Bei einer ISDN-Wählverbindung spricht man wirklich von der Bandbreite 64 KBit/s. Der Ausdruck ist richtig. Gemeint sind die Nutzdaten über einen B-Kanal, die ihrerseits natürlich wieder nur die Bruttodaten der Übertragung sind.
Als Nachrichtentechniker ist der Begriff Bandbreite statt Übertragungsgeschwindigkeit eigentlich vollkommen ok. Obwohl, wie du schon sagtest, es eigentlich nicht richtig ist.
Aber es wäre krümelkackerei. Bandbreite ist ok, je mehr Bandbreite, desto mehr Übertragungsgeschwindigkeit. Deshalb Bandbreite=Übertragungsgeschw.
da habe ich jetzt mal eine frage: was gibt es denn noch fuer abzuege von dieser bandbreite (wenn man mal von rauschen, stoerungen und aehnlichen absieht)??
der jan
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da habe ich jetzt mal eine frage: was gibt es denn noch fuer
abzuege von dieser bandbreite (wenn man mal von rauschen,
stoerungen und aehnlichen absieht)??
Es ist die Ineffizienz eines jeden Protokolls. IP ist da auch nicht besser. Der Datenstrom teilt sich auf in keine Pakete, die der Reihe nach duch die Leitung gejagt werden. Jedes dieser Pakete - Frames - enthält eine Reihe von Informationen, die das Paket definieren und auf den richtigen Weg schicken. Dieser sogenannte Header ist das, was natürlich ebenfalls übertragen werden muß. Aber er hat halt mit der eigentlichen Nutzdatenmenge nichts zu tun. Bei einigen Protokollen ist der Header sogar erheblich größer als die Nutzdatenmenge. Deshalb bietet die Bandbreite niemals das, was das Wunschdenken gerne hätte.
was du da beschreibst ist ein paketorientiertes netz. nun dachte meiner einer (moeglich dass ich mich irre), dass bei isdn, diese informationen ueber den steuerkanal uebertragen (initiieren des rufes, rufnummer, alternative route…) werden und die eigentlichen daten als ein durchgehender digitaler strom. im pstn werden dann saemtliche steuerinformationen auch ueber steuerkanaele übertragen (da bin ich mir sicher). dies bedeutet dann aber, dass es keinen verlust durch headerinformationen geben kann.
wenn denn aber wiederum deine ansatz richtig ist, dann bedeutet das der steuerkanal ziemlich ueberfluessig waere, bzw. das protokoll beschraenkt konzipiert. es waere naehmlich gar nicht notwendig diesen zu betreiben, da saemtliche informationen ja auch im header der einzelnen pakete gespeichert und mitgeliefert werden koennen (wie bei tcp/ip).
habe ich da was falsch verstanden??
der jan
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es gibt hier kein rauschen, was man abziehen müßte. störungen liegen auch im bereich von 10 hoch -6 , dh höchstens eins von 1 mio bits ist falsch, was praktisch nichts ist.
ein b-kanal hat 64kbit, wovon eben der header und so noch abgezogen werden muß.
eine isdn-leitung hat zb 192kbit bandbreite. 2x64+1x16kbit+noch ein haufen anderer kanäle, die die bruttobandbreite von 192kbit auf die nutzbandbreite von 128kbit+16kbit verringern.
du hast zwar recht, das die steuerinformationen über den d-kanal übertragen werden, aber eben nur die steuerinfos für die isdn-leitung und die wahlinformationen. wenn die verbindung hergestellt wurde, können daten mit 64 oder 128kbit übertragen werden. egal welche daten. du pakst dann deine nutzdaten rein. zb ip-pakete. für das isdn sind diese pakete komplett nutzdaten. in diesen paketen wiederum sind weitere infos enthalten wo sie hinmüssen und so. das ist aber dem isdn egal! und damit auch dem d-kanal, da ja die verbindung zum provider besteht und nicht für jedes einzelne ip-paket neu erstellt wird. das du nun die 64 oder 128kbit noch mit steuerinfos zuhaust, ist halt pech. das isdn tunnelt ja praktisch nur deine verbindung in ein anderes netz.
gruß m.
