wir evtl. empfänglich sind.
Aber wie gesagt, es geht nur um ein paar Milliwatt
und bekanntlich macht die Dosis den Effekt.
Gruß Uwi

Hi Uwe!

Mio. Handynutzer halten sich Ihre HF-Strahler
mit Abstrahlleistung von mehreren Watt immer schön
dicht ans Hirn.
Dagegen sind die wenigen Milliwatt eines DECT-Tel.
wohl recht harmlos.

[skipped]

und bekanntlich macht die Dosis den Effekt.

Das sind immerhin 10 mW (bei Siemens) und das bei 1900 und mehr MHz… Bei Handys sind’s 1-2 W bei 1800 MHz (e-netz) Grob gesagt 10x weniger Leistung, nun denk aber dran wie lange du mit nem Handy und mit einem DECT-Telefon sprichst (bei mir 10 Min. Handy 1-2 Std. DECT) Und das hälst du ja auch ans Hirn oder?

Noch die zweite Sache, das ich erwähnen wollte: die Frequenz: wie schon gesagt Siemens 1,9 GHz, Panasonic bis 2,4 GHz und Mikowellenherd IMHO ca. 3 GHz :wink:) Da fühle ich mich mit 900 MHz D-Netz Handy wohler. :wink:)

Ich wollte bewusst keine Aussage zum Thema „Gefährlich“ machen, das ist nicht bewiesen, das soll jeder für sich entscheiden.

MfG
Andreas

es ist ein weites Feld

Das sind immerhin 10 mW (bei Siemens) und das bei 1900 und
mehr MHz… Bei Handys sind’s 1-2 W bei 1800 MHz (e-netz) Grob
gesagt 10x weniger Leistung, nun denk aber dran wie lange du
mit nem Handy und mit einem DECT-Telefon sprichst (bei mir 10
Min. Handy 1-2 Std. DECT) Und das hälst du ja auch
ans Hirn oder?
Noch die zweite Sache, das ich erwähnen wollte: die Frequenz:
wie schon gesagt Siemens 1,9 GHz, Panasonic bis 2,4 GHz und
Mikowellenherd IMHO ca. 3 GHz :wink:) Da fühle ich mich mit 900
MHz D-Netz Handy wohler. :wink:)

Die 10mW stören mich eben überhaupt nicht.
Wenn schon der Vergleich mit Mikrowelle, dann dazu

  1. Es geht dabei gerade um die termischen Effekte.
    Mikrowelle mit einigen hundert Watt gegeüber
    10 Milliwatt bei DECT oder auch 1…2 Watt beim Handy.
    Dabei wird nur ein kleinerer Teil vom Köper absorbiert.
    Da sind sich ziemlich alle Wissenschaftler einig, daß
    da die termischen Effekte nicht gefählich sein sollen.
  2. Die Resonanzfrequenz vom H2O-Dipol liegt bei 10MHz.
    Angeregt wird auch bei Wellenlängen mit vielfachen der
    Resonanzfrequenz also z.B. Mikrowelle bei ca. 4Lambda
    (ca2.5GHz) aber auch bei 5Lambda -> ca.2GHz oder auch
    10Lambda -> 1GHz.

Ich wollte bewusst keine Aussage zum Thema „Gefährlich“
machen, das ist nicht bewiesen, das soll jeder für sich
entscheiden.

Eben, das ist das Problem. Es gibt viele Aussagen dazu.
Hat zum Thema gerade eine Artikel in Computerzeitung gelesen.
Trau mich fast nicht den Titel zu nennen (Computerbild), weil
ich sonst Zeitungen dieses Namens eigentlich nie lese.
Trotzdem einige interessante Aspekte:

