Unter druck :-((

Hallo,
leider weiß ich nicht ob ich hier oder bei Medizin oder bei Recht posten soll…:frowning:

Folgendes Problem: Bin seit Anfang Februar krankgeschrieben, hab rechts eine Irisitis ( Bindehautentzündung) die teilweise eine komplette Blindheit hervorrief. Hatte damls schon mal gepostet, da ich während der Arbeitszeit zum Doc gegangen bin und ich deswegen Ärger bekam. Nun stellt sich folgendes raus. Da meine Chefin immer wieder fragte wie lange ich denn noch krank wäre… zwischenzeitlich lag ich auch im Krankenhaus… und es sehr merkwürdig fand das mein Augenarzt mich jeweils immer 14 tägig krankschreibt…hat sie die Arzthelferin die eine Freundin von ihr ist mal nach meinem Befinden befragt. Diese hat ihr auch Auskunft gegeben was ja eigentlich schon wieder die Schweigepflicht verletzt. Ich bin hin und her gerissen… soll ich mich beim Arzt beschweren… meine Chefin darauf hinweisen das sie einen Schritt zu weit gegangen ist ( was ich eh nich kann da sie viel zu dominat ist) oder wie auch immer ich mich verhalten soll…Jedenfalls wird die Angst vor dem Tag des wieder Arbeitens immer größer…
ich wäre für jeden rat dankbar und hoff das mein wirrwarr von Statement jemand verstanden hat.

MFG Angela

Hallo Angela,

beschwere Dich massiv beim Arzt über die Indiskretion seiner Arzthelferin. Die Konsequenzen sollen nicht Deine Sorge sein. Aber vor allem kannst Du Dir sicher sein, dass die Arzthelferin ihrer Freundin davon berichten wird. Ergo: Deine Chefin weiß so ganz nebenbei, dass Du gewillt und in der Lage bist, Dich zu wehren.

Mehr täte ich erst einmal nicht! Vor allem bleibe ruhig und gelassen: Was kann Dir denn passieren??? Konzentriere Dich auf Deine Genesung, der Rest wird sich ergeben und wird mit Sicherheit nicht so heiß gegessen wie gekocht :wink:

Kopf hoch und alles-alles Gute,
Jana

Hi Angela,

ich würde nicht wie Jana agieren. Telefonierst Du denn nicht regelmäßig mit Deiner Chefin um Ihr zu sagen wie es Dir geht und wann sie wieder mit Dir rechnen kann?
Ich bin der Meinung, daß man immer offen und ehrlich miteinander umgehen sollte. Das Sprichwort mit dem Wald bemühe ich jetzt nicht. Auch wenn Deine Chefin Dir auf den Schlips getreten ist mit ihrer zugegebenermaßen unflätigen Art, solltest Du Sie umso mehr mit entwaffnender Höflichkeit über alles auf dem laufenden halten.

Nur meine Meinung und vielleicht hast Du das ja alles schon probiert und es hat nicht geholfen, dann aber hast Du den falschen Arbeitgeber. Btw, gute Sekretärinnen (Assistentinnen) haben praktisch freie Jobauswahl.

Gute Besserung
Falckus

P.S. Du solltest vielleicht der Arzthelferin einen kleinen Tip geben, daß Du Dir eine Anzeige wegen Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht vorbehälst. Der Ärztin aber (noch) nichts sagen und das ihrer Hilfe auch mitteilen. Laß doch die kleine dumme Arzthelferin ein wenig von Deiner Laune abhängig sein.

Hallo!

Auch wenn Deine Chefin Dir auf den Schlips
getreten ist mit ihrer zugegebenermaßen unflätigen Art,
solltest Du Sie umso mehr mit entwaffnender Höflichkeit über
alles auf dem laufenden halten.

Das würde für mich automatisch entweder arg ironisch oder aber kriecherisch wirken - beides vielleicht nicht der gewünschte Effekt…

P.S. Du solltest vielleicht der Arzthelferin einen kleinen Tip
geben, daß Du Dir eine Anzeige wegen Verletzung der ärztlichen
Schweigepflicht vorbehälst. Der Ärztin aber (noch) nichts
sagen und das ihrer Hilfe auch mitteilen. Laß doch die kleine
dumme Arzthelferin ein wenig von Deiner Laune abhängig sein.

Auch das würde ich eher nicht tun - sonst rennt die Arzthelferin direkt als nächstes zur befreundeten Chefin, und dann setzt diese wiederum die Arbeitnehmerin unter Druck, daß „das ja wohl nicht der Rede wert wäre“.
Außerdem würden sich die beiden nach einer derartigen „Vorwarnung“ sicherlich zusammensetzen um eine möglichst gute Ausrede zu erfinden die sie der Ärztin im Falle eines Falles auftischen können.

Ich würde direkt die Ärztin darauf hinweisen, daß so etwas künftig zu unterbleiben hat. Eine Abmahnung hat sich diese Sprechstundenhilfe m.E. auf alle Fälle redlich verdient!

Alles in allem würde ich jetzt einmal auf den Tisch schlagen, schließlich gibt der Klügere so lange nach bis er der Dumme ist!

Schönen Gruß,
Robert

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Auch Hallo!