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Die Steuerkanäle sind Bestandteile des ISDN-Protokolls selbst, dienen also Eigenverwaltung und Funktionalität. Wie die Bedienung eines Autos… da wären sie wie Lenkrad und Schaltung. Und hinten im Kofferraum liegt dann das herum, worauf der Kommunikationspartner wirklich wartet.
du hast zwar recht, das die steuerinformationen über den
d-kanal übertragen werden, aber eben nur die steuerinfos für
die isdn-leitung und die wahlinformationen. wenn die
verbindung hergestellt wurde, können daten mit 64 oder 128kbit
übertragen werden. egal welche daten. du pakst dann deine
nutzdaten rein. zb ip-pakete. für das isdn sind diese pakete
komplett nutzdaten. in diesen paketen wiederum sind weitere
infos enthalten wo sie hinmüssen und so. das ist aber dem isdn
egal! und damit auch dem d-kanal, da ja die verbindung zum
provider besteht und nicht für jedes einzelne ip-paket neu
erstellt wird. das du nun die 64 oder 128kbit noch mit
steuerinfos zuhaust, ist halt pech. das isdn tunnelt ja
praktisch nur deine verbindung in ein anderes netz.
gruß m.
ich glaube, ich habe mein verstaendnissproblem nicht richtig erklaeren koennen: der d-kanal baut die verbindungen auf, schickt diverse zusatzinformationen und so was. im c-kanal werden wiederum die nutzdaten uebertragen.
im pstn (das fuer isdn ja ein ss7 benutzt) gibt es dann auch wieder steuerkanaele. in diesen werden dann informationen bezueglich des zieles, alternativer routen dorthin… uebertragen. dies wird ja immer als der grosse vorteil des ss7 angepriessen, dass da steuer- und nutzdaten getrennt uebertragen werden und somit diese netze flexibel fuer erweiterungen sind.
so und nun mein problem: wozu werden die nutzdaten nun in einzelne pakete zerlegt und diese mit headerinformationen vollgestopft?? saemtliche informationen fuer die uebertragung zum ziel (also zum angerufenen, sei nun dahin gestellt ob dieser ein isp oder ein mensch ist) sind doch in den steuerkanaelen. die routen werden doch von den switches geschalten, so das dann eine direkte leitung besteht (oder nicht?).
bei einer Diplomarbeit sollte man sachlich korrekt formulieren.
An der Stelle paßt ‚Verbindung verfügt über eine Übertragungs-
kapazität von 64 kBit/s‘.
Diese Aussage bezieht sich auf einer Ebene über der
physikalischen (7 Schichten ISO OSI Modell).
Bandbreite benutzt man auf der physikalischen Ebene,
um die Eigenschaften bzw. den Nutzungsgrad des
Übertragungskanals zu beschreiben.
Im Funkbereich wird der Begriff Bandbreite häufig
mißverständlich angewendet.
wissenschaftliche Arbeit
Hallo,
da es um eine wissenschaftliche Arbeit geht, ist es nötig,
die verwendeten Begriffe genau zu definieren. Dann kann man sie
auch in Kurzform verwenden.
Die Bandbreite betreffend gibt es natürlich einen Unterschied
zwischen der physikalischen Bandbreite und der Datenübertragungs-
rate. Das kommt ja schon daduch zum Ausdruck, daß die Bandbreite
einer Leitung in KHz oder MHz angegeben wird und die Datenrate
in KBaud oder MBaud. Bei der Übertagung von digitalen Signalen
ist die erforderliche Bandbreite der Leitung abhängig vom
Kodierungsverfahren und kann bei gleicher Baudrate sehr
unterschiedlich sein.
Beispiel: Ein Rechtecksignal 1KHz kann unverfälscht nur mit
unendlicher Bandbreite übertagen werden.
