Da ja viele hier keine Ahnung haben, wie man sich vernünftig bewirbt (obwohl sie behaupten, sich selbst schon mal beworben zu haben).
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Unterlagen zusammenstellen und kopieren (am besten gleich 100mal, dann reicht es erst einmal eine Weile).
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Anzug kaufen. Je nach Job, den man vorher hatte, hat man keinen vernünftigen (oder nur einen alten). Oder man hatte nur einen. Das reicht nicht aus.
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Bewerbungsmappen kaufen.
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Fotos machen. Aber nicht nur bei einem Fotografen, weil die Qualitäten unterschiedlich sind. Drei sollten es schon sein und dann natürlich das beste Foto aussuchen.
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Lebenslauf erstellen. Aber wenn man nicht gerade einen stromlinienförmigen hat, können das schon mehrere Versionen sein. So habe ich z.B. in Ökonomie promoviert und mich als Programmierer ausbilden lassen. Natürlich muss der Lebenslauf lückenlos sein, aber je nach Stelle, schreibe ich mal mehr zum einen (Was habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter gemacht?) oder mehr zum anderen (Welche Programmiersprachen?). Bei einer NGO schreib ich mehr zu meiner ehrenamtlichen Tätigkeit etc. Es gibt kaum zwei Stellen, wo ich exakt den gleichen Lebenslauf abgebe. Damit ich später nicht so viel Arbeit habe, kann ich die grundsätzlich verschiedenen Versionen schon vorbereiten.
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Bewerbungsanschreiben erstellen. Auch hier habe ich vier verschiedene Versionen. Natürlich wird sie dann noch mal verändert, wenn es ein aktuelles Anschreiben ist. Sicherlich kann man Bausteine übernehmen, aber es darf nicht auffallen, dass es Bausteine sind. Natürlich wissen Personaler, dass man sich auf verschiedene Stellen bewirbt. Aber wenn der VW-Personaler den Eindruck hat, dass man sich mit diesem Anschreiben genausogut bei BMW hätte bewerben können (Extremfall: bei Bertelsmann, noch extremer: an der Uni), dann ist die Bewerbung nur Durchschnitt. Und Durchschnitt reicht nicht.
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Das gleiche für Kurzbewerbungen und dem kurzgefassten Lebenslauf.
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Mit (Kurz-)Bewerbungen und (Kurz-)Lebenslauf zu einem Experten gehen (Bewerbungscenter). Ich habe viele Bewerbungen und Lebensläufe von Akademikern gesehen, die glaubten alles richtig gemacht zu haben (und die auch natürlich entsprechende Literatur gelesen hatten) und die einfach Schrott waren.
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Aufgrund der Tipps die Unterlagen überarbeiten. Eventuell ein zweites Mal (zur Bestätigung) hingehen.
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Zeitungen kaufen und studieren.
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Informationen zu den entsprechenden Firmen heraussuchen und in das Bewerbungsanschreiben einarbeiten.
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Wenn in der Anzeige eine Telefonnummer steht (sehr häufig!), ruft man vorher an. Das kann man natürlich nur während der Arbeitszeit. Vorher sollte man sich zwei, drei intelligente Fragen überlegt haben (denn die Aussage: „In der Anzeige stand ihre Telefonnummer. Da wollte ich mal anrufen.“ ist sicherlich nicht ausreichend). Die Antworten übernimmt man dann ins Bewerbungsanschreiben.
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Das ist aber eigentlich überflüssig. Eigentlich funktionieren heute nur noch Initiativbewerbungen. Also:
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Firma heraussuchen. Informationen zur Firma sammeln (und nicht nur Umsatz etc.) sondern z.B. möglichst herausfinden, wie der Chef der Abteilung heisst, wo man hin will. Hier natürlich vor allem zwei, drei (nicht mehr) beeindruckende Fragen stellen. Möglichst die Antwort auf Fragen, die kommen können, vorher parat haben. Auch dies kann man logischerweise nur während der Arbeitszeit machen. Pro Firma muss man schon ca. fünf Mal anrufen, denn man kann ja nicht davon ausgehen, dass der richtige Ansprechpartner da ist und Zeit hat.
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Vor Vorstellungsgesprächen: Welche Fragen können kommen? Welche Antworten sind richtig? Habe ich alles passend zusammen?
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Am Vormittag (wenn noch Zeit): sich auf das Gespräch in Ruhe vorbereiten. Auch natürlich: welche Fragen kann man selbst stellen?
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Losfahren. Für die Wegstrecke die doppelte Zeit einplanen, denn es kann immer zu einem Stau oder ähnliches kommen.
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Noch einmal spaziergehen, sich beruhigen. Denn nervös ist wohl jeder vor einem solchen Gespräch.
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Nach dem Gespräch: Protokoll führen. Denn manchmal gibt es ein zweites Gespräch oder man kommt auf ungestellte Fragen. Da kann man sich dann noch mal telefonisch erkunden.
So, das so grundsätzlich. Nun der Zeitaufwand:
Vorstellungsgespräch (mit Fahrt) 8 Stunden
20 Telefonanrufen (ohne Gesprächspartner erreichen, aber natürlich mit Vorbereitung je 10 Minuten) 3 Stunde
5 erfolgreichen Telefonanrufen (mit Protokoll) 1 Stunde
5 Bewerbungsanschreiben samt Lebenslauf 2,5 Stunden
Post (hinbringen, öffnen und sauber in Tabelle eintragen, Ordner) 1 Stunde
Informationen über die 20 Firmen herausfinden 10 Stunden
Informationen über die 5 Firmen herausfinden (pro Firma intensiver) 2,5 Stunden
Vorstellungsspräch vor- und nachbereiten 6 Stunden
Summe: 34 Stunden. Und vor allem die entscheidende Zeit der Telefonanrufe geht nur während der Arbeitszeit.
Natürlich kann man auch weniger Zeit für eine Bewerbung aufwenden. Aber dann kann man es auch gleich lassen.