Das würde für mich automatisch entweder arg ironisch oder aber
kriecherisch wirken - beides vielleicht nicht der gewünschte
Effekt…

Jeder wie er kann, wenn Du so etwas nicht mit dem gewünschten Effekt kannst, dann mußt Du es tatsächlich anders machen.

Auch das würde ich eher nicht tun - sonst rennt die
Arzthelferin direkt als nächstes zur befreundeten Chefin, und
dann setzt diese wiederum die Arbeitnehmerin unter Druck, daß
„das ja wohl nicht der Rede wert wäre“.
Außerdem würden sich die beiden nach einer derartigen
„Vorwarnung“ sicherlich zusammensetzen um eine möglichst gute
Ausrede zu erfinden die sie der Ärztin im Falle eines Falles
auftischen können.

Da könntest Du Recht haben.

Alles in allem würde ich jetzt einmal auf den Tisch schlagen,
schließlich gibt der Klügere so lange nach bis er der Dumme
ist!

Ersteres hat übrigens gar nichts mit Deiner letzten Aussage zu tun. Aber immer mal die Keule rausholen, am besten nach der Gewerlschaft schreien :smile:

So long
Falckus

Hallo.

(…) Ich bin hin und her
gerissen… soll ich mich beim Arzt beschweren… meine
Chefin darauf hinweisen das sie einen Schritt zu weit gegangen
ist (…)

Du solltest beim Arzt lediglich darauf hinweisen, daß Du den konkreten Verdacht hast, Deine Diagnose sei auf Anfrage von Arzthelferin XY weitergegeben worden. Der AG kannst Du im Grunde genommen gar nichts, da die (im Streitafll „besorgte“) Nachfrage sicherlich nicht ungesetzlich war - ganz im Gegenteil zur (vermutlich nicht beweisbaren) Verletzung der Schweigepflicht durch die Helferin. Die Mitteilung an den Arzt solltest Du m.E. auf keinen Fall auslassen, da die Situation ggf ja noch einmal wiederkommen kann und Dir in anderen Fällen ggf Nachteile entstehen können. Bleib dabei freundlich und hüte Dich davor, die Arzthelferin konkret zu bezichtigen, wenn Du es nicht wirklich beweisen könntest. Das käme vielleicht auch beim Arzt nicht gut an.

Gruß,
LeoLo

Hallo,

vielen dank für die nützlichen Tips…möchte noch folgendes hinzufügen: Also das mit dem anrufen und Bescheid sagen ist einerseits selbstverständlich, würde und hab ich auch getan, allerdings war es so das sie zeitweilig schon 8 Tage vor dem ende der Krankmeldung anrief und fragte wann ich zurückkomm.

Die Arzthelferin hab ich darauf angesprochen mit dem Ergebniss das sie ziemlich geschockt war das meine Chefin sowas behauptet hätte und auch sofort den Arzt dazu zog und es ihm erklärte. Ich glaube in diesem fall der Helferin meine Chefin neigt dazu sachen zu behaupten die nicht wahr sind. Z.B. das es ja wohl schmu sein muss wenn der Arzt mich 14 tägig krankschreibt sowas gibts nicht. Den Arzt daraufhin angesprochen meinte er wenn sie blind sind , sind sie blind und können schonmal garnicht innerhalb von 14 Tagen wieder volle sehkraft haben.

Ich bin nun weiter bis Ende nächster Woche krank, soll dann *wieder an die Arbeit* herangeführt werden, was heißt ich kann zwar kochen ( bin ich von Beruf) und fürs Auge gibts eine Notbrille damit ich auch was seh. Wer das bezahlen soll ist mir ein Rätsel und ob meine Chefin da mitmacht ist dahingestellt. Ich wäre froh wenn sie sagt , nein, erst wieder wenn ich 100% fit bin da ich wirklich Panik krieg bei dem Gedanken dort weiter arbeiten zu müssen.

Rechtsbeistand hab ich mir auch besorgt allerdings Termin erst am Montag…

MFG Angela

Hallo,

aus rechtlicher Sicht sollte man den Vorwurf der Verletzung der Schweigepflicht, welcher der Arzthelferin gemacht wird, nicht unterschätzen. Kann dieser Vorwurf bestätigt werden - was wiederum das Problem der Beweisbarkeit aufwirft - kommt die Arzthelferin in „Teufels Küche“.

Besonders zu bemerken ist daß übrigens auch der Arzt zur Verantwortung gezogen werden kann, weil er für die Aussagen seiner Angestellten haftbar gemacht werden kann. Es gibt entsprechende Präzedenzfälle…

Ich würde also sehr gut überlegen wie sinnvoll es ist den Vorwurf „Verletzung der Schweigepflicht“ in den Raum zu stellen. Wenn diese Sache erstmal ins Rollen kommt kann das richtig großen Wirbel machen, da geht’s dann nicht mehr nur um eine Indiskretion der Arzthelferin, sondern der Arzt ist auch mit dran und die Chefin ist ja auch involviert (kann arbeitsrechtliche Folgen für sie haben).

Wenn „der Schuß nach hinten losgeht“ könnte es aber auch sein daß Du alle drei gegen Dich hast… Deswegen bitte gut überlegen was für Dich sinnvoll ist und was nicht.

Alles Gute und ich hoffe Dein Wiedereinstieg klappt problemlos. Ich drück’ Dir die Daumen,

MecFleih