Vor meinem Studium habe ich bei 2 kleinen Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen im technischen Bereich gearbeitet. Ich habe nach der jeweiligen Beendigung meiner Tätigkeit Arbeitszeugnisse erhalten. Leider ist es so, daß die jeweiligen Chefs zwar wußten, daß keine negativen Aussagen in Zeugnis vorkommen dürfen. Allerdings kannten sie nicht die „Codewörter“, die in den Zeugnissen verwendet werden. Mir ging es zum damaligen Zeitpunkt ähnlich und so habe ich die Zeugnisse eigentlich für gut gehalten und sie akzeptiert. Mit meinem heutigem Wissen mußte ich aber leider erkennen, daß die Bewertung in beiden Fällen grottenschlecht war. Ich glaube aber nicht, daß dies mit Absicht von meinen Chefs geschrieben wurde(wäre meine Arbeitsleistung so schlecht gewesen, wäre mir schon lange gekündigt worden!), sondern daß dies einfach nur aus Unkenntnis so geschah. Sie mußten nach der Wende (ich komme aus Neufünfland) noch nicht so viele Zeugnisse schreiben.
Meine Frage: Erkennen Personalverantwortliche diesen Sachverhalt und wissen sie die Aussage dieser Zeugnisse einzuordnen? Oder muß ich mit diesem Makel leben und kann eigentlich gar nichts dagegen tun? Sollte man auf die schlechten Zeugnisse im Anschreiben eingehen und sie versuchen zu erklären?
Weiterer Hinweis: Im ersten Fall beendete der Beginn meines Zivildienstes mein Arbeitsverhältnis, im zweiten Fall habe ich wegen ausbleibender Lohnzahlung (4 Monate) gekündigt
Danke für jede Antwort
Christoph