Welche Art von Bewerbungsmappen?

Huhu liebe Expert/innen :smile:

kurze Frage… ich bin in Sachen Bewerbungsunterlagen nicht mehr so ganz up-to-date und bei der heutzutage beim Arbeitgeber eingehenden Anzahl von Bewerbungen ist es wichtiger als je zuvor, schon bei der optischen Gestaltung einer Bewerbung auf angenehme Art und Weise aus der Masse hervor zu stechen, wenn man nicht gleich auf dem gleichen Stapel wie alle landen will, nämlich dem „Aussortiert“-Stapel…

Wie ist denn momentan die Lage (Büro-Verwaltung mit guten EDV-Kenntnissen/technische Betreueung)… welche Art von Bewerbungsmappen wäre denn im Moment angesagt, sodass sie sich zwar von der Masse ein wenig abheben, aber auch nicht zu flippig sind? Wer weiß was?

Danke für jeden Tipp
Nena

Hallo, Nena!

Was die Chefs bevorzugen können wohl nur die Chefs selber beantworten. Meine Favoriten bzgl. der Mappen sind die, bei denen man links die Schine über die komplette länge aufklappen kann (nicht nur den Mittelsteg). Die Bewerbungsunterlagen lassen sich damit in der Mappe festklemmen. Allerdings lege ich das Anschreiben immer lose obenauf (aber unter die Folie).

Wenn pot. Arbeitgeber die Mappe liest, kann er sich das Anschreiben immer vorab ansehen; der Rest bleibt wohl sortiert. Außerdem folgt bei mir auf Seite zwei immer das Foto - so hat er das Anschreiben in der Hand und kann sich dazu gleich ein Bild von mir machen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Mappen (kann leider gerade nicht sagen, welcher Hersteller das ist) gibt´s in diversen Farben. Um etwas aus der Masse hervorzustechen würde ich nicht gerade weiß oder schwarz, sondern blau oder grün z.B. wählen.

Was wohl generell auf Ablehnung stößt sind Mappen, die mehrfach ineinandergefaltet werden. Was professionell wirken soll macht den ersten Eindruck wegen „merkwürdigem“ Handling schnell wieder kaputt. Generell gilt: Die einzelnen Unterlagen nie nie nie in Klarsichthüllen packen!

Tips zur Gestaltung der eigentlichen Bewerbung findest Du hier http://www.job-up.de/ (nicht kostenlos) oder hier http://www.clicktoapply.de/ (mit Beispielbewerbungen).

Viel Erfolg!
Vince.

Huhu Nena,

als (Klein-)Arbeitgeber ein kurzes statement von mir, was ich von einer attraktiven Bewerbung erwarte (Reihenfolge stellt keine Priorität dar):

  • ein sympatisches Foto, das neugierig auf den Menschen macht (also ruhig ein bisschen Geld ausgeben für den Fotographen), gerne auf der aller ersten Seite als ersten Eindruck!
  • ein klares Ordnungssystem, Reihenfolge nach Relevanz, ich will sofort finden, was ich suche (d.h. auch keine Oregami, super-falt-Bewerbung, für die ich eine Anleitung brauche)
  • eine perfekte Rechtschreibung/Grammatik (das ist schließlich eine Arbeitsprobe mit genügend Zeit für Qualitätssicherung
  • fachliches, finanzielles Passen (Grundbedingung natürlich)

und vor allem im Anschreiben eine plausible, ehrliche (bzw. zumindest so erscheinende) Erklärung, warum ich ihn/sie einkaufen sollte. Dabei sollte natürlich ein Bezug zu meiner Fa. erkennbar sein, also Internetseiten ansurfen etc. Und genau damit kann man sich auch von der Masse abheben!