  1. Die Leute nehmen die Gefährlichkeit in Verbindung mit dem
    Abstand wahr. Je dichter am Sendemast, desto gefählicher.
    Messsungen beweisen aber, daß die Stahlenbelastung unter
    einem Mast aber sehr gering ist, wegen der
    Abstrahlcharakteristik der Antennen.
  2. Die meisten Symtome deuten nicht auf physiologische sondern
    auf Angstsymtome hin.
    Gag-Aussage dazu: Seit man in England die Sendetürme als
    Bäume tarnt, haben die Beschwerden abgenommen!
    und: Wer verhindert, daß Kirchtürme (hohe Bauwerke) als
    Sendemasten genutzt werden, tut sich einen Bärendienst.
  3. Wer das Geld für eine wissentschaftliche Untersuchung gibt,
    bestimmt auch mitm, was als Ergebnis rauskommen soll!
  4. Zig Mio. Handynutzer werden zunehmend belastet. Wenn
    denn gesundheitliche Schäden entstünden, müßte sich das
    ja irgendwie in Krankenstatistiken zeigen, tuts aber nicht.
    Wenn im Zusammenhang mit Vieltelefonierer, dann eher weil
    es eben Leute sind, die sowieso gestreßt sind, weil sie
    das handy nicht ausmachen können.
    Alles in allem wird eine Gefährdung als sehr unwahrscheinlich
    angesehen. Trotzdem wird durch viele Leute (auch Wissen-
    schaftler) eine Angstphychose geschürt. Das geht auch deshalb
    so gut, weil das Handy noch nicht die gleiche gesellschaftliche
    Anerkennung gefunden hat, wei z.B. das Auto, hier gibt’s dagegen
    tätsächliche Gefährdung -> ca 5000Tote , zig tausend Verletzte.

Wer aber natürlich Bedenken hat, der sollte eben doch das
Handy nur bei Notwendigkeit benutzen und das DECT nicht
neben sein Bett stellen.
Gruß Uwi

Und wie erklärst Du Dir das?
Ich weiss von einem kleinen Ort in Hessen, da hat man auf einem Mehrfamilienhaus einen D-Netz-Sender gestellt. Protest überall, und plötzlich, ab einem bestimmten Tag klagten die Bewohner unter Schlafstörungen, Unwohlsein, Kopfschmerzen etc. Es stellte sich HINTERHER (ohne Wissen der Bewohner) heraus, dass der Turm erst ab genau diesem Tag aktiv war, obwohl er schon seit einiger Zeit dort stand. Wie erklärst Du das denn nun??? Alles Einbildung? Wohl kaum!

Ich weiss von einem kleinen Ort in Hessen, da hat man auf
einem Mehrfamilienhaus einen D-Netz-Sender gestellt.

Gerade darum geht es ja, Sendemasten sollen hoch sein
und Bewohner nicht dicht dran wohnen.
Bei einer Antenne auf dem Mehrfamilienhaus kann
wahrscheinlich nicht die Rede von hoch sein und zumindest
die Bewohner der oberen Etagen sind der Anttene dann wirklich nahe.

Protest
überall, und plötzlich, ab einem bestimmten Tag klagten die
Bewohner unter Schlafstörungen, Unwohlsein, Kopfschmerzen etc.
Es stellte sich HINTERHER (ohne Wissen der Bewohner) heraus,
dass der Turm erst ab genau diesem Tag aktiv war, obwohl er
schon seit einiger Zeit dort stand.

Also, ob sich das Einschalten des Sendemastes auf dem Haus
heimlich machen läßt, bezweifle ich stark.
Erstens müste ja zum Einschalten ihrend ein Techniker
auf’s Dach geklettert sein (was in einem Mehrfamilienhaus
sicher nicht unbeobachtet bleibt.
Zweitens merkt wohl jeder Handybenutzer an der Feldstärke-
anzeige, daß über Nacht plötzlich eine neue Station in der
Nähe arbeitet.

Wie erklärst Du das denn
nun??? Alles Einbildung? Wohl kaum!

