Zeugnisbewertungen

Vor meinem Studium habe ich bei 2 kleinen Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen im technischen Bereich gearbeitet. Ich habe nach der jeweiligen Beendigung meiner Tätigkeit Arbeitszeugnisse erhalten. Leider ist es so, daß die jeweiligen Chefs zwar wußten, daß keine negativen Aussagen in Zeugnis vorkommen dürfen. Allerdings kannten sie nicht die „Codewörter“, die in den Zeugnissen verwendet werden. Mir ging es zum damaligen Zeitpunkt ähnlich und so habe ich die Zeugnisse eigentlich für gut gehalten und sie akzeptiert. Mit meinem heutigem Wissen mußte ich aber leider erkennen, daß die Bewertung in beiden Fällen grottenschlecht war. Ich glaube aber nicht, daß dies mit Absicht von meinen Chefs geschrieben wurde(wäre meine Arbeitsleistung so schlecht gewesen, wäre mir schon lange gekündigt worden!), sondern daß dies einfach nur aus Unkenntnis so geschah. Sie mußten nach der Wende (ich komme aus Neufünfland) noch nicht so viele Zeugnisse schreiben.
Meine Frage: Erkennen Personalverantwortliche diesen Sachverhalt und wissen sie die Aussage dieser Zeugnisse einzuordnen? Oder muß ich mit diesem Makel leben und kann eigentlich gar nichts dagegen tun? Sollte man auf die schlechten Zeugnisse im Anschreiben eingehen und sie versuchen zu erklären?
Weiterer Hinweis: Im ersten Fall beendete der Beginn meines Zivildienstes mein Arbeitsverhältnis, im zweiten Fall habe ich wegen ausbleibender Lohnzahlung (4 Monate) gekündigt
Danke für jede Antwort

Christoph

Frage einfach Deine damaligen Chefs ob Sie bereit sind das Zeugnis nach den neuen „Erkenntnissen“ neu zu formulieren.
manchmal hilft der einfachste Weg.

viel Gück

cu

Heiner

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bei der einen Firma habe ich 1995 aufgehört, die sind nicht bereit, mein Zeugnis mit diesem Datum zu versehen.
Dito bei der anderen. Antwort des Chefs: Hätte ich damals gleich kommen sollen.
Laut der Karriereberatung in den VDI-Nachrichten gibt es aber nicht schlimmeres, als einen großen zeitlichen Abstand zwischen Zeugnisdatum und Arbeitsende.

Hallo Chrisoph,

in dem Fall würde ich offen mit dem Personalchef reden ,( die sind meist gar nicht so dumm ) und im Zweifelsfall eine Arbeitsprobe,AC oder ähnliches anbieten,wenn Du von Dir und Deiner Leistungsfähigkeit überzeugt bist.

viel Erfolg

Heiner

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]