Letztendlich ist mir die Form dann egal, ob geheftet oder geklemmt, mit Klarsichteinschub oder ohne, daran wird es dann nicht scheitern, da hätte ich auch keine Priorität.
Und vorsicht vor besonderer „Kreativität“ bei der Mappengestaltung, Bewerbungen prüfen ist Massengeschäft, da führt eine solche Gestaltung häufig eher zur Ablehnung wegen Auffälligkeit! (Ausnahme vielleicht Kreativberufe)
Kein Mensch wird wegen seiner Mappe eingestellt, höchstens wird er wegen seiner Mappe abgelehnt!

Viel Glück
Jürgen

Mittlerweile sind digitale Bewerbungen häufig gerne gesehen (bei mir sicher auch, da ich dann nichts zurücksenden muss!) Nutze diese Möglichkeit! Dann hast Du auch kein Mappenproblem:smile:

online bewerben - anschließen doch Mappe :frowning:
Hallo Jürgen,

Bewerbungen per eMail oder über die Internetseite der Firma finde ich persönlich auch sehr gut, auch meine Zeugnisse und Lebenslauf hab ich im Netz stehen, aber leider wollen die Firmen dann doch noch per Post die Unterlagen - mit Standardschreiben bitten sie sehr oft darum.

Das finde ich nun wieder etwas … blöd? :smile:

Dann könnten sie doch gleich in die Stellenbeschreibung reinscheiben, daß man die Bewerbung schriftlich einreichen soll?

Schönen Gruß

Silvia

Hallo Sivia,

Bewerbungen per eMail oder über die Internetseite der Firma
finde ich persönlich auch sehr gut, auch meine Zeugnisse und
Lebenslauf hab ich im Netz stehen, aber leider wollen die
Firmen dann doch noch per Post die Unterlagen - mit
Standardschreiben bitten sie sehr oft darum.

Also ich habe in meinem Bekanntenkreis (ich habe mich in meiner Angestelltenzeit nie online beworben) eigentlich als Mangel eher das (häufig scheinbare) Verpuffen der Bewerbung im Internet-Nirvana wahrgenommen. Solche Nachforderungen kamen bei meinen Bekannten Gott sei Dank nicht.
Meiner Information nach scannen mittlerweile große Konzerne die Bewerbungen sowieso komplett ein und schicken sie dann sofort zurück.
Also ich hätte eigentlich am liebsten ein nettes PDF der Bewerbungsmappe in meiner Mailbox… (Achtung, bei vielen Firmen ist die Mailgröße auf 2MB limitiert, soviel also zu Graphiken…)

Das finde ich nun wieder etwas … blöd? :smile:

Da hast Du recht, ziemlich bescheuert… Wenn ich allerdings in meinem Alltag erlebe, wieviele selbst 100-Mann-Firmen immer noch über eine T-Online-Adresse agieren, wundert mich nichts mehr:smile:

Dann könnten sie doch gleich in die Stellenbeschreibung
reinscheiben, daß man die Bewerbung schriftlich einreichen
soll?

Eigentlich sollte das möglich sein, aber wahrscheinlich hast Du sie mit der Bewerbung übers Internet erschreckt…:smile:

Grüße
Jürgen

Frage zu 2 MB
Hallo Jürgen,

Also ich hätte eigentlich am liebsten ein nettes PDF der
Bewerbungsmappe in meiner Mailbox… (Achtung, bei vielen
Firmen ist die Mailgröße auf 2MB limitiert, soviel also zu
Graphiken…)

nur 2 MB? Ich bin nämlich auch gerade dabei, für eine Freundin die UL einzuscannen. Ich dachte mir, es käme besonders gut an, eine pdf-Datei FARBIG anzufertigen. Gerade bin ich fertig geworden, und es sind 6.186 KB geworden bei 16 Seiten…

Soll ich sie lieber in s/w machen? (Muß ich dazu alles noch mal neu einscannen und im Scannerprogramm s/w einstellen oder gibt es einen anderen Trick?)
Kannst du mir (oder jemand anders) bitte einen Tip geben?