Möglich, daß es Leute gibt, die auf bestimmte Reize empfindlich
reagieren. Wenn aber schlagartig alle Leute sich krank fühlen,
wobei sie sich schon seid Wochen über die Antenne aufgeregt
haben, dann ist das wohl eher der Gegenbeweis.
Für einen Blindversuch halte ich es nicht.
Wenn es wirklich allgemeingültig wäre, dann mußten inzwischen
die Artzpraxen voller D-Netz geschädigter Leute sein, weil
es inzwischen im Land tausende Antennen gibt, davon in
Stadtgebieten auch sicher sehr viele nahe Wohnhäusern.
Gruß Uwi

Ich weiss nicht, ob ALLE Bewohner des Hauses sich schlagartig schlecht gefühlt haben. Zumindest einige waren es. Ausserdem musste da alle paar Tage jemand hoch zum Montieren, Anschliessen etc. Da konnten die Bewohner vorher gar nicht wissen, ab welchem Tag denn nun das Ding in Betrieb war.
Ausserdem: Natürlich sind die Praxen der Ärzte NICHT voll von Leuten, die krank von D-/E-Netz-Telefonstationen o.ä. sind. Ist doch logisch, bei der Vielzahl der Einflüsse die man heute hat. Man hat Beschwerden, aber denkt, naja das geht vorbei oder schiebt es auf eine Allergie oder wie auch immer…
Bloss in diesem Fall war es ja wohl eindeutig!
Übrigens: Nicht alle Menschen reagieren gleich, manche sind empfindlicher, manche eben nicht. Das heisst aber nicht, dass die, die empfindlich sind, sich das nur einbilden! Übrigens gebietet es gerade die Vielzahl der Umwelteinflüsse, die wir heute haben, zu Vorsicht mit jeder zusätzlichen Einwirkung euf den Organismus.
Wenn man immer erst handelt, bis eine negative Auswirkung auf den Körper zu 100,000% bewiesen ist, ist es garantiert viiiieeeel zu spät! Muss es denn immer erst schwere Krankheitsfälle geben, ehe man wach wird??? Ich möchte mal sehen, was passiert, wenn der erste Krebsfall 100%ig aufgrund Mobilfunk nachgewiesen wird. Dann werden alle schreien: "Die Industrie ist schuld, die Regierung, die Grenzwert-normungskommissionen, und und und…
Dafür hab ich nur einen Spruch übrig:
Leute, Ihr habt den Kopf zum denken! Seid doch mal eigenverantwortlich Eurem Körper gegenüber! Und glaubt doch um Gottes Willen nicht immer alles was die Industrie Euch glauben lassen möchte. Denn die will nur eins: Produzieren+Verkaufen was das Zeug hält. Alles andere ist denen wirklich EGAL!!! (ich weiss wovon ich rede, bin selber Ingenieur in einem Industrieunternehmen und habe mit Handyantennen zu tun)
„Die Industrie wird schon nichts auf den Markt bringen, was den Verbraucher schädigen kann, das darf die doch gar nicht. Das wird schon alles überprüft sein“ Wie naiv muss man denn sein um sowas zu glauben?

1 „Gefällt mir“

Ich noch mal,
keinesfalls wollte ich behaupten, daß es Elektrosmog nicht
geben kann.
Ich kann auch zu dem geschilderten Fall nichts weiter sagen.
Allerdings bin ich auch skeptisch, wenn solche pauschalen
Schlußfolgerungen gezogen werden. In Deinem Posting hast Du
die Behauptung aufgestellt, daß die Bedingungen entsprechend
einem Blindversuch vorhanden waren, und gerade diese
Behauptung ist in diesem Zusammenhang sehr zweifelhaft.
„Dann wurden die Bewohner krank“, jetzt sind nur noch
„einige“!
Wie gesagt, daß der Sender eingeschaltet wurde, war sicher
kein Geheimnis, deshalb kann man die angenommene Unkenntnis
dieses Sachverhaltes nur in treuen Glauben annehmen.
Ich denke auch, daß die verbitterten Anwohner auch nicht
zugeben würden, daß Sie Kenntnis über die Einschaltung hatten.
Vielleicht hat der Techniker ja auch kurz mit irgend einem
Mieter geschwätzt.
Wie auch immer, wäre es so einfach die physiologischen
Wirkungen zu registrieren, dann wäre es längst gelungen einen
wissenschaftlichen Beweis zu erbringen. Aber ganz so einfach
ist es offensichtlich doch nicht.
Abgesehen davon, bin ich auch skeptisch, was die evtl. Wirkungen
von Handys angeht. Ich glaube aber auch, daß die rel. hohe
Leistung der Antenne dicht am Gehirn eher eine Wirkung hat,
als eine Stationsantenne in vielen Metern Abstand.
Ich bin eigentlich kein Fan von Gefährlichkeitsdiskusionen,
da diese meist unsachlich und ohne Bezug zur Realität geführt
werden.
Wenn es z.B. um Lebensgefahr geht, müßten zunächst erst mal Zigaretten und Alkohol verboten werden. Daran steben jedes
Jahr einige Tausend Menschen (was wissentschaftlich beweisbar
ist). Auto sollten ebenfalls sofort verboten werden
(7000 Tote jedes Jahr). Es gibt weitere mörderischen
Belastungen. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit bei der
Gefährlichkeitsdiskusion? Es geht doch wohl eher um Gefahren,
die derzeit nicht nachzuweisen sind, zumindest wenn die
vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden.
Gruß Uwi

