Fortbildung Machinenbautechniker

Ich habe jetzt eine 4-jährige Fortbildung zum staatl. gepr. Maschinenbautechniker -Fachrichtung Konstruktionstechnik hinter mich gebracht.
Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es nun für mich außer in einem Konstruktionsbüro oder der Konstruktionabteilung in meinem Großbetrieb?

MFG

Carsten

Hallo Carsten,

nachdem man i.A. sowieso nicht das macht, was man gelernt hat bzw. meistens nur 10 - 20% seines Ausbildungswissens braucht, stehen Dir sehr viele Möglichkeiten offen:

Konstruktion
Versuch
techn. Verkauf
techn. Einkauf
Produktionsplanung / AV
Service Techniker
usw.

Es kommt evtl. auch darauf an, welche Ausbdildung Du vorher gemacht hast und welche Neigungen Du hast.

Grüsse

Sven

Hallo Sven,

ich bin gelernter Industriemechaniker und bin bei eienm großen Nutzfahrzeughersteller beschäftigt.

Die Technikerausbildung war sehr umfangreich. Doch irgendwie hat man versäumt, uns auf das,was auf uns zukommt im Arbeitsalltag aufzuklären. So hab ich absolut keine Vorstellung, was z.B. ein Konstrukteur so den ganzen Tag macht.Worin unterscheidet er sich von einem techn. Zeichner?
Außerdem finde ich,dass der Schwerpumkt in der Schule falsch gesetzt wurde: So ist die Ausbildung in CAD recht kurz gewesen ( halbes Jahr, insges. max 15 Stunden ) während Fächer unterrichtet wurden,die meiner Meinung nach vollkommen überflüssig waren,weil nutzlos.
Jedenfalls weiß ich nicht, ob ich den Anforderungen, die in Stellenanzeigen in Bezug auf CAD gestellt werden gewachsen bin.

Hallo Carsten,

ich bin gelernter Industriemechaniker und bin bei eienm großen
Nutzfahrzeughersteller beschäftigt.

Schon mal eine gute Ausgangsbasis, d.h. Dein Techniker-Titel besteht nicht nur aus theoretischem Wissen, sondern auch auf praktischem Können.

Die Technikerausbildung war sehr umfangreich. Doch irgendwie
hat man versäumt, uns auf das,was auf uns zukommt im
Arbeitsalltag aufzuklären.

Ach ja, wem sagst Du das. Mir ging es bei meiner Ingenieursausbildung ebenso. Viel Theorie und wenig Praxis. Zum Glück habe ich an der BA studiert und somit über meinen Praxisteil viel gelernt.

Allerdings hat man in der Ausbildung immer „so gut wie möglich“ gelernt und der erste Praxisschock ist dann „nur so gut wie möglich“, da jeder Mehraufwand unnötig Geld kostet.

So hab ich absolut keine
Vorstellung, was z.B. ein Konstrukteur so den ganzen Tag
macht.Worin unterscheidet er sich von einem techn. Zeichner?

Der technische Zeichner erstellt im klassischen Verständnis (wie der Name bereits aussagt) die Zeichnungen. Im Zeitalter von CAD übernimmt er jedoch auch Teilekonstruktionen sowie das „Auskonstruieren“ (Festlegen der Toleranzen und Oberlfächen usw.). Der Konstrukteur dagegen bestimmt den Aufbau der Konstruktion, führt die nötigen Berechnungen (Festigkeit, Thermodynamik usw.) durch und macht die schwierigeren Aufgaben. Der techn. Zeichner arbeitet also dem Konstrukteur zu.

Außerdem finde ich,dass der Schwerpumkt in der Schule falsch
gesetzt wurde: So ist die Ausbildung in CAD recht kurz gewesen
( halbes Jahr, insges. max 15 Stunden ) während Fächer
unterrichtet wurden,die meiner Meinung nach vollkommen
überflüssig waren,weil nutzlos.

Zum Thema CAD: egal welches System Du gelernt hast, die Firma, bei der Du anfangen wirst, hat garantiert ein anderes System und schickt Dich daher für 2 Wochen Vollzeit auf eine entsprechende Schulung (AutoCad, ME, Catia, ProEngineer usw.).

Zur Auswahl der Fächer:
Da Du nach der Ausbildung für alles einsetzbar sein solltest (nicht nur als Konstrukteur), sollte die (Grund-)ausbildung weit gefächert sein, was zwangsweise dazu führt, dass man viele Fächer hinterher nicht braucht.

Da auf technischen Schulen immer sehr technisch gedacht wird, habe ich damals Wert auf Festigkeitslehre, techn. Mechanik, Strömungslehre, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Thermodynamik gelegt.

Überflüssig fand ich: Fabrikbetriebslehre, REFA, Kostenrechnung, Personalführung usw.

Ergebnis: da ich 1994 mit der Ausbildung fertig war und es in dieser Zeit kaum Jobs gab, bin ich im technischen Einkauf gelandet.

Dreimal darfst Du raten, welches Wissen ich dort anwenden mußte.

Heute bin ich in der technischen Kostenanalyse und auch hier darfst Du raten, welches Wissen wichtig ist.

Da heute alles über Kosten läuft, müssen jetzt bei uns alle Konstrukteure, Produktionsplaner usw. zu einer Schulung, um kostenbewusstes Denken zu lernen.

Jedenfalls weiß ich nicht, ob ich den Anforderungen, die in
Stellenanzeigen in Bezug auf CAD gestellt werden gewachsen
bin.

Ich wünsche mir auch immer viel zu Weihnachten und bekomme viel weniger als erwartet. Genauso ist es bei Stellenausschreibungen. Gesucht wird die eierlegende Woll-Milch-Sau mit max. 30J. Alter und 20J. Berufserfahrung zum Schnäppchen-Tarif.

Im Ernst: wenn natürlich ein absoluter Profi gesucht wird, dann kann man die CAD-Kenntnisse voraussetzen.

Bei einer Anfänger-Stelle kommt es viel mehr auf das Potential des Kandidaten an. Denn CAD lässt sich einfach schulen - Im Gegensatz zu den Soft Skills (z.B. Verhandlungsfähigkeit, Präsentation, Fremdsprachen usw.)

Zum Thema Fremdsprachen: während meiner Ausbildung als absolut lästiges Nebenfach empfunden, heute so wichtig, dass ich die Bewerbungsgespräche mit den Kandidaten teilweise in englisch führe.

Grüsse

Sven

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Hallo Carsten,

schau doch mal unter arbeitsamt.de/BERUFEnet

Gruß
Otto

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