ich schreibe eine Anfrage für meinen Partner, der hier keinen Account hat.
Er (Akademiker) hat jetzt einige Jahre bei einer kleineren Unternehmensberatung gearbeitet, die ihn bei größeren Kunden eingesetzt hat. Nach seiner (unserer) Einschätzung lief es sehr gut dort, er hat von Anfang an größere und auch schwierige Aufträge bearbeitet und sie waren mit ihm sehr zufrieden.
Seit Anfang letzten Jahren wurde die Auftragslage schwieriger und die Firma selbst hatte nicht mehr genug Aufträge. Nachdem er über einen langen Zeitraum hinweg noch formal angestellt war (ohne arbeiten zu müssen) haben sie ihm dann doch gekündigt.
Er hat ein sehr gutes Zeugnis bekommen (gemäß den üblichen Formulierungsvorschlägen, die man überall nachlesen kann) und sein Ex-Chef selbst hat ihm geraten, sich bei einigen ehemaligen Kunden der Firma zu bewerben, bei denen er zum Teil schon von der Firma aus eingesetzt war.
Jetzt die eigentlich Frage: Sollte er im Anschreiben bei seiner Bewerbung auf die Kündigung Bezug nehmen und betonen, dass ihm nur wegen der Auftragslage gekündigt wurde oder sollte er diesen Punkt einfach nicht erwähnen?
Jetzt die eigentlich Frage: Sollte er im Anschreiben bei
seiner Bewerbung auf die Kündigung Bezug nehmen und betonen,
dass ihm nur wegen der Auftragslage gekündigt wurde oder
sollte er diesen Punkt einfach nicht erwähnen?
im Anschreiben geht man auf derlei Dinge gar nicht ein. Es sollte kurz und prägnant sein und die Gründe enthalten, warum sich der Bewerber als besonders geeignet für eine Anstellung sieht.
Aber im Lebenslauf werden (absichtliche) Lücken oft sehr übel genommen. Da er schon gekündigt worden ist, sollte zum Schluss durchaus stehen, dass er momentan arbeitslos ist. Zum Beispiel so:
„seit XX.XX.XXX arbeitslos“
Wenn er sich bei Firmen bewirbt, die er ja schon kennt, und sie ihn auch, dann sind die Chancen enorm, dass er zu einem Gespräch eingeladen wird. Da kann dann immernoch auf entsprechende Fragen geantwortet werden. Außerdem wissen die ganz sicher auch um die wirtschaftliche Lage seines ehemaligen Arbeitgebers.
Aber im Lebenslauf werden (absichtliche) Lücken oft sehr übel
genommen. Da er schon gekündigt worden ist, sollte zum Schluss
durchaus stehen, dass er momentan arbeitslos ist. Zum Beispiel
so:
„seit XX.XX.XXX arbeitslos“
Ich wäre rein emotional eher für das Wort erwerbslos. Frage mich jetzt nicht nach Gründen, aber irgendwie hört sich das seriöser an (Arbeit hat man ja irgendwie immer…)
Ansonsten gebe ich Dir vollkommen Recht!
Die Tatsache, dass jemand zeitweise nicht erwerbstätig ist / war ist heute auch nicht mehr das große Problem! Ich persönlich kenne mittlerweile nur noch sehr wenige Menschen in meinem Alter, denen das noch nicht passiert ist! Und auch die Personalentscheider wissen um die wirtschaftliche Situation in unserem Lande (solange dort nicht ein Zeitraum von mehreren Jahren steht!). Außerdem sind diese Bewerber sehr kurzfristig (nämlich sofort) verfügbar, und das soll bei einigen Unternehmen eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen…
Seit Anfang letzten Jahren wurde die Auftragslage schwieriger
und die Firma selbst hatte nicht mehr genug Aufträge. Nachdem
er über einen langen Zeitraum hinweg noch formal angestellt
war (ohne arbeiten zu müssen) haben sie ihm dann doch
gekündigt.
Ich wäre rein emotional eher für das Wort erwerbslos. Frage
mich jetzt nicht nach Gründen, aber irgendwie hört sich das
seriöser an (Arbeit hat man ja irgendwie immer…)
ich wäre ja noch vornehmer ))
steht seit …2002 dem Arbeitsmarkt zur Verfügung
oder
dem Arbeitsmarkt seit…2002 zur Verfügung stehend
So bleiben die Umstände um das „keinen Arbeitsplatz haben“ offen, und der Freund hat beim Vorstellungsgespräch die Chance persönlich alles zu erklären, wenn er danach gefragt wird.
Übrigens kommt es auch vor, dass nicht danach gefragt wird (vergessen oder kein Interesse), dann ist es gut, wenn man auf die Arbeitlosigkeit gar nicht erst hingewiesen hat, so dass sie vorab als emotionelle Abwertung in der Wagschale lag.