Ich noch mal,
keinesfalls wollte ich behaupten, daß es Elektrosmog nicht
geben kann.
Ich kann auch zu dem geschilderten Fall nichts weiter sagen.
Allerdings bin ich auch skeptisch, wenn solche pauschalen
Schlußfolgerungen gezogen werden. In Deinem Posting hast Du
die Behauptung aufgestellt, daß die Bedingungen entsprechend
einem Blindversuch vorhanden waren, und gerade diese
Behauptung ist in diesem Zusammenhang sehr zweifelhaft.
„Dann wurden die Bewohner krank“, jetzt sind nur noch
„einige“!

>>> Es ist ein Fall, den ich nur noch aus dem Gedächtnis weiss. Wenn wir hier die Worte so auf die Goldwaage legen, brauchen wir nicht weiterzudiskutieren. Im Übrigen finde ich es merkwürdig, dass nur bei denjenigen, die der Meinung sind, dass „Elektrosmog“ Wirkungen auf Menschen hat, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird. Erscheint irgendetwas nicht 100%ig stimmig aufgrund der Wortwahl, so wird gleich die gesamte Sache an sich in Zweifel gezogen.
Die Gegenseite hingegen braucht nur zu behaupten, dass das Thema „Elektrosmog“ sowieso blödsinnig ist, sonst hätte es ja schon Tote geben müssen, dann glaubt Ihnen jeder (weil man´s wohl glauben WILL). Braucht keine Tatsachen zu beinhalten, und wissenschaftliche Fundierung sowieso nicht.

Wie gesagt, daß der Sender eingeschaltet wurde, war sicher
kein Geheimnis, deshalb kann man die angenommene Unkenntnis
dieses Sachverhaltes nur in treuen Glauben annehmen.
Ich denke auch, daß die verbitterten Anwohner auch nicht
zugeben würden, daß Sie Kenntnis über die Einschaltung hatten.
Vielleicht hat der Techniker ja auch kurz mit irgend einem
Mieter geschwätzt.
Wie auch immer, wäre es so einfach die physiologischen
Wirkungen zu registrieren, dann wäre es längst gelungen einen
wissenschaftlichen Beweis zu erbringen. Aber ganz so einfach
ist es offensichtlich doch nicht.

>>> OK, dass es ein 100,00%iger Blindversuch ist, kann man vielleicht nicht behaupten. Aber er deutet auf die Wirkungen ziemlich deutlich hin…

Abgesehen davon, bin ich auch skeptisch, was die evtl.
Wirkungen
von Handys angeht. Ich glaube aber auch, daß die rel. hohe
Leistung der Antenne dicht am Gehirn eher eine Wirkung hat,
als eine Stationsantenne in vielen Metern Abstand.

>>> Ich weiss auch, dass es nur im Nahfeld zur Zeit nachweisbare Beeinflussungen auf den Menschen gibt. Aber entferntere Wirkungen will ich trotzdem nicht von der Hand weisen. Es ist Fakt, dass es NIE bewiesen wurde, dass es im näheren Fernfeld so eines Senders (vielleicht 10 bis 50m Abstand) KEINE gesundheitlichen Risiken gibt.