Gruß Uwi
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ich glaube, ich habe mein verstaendnissproblem nicht richtig
erklaeren koennen: der d-kanal baut die verbindungen auf,
schickt diverse zusatzinformationen und so was. im c-kanal
werden wiederum die nutzdaten uebertragen.
c-kanal? dne kenn ich nich
im pstn (das fuer isdn ja ein ss7 benutzt) gibt es dann auch
wieder steuerkanaele. in diesen werden dann informationen
bezueglich des zieles, alternativer routen dorthin…
uebertragen. dies wird ja immer als der grosse vorteil des ss7
angepriessen, dass da steuer- und nutzdaten getrennt
uebertragen werden und somit diese netze flexibel fuer
erweiterungen sind.
so und nun mein problem: wozu werden die nutzdaten nun in
einzelne pakete zerlegt und diese mit headerinformationen
vollgestopft??
weil das eben die idee des paketorientierten netzes ist.
saemtliche informationen fuer die uebertragung
zum ziel (also zum angerufenen, sei nun dahin gestellt ob
dieser ein isp oder ein mensch ist) sind doch in den
steuerkanaelen. die routen werden doch von den switches
geschalten, so das dann eine direkte leitung besteht (oder
nicht?).
du verwechselst hier zwei netze! beim telefonieren wird tatsächlich ne leitung bzw ein kanal festgelegt. bei paketen nicht. die isp’s betreiben dafür ja ein paketorientiertes netz.
da muß schon in jedem paket drinstehen, wo es hin soll. es soll eben keine leitung/kanal geschalten werden, sondern die router schicken jedes einzelne paket in die richtige richtung.
beide netzarten und auch noch andere weren sowieso nochmal als nutzdaten betrachtet und in den backbones der betreiber mit sdh-technik übertragen. auch der zeichengabekanal,der übrigens nur für die wahlinformationen im leitungsgebundenen netz da ist.
ich glaube, ich habe mein verstaendnissproblem nicht richtig
erklaeren koennen: der d-kanal baut die verbindungen auf,
schickt diverse zusatzinformationen und so was. im c-kanal
werden wiederum die nutzdaten uebertragen.
c-kanal? dne kenn ich nich
die genauen bezeichnungen der kanaele verwechsle ich immer wieder (warum gibt es eigentlich keinen a - kanal??)
im pstn (das fuer isdn ja ein ss7 benutzt) gibt es dann auch
wieder steuerkanaele. in diesen werden dann informationen
bezueglich des zieles, alternativer routen dorthin…
uebertragen. dies wird ja immer als der grosse vorteil des ss7
angepriessen, dass da steuer- und nutzdaten getrennt
uebertragen werden und somit diese netze flexibel fuer
erweiterungen sind.
so und nun mein problem: wozu werden die nutzdaten nun in
einzelne pakete zerlegt und diese mit headerinformationen
vollgestopft??
weil das eben die idee des paketorientierten netzes ist.
da ist ja genau das war mein problem. ein ganz normales telefongespraech (auch ein ip-verbindung ist am anfang nicht mehr, die sind halt mit dem isp verbunden) ist doch nicht paketoirientiert.
saemtliche informationen fuer die uebertragung
zum ziel (also zum angerufenen, sei nun dahin gestellt ob
dieser ein isp oder ein mensch ist) sind doch in den
steuerkanaelen. die routen werden doch von den switches
geschalten, so das dann eine direkte leitung besteht (oder
nicht?).
du verwechselst hier zwei netze! beim telefonieren wird
tatsächlich ne leitung bzw ein kanal festgelegt. bei paketen
nicht. die isp’s betreiben dafür ja ein paketorientiertes
netz.
da muß schon in jedem paket drinstehen, wo es hin soll. es
soll eben keine leitung/kanal geschalten werden, sondern die
router schicken jedes einzelne paket in die richtige richtung.
und die router stehen beim isp, zu dem eine ganz normale telefonverbindung besteht.
beide netzarten und auch noch andere weren sowieso nochmal als
nutzdaten betrachtet und in den backbones der betreiber mit
sdh-technik übertragen. auch der zeichengabekanal,der übrigens
nur für die wahlinformationen im leitungsgebundenen netz da
ist.
was verstehst du denn unter wahlinformationen (nicht das wir aneinander vorbeireden)
ich glaube, ich habe mein verstaendnissproblem nicht richtig
erklaeren koennen: der d-kanal baut die verbindungen auf,
schickt diverse zusatzinformationen und so was. im c-kanal
werden wiederum die nutzdaten uebertragen.
