Werkstudent hier - Diplomarbeit dort (kompliziert)

Hallo liebe Experten,

folgende Situation beschäftigt mich gerade:

Ich werde in den nächsten Wochen mit meiner Diplomarbeit anfangen und habe ein 1A-Angebot von einer sehr großen Versicherung, absolut perfekt.

Wenn nicht…
ich bei einem anderen Unternehmen (internationale WP-Gesellschaft)schon seit 2,5 Jahren als Werkstudentin wäre. Davon bin ich seit 1,5 Jahren im Erziehungsurlaub, den ich für die volle Zeit angemeldet habe. Mein Vertrag ist praktisch ein normaler AN-Vertrag, d.h. ich habe bei ca. 30-40 Wochenstunden auch regulär AL-, Renten- und Krankenversicherung wie ein normaler Arbeitnehmer bezahlt. Z.Z. bezahle ich nichts wg. Erziehungsurlaub.

Frage: Wie mache ich meinem jetzigen AG am geschicktesten klar, dass ich die Diplomarbeit bei der Versicherung schreiben möchte, möglichst ohne dass ich meinen laufenden Vertrag kündigen muss (v.a. wegen der Krankenversicherungs-Situation, aber auch s.u.)?

Lt. Elternzeit-Gesetz habe ich ja mW Anspruch auf bis zu 30 Std. Teilzeitarbeit; wenn mir der AG das nicht ermöglichen kann, darf ich auch - bei weiter bestehendem Vertrag - woanders arbeiten.

Rechtliche Ansprüche möchte ich aber nur im äußersten Notfall durchsetzen. Ich suche Ratschläge, wie ich am besten verhandle, bzw. ob nicht doch eine Kündigung die für alle Beteiligten beste Lösung wäre.

Warum ich nicht bei meinem jetzigen AG schreiben möchte (obwohl der durchaus Kapazitäten hätte), hat komplizierte Hintergründe (z.T. meine Schuld):

Das Kind, weswegen ich beurlaubt bin, ist von meinem Ex-Chef, das Ganze hatte vor knapp 2 Jahren Mobbing, Nichtzahlung meines Lohns, eine Klage
vor dem Arbeitsgericht meinerseits und eine außergerichtliche Einigung (volle Zahlung) zur Folge. Allein deswegen sollte ich die Firma wohl in den Wind schreiben…

Bloß ist durch einen Haufen Zufälle seit einem Jahr der hiesige Niederlassungsleiter der Gesellschaft, der außerdem im Vorstand sitzt, mein Mentor. Nach anfänglichen Unsicherheiten wg. meiner „Vergangenheit“ verstehen wir uns sehr gut, und er hat mir mehrfach gesagt, dass er mich schätzt und sich mich im Insurance-Bereich seines Unternehmens gut vorstellen könnte. Bisher war ich in einer anderen Abteilung. Ich weiß nicht, ob ich ihn fragen kann, weil er sich mit dem Zuständigkeitsbereich der Personalabteilung eher nicht beschäftigt.

Weil mein Mentor sich sehr für mich engagiert (hat mir u.a. ein Schnupperpraktikum im Insurance-Bereich organisiert, und ich kann mir sehr gut vorstellen, da mal zu arbeiten), möchte ich jetzt ungern mit dem Unternehmen brechen.

Eure Meinung würde mich sehr interessieren! Auch, ob ich mir die Firma, so unangenehm mir der Gedanke ist, endgültig abschminken soll. Ein (uneingeschränkt sehr gutes) Zeugnis von ihnen habe ich bereits.

Danke für Eure Mühe und Gute-Nacht-Grüße
Katharina

warum
versuchst Du es nicht auf dem geraden Weg ?

Hallo Katharina,

ich versteh die Sache so:
Du kannst deine Diplomarbeit bei einer Versicherungsfirma schreiben, dem Fachgebiet deines Mentors und dem Gebiet deiner künftigen Kunden (falls es denn klappt).
Versuich es einfach positiv zu verkaufen:
Du kannst Dich in ein Teilgebiet der Versicherungsbranche tief einarbeiten, dies nützt Dir bei der zukünftigen Arbeit als Wirtschaftsprüferin im Versicherungsbereich.
Verkauf es so deinem Mentor. Ich denke, dies wird positiv gesehen (flexibel, lernberig, andere Wege gehen,…)

Tschuess Marco.

Danke!
Hallo Marco,

auf die Idee, dass es meinem jetzigen Arbeitgeber ja nützlich sein könnte, bin ich noch gar nicht gekommen… ein guter Vorschlag, danke!

Grüße
Katharina