Vielen Dank und
viele Grüße
Marlene

*buh*
Hallo Jürgen,

Eigentlich sollte das möglich sein, aber wahrscheinlich hast
Du sie mit der Bewerbung übers Internet erschreckt…:smile:

wer eine eigene Seite hat auf der dann auch ncoh Stellenanzeigen stehen, sollte sich doch nicht erschrecken? :smile:

Oder meinst Du etwa, daß ich sie mit meiner Page erschreckt habe? :smile:

Meine Bewerbung ist nicht über meine Homepage hier in der ViKa, sondern eine URL mit meinem richtigen Namen :smile: und mE auch ganz ansprechend.

Das finde ich nun wieder etwas … blöd? :smile:

Da hast Du recht, ziemlich bescheuert… Wenn ich allerdings
in meinem Alltag erlebe, wieviele selbst 100-Mann-Firmen immer
noch über eine T-Online-Adresse agieren, wundert mich nichts
mehr:smile:

Mich auch nicht … mich auch nicht! Und das ist sooo traurig manchmal! :frowning:

:wink:

schönen Gruß
Silvia

Hallo Marlene,

es ist tatsächlich so, dass Du mit über 6 MB bei vielen Firmen (gerade auch Großkonzernen) Probleme bekommen wirst. Wie ich schrieb, sollte man ohne Rücksprache nur emails mit maximal 2MB verschicken, die sollten auf jeden Fall durchgehen. (Du kannst allerdings natürlich auch mehr mal auf Verdacht verschicken, es kann aber passieren, dass die reine email durchkommt und die Anhänge vernichtet werden:frowning:

Ich dachte mir, es käme besonders gut an,
eine pdf-Datei FARBIG anzufertigen. Gerade bin ich fertig
geworden, und es sind 6.186 KB geworden bei 16 Seiten…

Ich habe bisher immer rel. kleine PDF-Dateien trotz farbiger Graphiken erzeugt. Vielleicht solltest Du erst einmal mit der Auflösung bei der Dateierzeigung rumspielen.

Soll ich sie lieber in s/w machen? (Muß ich dazu alles noch
mal neu einscannen und im Scannerprogramm s/w einstellen oder
gibt es einen anderen Trick?)
Kannst du mir (oder jemand anders) bitte einen Tip geben?

Nein, entweder kannst Du sie in einem handelsüblichen Grafikprogramm in Graustufen bzw. s/w umwandeln.
Eine andere (einfachere) Möglichkeit sollte es sein, bei der PDF-Erzeugung den Postscript-Drucker auf Graustufen einzustellen. Auch dadurch wird die Datei farblos. Wie weit Du damit die Größe reduzieren kannst, kann ich Dir allerdings nicht voraussagen.

Grüße
Jürgen

gute Tips!
Hallo Jürgen,

vielen Dank für deine Tips! Die helfen mir alle weiter. Gestern habe ich noch ein bißchen rumprobiert und mit Corel Photo-Paint beachtliche Erfolge erzielt! :wink:

Viele Grüße
Marlene

Klassische Wege
Hallo Silvia,

Dann könnten sie doch gleich in die Stellenbeschreibung reinscheiben, daß man die Bewerbung schriftlich einreichen soll?

nein - denn bei einigen Unternehmen ist die Aufforderung, die Bewerbungmappe nach eingegangener Online-Bewerbung zuzusenden, das Signal, daß der erste Filter erfolgreich durchlaufen ist: Wer seine komplette Bewerbung dann schriftlich einreichen soll, hat Interesse gefunden.

Die Vorlage der Mappe kann außerdem folgende Gründe haben:

1.) Die komplette Bewerbungsmappe gibt Aufschluß darüber, wie der Bewerber mit Papieren umgeht: Ist die Mappe schlampig zusammengeschustert? Es gibt Leute, die viel Sorgfalt im Umgang mit raffinierter virtueller Darstellung zeigen, mit Printunterlagen allerdings schlampen (und umgekehrt).