Ich bin eigentlich kein Fan von Gefährlichkeitsdiskusionen,
da diese meist unsachlich und ohne Bezug zur Realität geführt
werden.
Wenn es z.B. um Lebensgefahr geht, müßten zunächst erst mal
Zigaretten und Alkohol verboten werden. Daran steben jedes
Jahr einige Tausend Menschen (was wissentschaftlich beweisbar
ist). Auto sollten ebenfalls sofort verboten werden
(7000 Tote jedes Jahr). Es gibt weitere mörderischen
Belastungen. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit bei der
Gefährlichkeitsdiskusion?

>>> Stimme ich Dir zu. Ich habe vielleicht mich nicht klar genug ausgedrückt. Es geht mir NICHT darum, dass man Handys verbietet, sondern dass man verantwortumgsvoll und lieber etwas vorsichtiger mit Handys etc. umgeht und vor allem der MÖGLICHEN Gefahren bewusst ist! Viele in meinem Bekanntenkreis machen dicke Augen, wenn ich Ihnen davon erzähle. Die haben noch nie davon gehört. Übrigens gibt es zum Thema Zigaretten, Alkohol, Auto einen gravierenden Unterschied: Man kann sich der elektromagnetischen Wellen nicht entziehen, egal wo man wohnt. Zigaretten, Alkohol und auch Autos zumindest bis zu einem gewissen Maße schon…

Es geht doch wohl eher um Gefahren,

die derzeit nicht nachzuweisen sind, zumindest wenn die
vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden.

>>> Ja, und die Grenzwerte werden teilweise in Zusammenarbeit mit der Industrie festgelegt. Beispiel Mikrowellenherde: In der Kommission, die damals die maximale Leckstrahlung dieser Geräte festgelegt hat, sassen mehrheitlich Vertreter der Industrie… (!!!) Das sagt doch alles, oder?
Wie gesagt, ich bin nicht technik- oder industriefeindlich. Aber vielleicht etwas kritischer damit…

Gruß Uwi

Gruß Werner

1 „Gefällt mir“

Zum Abschluß des Themas.
Hallo,
eigentlich haben wir gar nicht mal so unterschiedliche
Meinungen zum Thema, und über Details brauchen wird
nicht mehr streiten.

Was mich an allen möglichen Gefährlichkeitsdiskussionen
stört, ist folgender Zusammenhang:
Egal wer einen Verdacht äußert (oft schon Fachleute),
bekommt aus einer bestimmten Ecke sofort große Zustimmung.
Das Thema wird dann mit größtem Sendungsbewustsein und meist ohne weitere Beachtung von Sachkompetenz in die Welt
hinausposaunt und ausgewalzt. Dann zählen nur noch die
Aussagen und Indizien, die die Gefährlichkeitshypothese
unterstützen, auch wenn mit wissentschaflichen Mitteln
ganz andere Schlußfolgerungen zu ziehen sind. Natürlich
sind dann alle Leute beunruhigt (vor allem ältere Leute,
weil früher gabs sowas nicht).
Gruß Uwi

PS: Es gibt auch Leute, die ihr Bett nach Wasseradern unterm Haus ausrichten oder die Steckdosen im Schlafzimmer
spannungsfrei schalten usw.
Gruß Uwi

Was mich an allen möglichen Gefährlichkeitsdiskussionen
stört, ist folgender Zusammenhang:
Egal wer einen Verdacht äußert (oft schon Fachleute),
bekommt aus einer bestimmten Ecke sofort große Zustimmung.
Das Thema wird dann mit größtem Sendungsbewustsein und meist
ohne weitere Beachtung von Sachkompetenz in die Welt
hinausposaunt und ausgewalzt. Dann zählen nur noch die
Aussagen und Indizien, die die Gefährlichkeitshypothese
unterstützen, auch wenn mit wissentschaflichen Mitteln
ganz andere Schlußfolgerungen zu ziehen sind. Natürlich
sind dann alle Leute beunruhigt (vor allem ältere Leute,
weil früher gabs sowas nicht).