c-kanal? dne kenn ich nich
die genauen bezeichnungen der kanaele verwechsle ich immer
wieder (warum gibt es eigentlich keinen a - kanal??)
gibts es den nicht?
im pstn (das fuer isdn ja ein ss7 benutzt) gibt es dann auch
wieder steuerkanaele. in diesen werden dann informationen
bezueglich des zieles, alternativer routen dorthin…
uebertragen. dies wird ja immer als der grosse vorteil des ss7
angepriessen, dass da steuer- und nutzdaten getrennt
uebertragen werden und somit diese netze flexibel fuer
erweiterungen sind.
so und nun mein problem: wozu werden die nutzdaten nun in
einzelne pakete zerlegt und diese mit headerinformationen
vollgestopft??
weil das eben die idee des paketorientierten netzes ist.
da ist ja genau das war mein problem. ein ganz normales
telefongespraech (auch ein ip-verbindung ist am anfang nicht
mehr, die sind halt mit dem isp verbunden) ist doch nicht
paketoirientiert.
saemtliche informationen fuer die uebertragung
zum ziel (also zum angerufenen, sei nun dahin gestellt ob
dieser ein isp oder ein mensch ist) sind doch in den
steuerkanaelen. die routen werden doch von den switches
geschalten, so das dann eine direkte leitung besteht (oder
nicht?).
du verwechselst hier zwei netze! beim telefonieren wird
tatsächlich ne leitung bzw ein kanal festgelegt. bei paketen
nicht. die isp’s betreiben dafür ja ein paketorientiertes
netz.
da muß schon in jedem paket drinstehen, wo es hin soll. es
soll eben keine leitung/kanal geschalten werden, sondern die
router schicken jedes einzelne paket in die richtige richtung.
und die router stehen beim isp, zu dem eine ganz normale
telefonverbindung besteht.
richtig, die tunnelt praktisch deine tcp/ip verbindung zum isp
beide netzarten und auch noch andere weren sowieso nochmal als
nutzdaten betrachtet und in den backbones der betreiber mit
sdh-technik übertragen. auch der zeichengabekanal,der übrigens
nur für die wahlinformationen im leitungsgebundenen netz da
ist.
was verstehst du denn unter wahlinformationen (nicht das wir
aneinander vorbeireden)
na im zeichengabekanal nr7 wird halt alles sowas übertragen, was in den vst’n nötig ist, den richtigen weg für den einen exclusiven kanal für dein telefongespräch durch das netz zu schalten. im backbonenetz läuft das wieder anders. da stehen ringe, durch die du feste leitungen schalten kannst. egal ob für ein ethernet, eine telefonverbindung(kanäle werden reserviert) oder ein ip-netz. das backbonenetz wird für sich verwaltet und es werden nur für das backbonenetz steuerinfos übertragen.da kümmert sich kein kanal um irgendwelche anderen sachen. steuerung und daten. die daten werden verkauft. was der „Kunde“ damit macht, ist sein problem. so zieht sich das komplett durch alle dinge durch. es ist halt sonst nicht greifbar.
du willst praktisch das netz optimaler nutzen und nicht tausendmal irgendwelche zusatzdaten übertragen. wenn du in der lage bist soetwas geistig zu händeln, kompliment. aber sonst müssen solche sachen eben für sich getrennt betrachtet werden. wie willst du dem ip-paketchen denn den weg durchs netz schalten? die steuerinfos würden auch hier enorm werden.
du fährst du sicher auch täglich an tanklastwagen vorbei? stell dir vor, du könntest dort gleich tanken, da ja sonst dein weg zur tankstelle und sein weg zur tankstelle doppelt wäre. stell dir vor, alle die ihn sehen würden das tun. dann müßte man die abrechnung ja noch hinkriegen usw. du siehst, es sieht am anfang so aus, als ob man sparen kann, aber am ende kann es keiner mehr geistig erfassen und ein system draus basteln.
M.
ps: kennst du das iso osi 7Schicht-modell? ist nämlich aus solchen fragen hervorgegangen und sicher sehr sinnvoll.