2.) Das Unternehmen ist kein Anhänger des Konzepts vom „papierlosen Büro“ :wink:

3.) Wem werden die Bewerbungsunterlagen vorgelegt? Häufig machen sie die große Runde von der Personalabteilung zum Abteilungsleiter zum Geschäftsführer etc. Und ein Ausdruck kann nie so perfekt aussehen wie eine gut gestaltete Mappe mit „echtem Photo“.

Kleine Anekdote in diesem Zusammenhang: In unserer Region gibt es einen riesigen, international agierenden Konzern, bei dem man sich selbstverständlich online bewirbt. In einem der Bereiche müssen Bewerber allerdings bei näherem Interesse ihren Lebenlauf _hand_schriftlich einreichen - sonst gibt es keine Chance, vorgeladen zu werden :wink:

Viele Grüße
Diana

2 „Gefällt mir“

Hallo Diana!

Super Erklärung, dankeschön!

Die Punkte kann ich 100%ig verstehen und akzeptieren :smile:

Man macht sich als Bewerbender ja einen anderen „Kopf“ als die Stellenausschreiber :smile:

Gut daß es w-w-w gibt :smile:

Schönen Gruß
Silvia

1 „Gefällt mir“

Hallo Jürgen, hallo Nena,

ich gebe Jürgen vollkommen recht! Nichts ist unasustehlicher als eine Bewerbung, die aus dem Rahmen fällt.

Letztens hatte ich eine mit solchen Sätzen, wie: ICH BIN DER RICHTIGE MANN FÜR SIE! bla, bla, bla…WIE SIE SEHEN, BIN ICH IHR MANN! Im Bereich bla, bla, bla… hatte er aber viele sachen geschrieben, die überhuapt nicht zu dem angebotenen Job passten!
Oder, auch grausam, die gewollt kreativen Bewerbungen… Uahhhh!
Ein kryptischer Satz/neue Seite/nächster kryptischer Satz…

Preise Dich - in Maßen (also nicht wie oben) - an, stilvoll und klassisch… Eine schöne übersichtliche Ordnung, vielleicht mit Blattrennern (weiß), die auf der Seite beschriftet sind und nach dem Bewerbungsschreiben eine kleine Inhaltsangabe, was alles bei liegt. Was ich hasse sind bunte Bewerbungen. Der erste Gedanke ist: Aha, der will wohl auffallen und hat sonst nix zu bieten. Leider bewahrheitet sih das auch häufig… Also, klassisch bleiben.

Worüber ich mich auch immer freue ist, wenn die Bewerber anrufen und ihre Unterlagen persönlich vorbeibringen. Selbst wenn man nur die Assistenz antrifft, hinterläßt man einen guten Eindruck und häufig wird dieses Engagement auch von der Ass. weiterggeben.
Hat bei mir bisher immer geklappt :wink:

Achja, Jürgen, auch bei den kreativen Berufen kommt kreativ nicht unbedingt an. Natürlich muß der Nachweis über Kreativität erbracht werden, aber eben auch im Rahmen der ordentlichen - und v.a. vollständigen - Bewerbung, was bei vielen dann häufig flöten geht.

Ich hoffe, geholfen zu haben.

Alles Liebe,
Andrea

Hallo Andrea,

Achja, Jürgen, auch bei den kreativen Berufen kommt kreativ
nicht unbedingt an. Natürlich muß der Nachweis über
Kreativität erbracht werden, aber eben auch im Rahmen der
ordentlichen - und v.a. vollständigen - Bewerbung, was bei
vielen dann häufig flöten geht.

Da kommen dann halt die Vorurteile eine soliden:smile: Ings zu Tage… Den suspekten „Kreativen“ traut Ing schließlich jeden Unsinn zu!:smile:

Grüße
Jürgen