>>> Das ist doch bei allen Sachen so, speziell in bestimmten „Reisser“-Medien wie Bild-Zeitung oder RTL. Das hat mit speziell dieser Materie nichts zu tun. Im Übrigen habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass es in diesem Falle genau umgekehrt ist. Alles was sich der Laie nicht „vorstellen“ kann gibt´s sowieso nicht. Hier macht sich zunehmend Naivität („es kann nicht sein was nicht sein darf“) und mangelnde Eigenverantwortlichkeit breit (nicht nur im Bereich „Elektrosmog“) sowie auch eine gewisse „Industriehörigkeit“.

Gruß Uwi

PS: Es gibt auch Leute, die ihr Bett nach Wasseradern unterm
Haus ausrichten oder die Steckdosen im Schlafzimmer
spannungsfrei schalten usw.

>>> Ja, stimmt, die gibt es. Und ich werd mich hüten, solche Leute als Spinner abzutun. Das mit den Steckdosen halte ich übrigens ebenso für sinnvoll.

Gruß Uwi

MfG
Werner

Hab Euer Gequasel gelesen. Sehr interessant! Bin selber sehr unschlüssig was das Thema Elektrosmog angeht.

Eigentlich wollte ich nur mitteilen, dass im TEC21 Nr. 16-17/2001 (1 Heft der SIA) ein Artikel erschienen ist zum Thema „Elektrosmog“: Einbildung oder Tatsache? Autoren sind Christopher Müller und Christoph Schierz.

Inhaltlich geht es vor allem um Elektrosensibilität. Es wird nicht bestritten, dass es sie gibt, aber offensichtlich beruht sie häufiger auf „Einbildung“ (ev. Suggestion) als auf messbarem Elektrosmog.
Die Autoren beziehen sich auf das Forschungsprojekt „Nemesis“ der ETH Zürich. In einem Blindversuch wurden subjektiv elektrosensible Menschen in einem vierwöchigen Feldversuch zur Schlafqualität und in einem Laborversuch zur direkten Feldwahrnehmung getestet. Die Reaktionen auf zufällig ein- und ausgeschaltete elektromagnetische Felder waren verschieden. Aufgezeigt werden konnte, dass es wirklich Menschen gibt, die Felder unterhalb der Immisionsgrenzwerte wahrnehmen, und sich diese auf das Wohlbefinden und Verhalten auswirken. Interessant ist, dass nicht alle Reaktionen negativ waren. So wurde z.B. Schlaftiefe und Aufwachbefinden mit Feld als besser bewertet als bei Nächten ohne Feld. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass nur ein kleiner Teil der subjektiv elektrosensiblen Personen auch messbar elektrosensitiv ist.

Finde ich sehr interessant. Nur so richtig sicher bin ich mir immer noch nicht, was ich von der ganzen Diskussion halten, und wie ich mich als Laie verhalten soll. Insofern werde ich die Augen und Ohren offen halten…

Gruss

Benni

Hallo,
doch Einbildung: Ein Fall aus Bayern

Nach der Errichtung eines Mobilfunksenders GSM900 beklagten
sich Anwohner des Ortes über Kopfschmerzen und Übelkeit.
Die Arzbesuche stiegen um fast das doppelte.
In der Folgezeit ging ein Brief eines Anwalts beim Netzbetreiber ein,in der ein Nachbar den Betreiber der Sendeanlage verklagen
wollte, weil der Sohn mit den Leistungen in der Schule abfiehl,
die Ehefrau ständig Kopfschmerzen hatte und dem Hund die
Haare ausgingen. (kein Witz, tatsächlich passiert)
Da das Energieversorgungsunternehmen noch keinen Stromanschluß
bereit gestellt hatte, konnten die Symtome ja nicht von
der Sendestation kommen.
Dies konnte nachgewiesen werden und seit dieser Zeit hat keiner
mehr Kopfschmerzen.
Auch nicht nachdem die Station inzwischen seit 1,5 Jahren in Betrieb ist.

m f g: Spies

1 „Gefällt mir“