Huhu Jürgen,
kann zwar nicht aus eigener Erfahrung sprechen, allerdings hat mein Vater mal Pharmaberater gemacht.
Was mir davon noch im Gedächtnis ist:
Es gibt Firmen, die nehmen nur Chemiker, Biologen, Ärzte und Akademiker aus ähnlichen Bereichen. Lt. meinem Vater (aber für den sind alle Nicht-Akademiker gleichzeitig auch Nicht-Menschen) muss der Standard (und die Freiheiten), in einer solchen Firma, sehr hoch sein.
Es gibt Firman bei denen sich der PB tgl. 1-2 mal irgendwo melden muss und andere wie z.B. ein bekannter Pharmakonzern (Phytotherapeutika) in Salzgitter, bei denen sich der PB nur gelegentlich physisch einfinden muss (ich schätze mein Vater war alle 3-4 Monate mal daoben, um sich Zahlen anzuhören und dann Feiern zu gehen).
Das Gehalt muss wohl irgendwo um die 5-6000DM brutto gelegen haben (da bin ich mir allerdings nicht sicher) zzgl. Firmenwagen.
Wenn ich mich so an den Ablauf erinnere: Mein Vater hat i.d.R. nicht vor 9 Uhr das Haus verlassen, war dafür meist aber auch, wenn ich aus der Schule kam, fast zu Hause (14h).
Trotzdem weiss ich das es auch PB’s gibt die auch Nachmittags arbeiten und nicht so ein Lotterleben haben.
Meiner Meinung nach ist es vor allem eine Frage des Gebietes, das Dir zugeteilt wird, das von meinem Vater war ganz eindeutig ein Selbstläufer
))
Trotzdem solltest Du es Dir gut überlegen - geh doch einfach mal zu Deinem Hausarzt und frag Ihn mal so was er noch verordnen darf und wieviel und vor allem wann er sein Budget erreicht hat. Dann wirst Du feststellen, das mein Vater noch zu einer recht fetten Zeit arbeiten konnte (Anfang/Mitte der 90er).
Von meiner Mutter (niedergelassene Ärztin) weiss ich das ein normaler Hausarzt nach sehr kurzer Zeit sein Budget voll hat und danach die aufgeschriebenen Medikamente quasi aus eigener Tasche zahlt - somit sind Verordnungen eine Art „Tabu“ für alles was nicht grade lebensnotwendig ist.
Sprich wenn Du kein Präparat vertrittst, daß lebenserhaltend ist (Insulin, Marcumar, etc) kannst Du meiner Meinung nach heutzutage nur noch Generika vertreten (Ratio, CT etc) da diese Mittel von der Politik aufgrund der niedrigen Preise noch irgendwie vertretbar sind.
Allerdings sind das, ich habe lang genug bei meiner Mutter „Thekendienst“ gemacht um das einschätzen zu können, die PB’s an die man auch um 18:30h noch einen Termin vergeben kann…
…und meine prsönliche Meinung ist, daß man solche Firmen nich zu sehr unterstützen sollte, denn was hat es zur Folge das nur noch Generika verordnet werden? Die forschenden Firmen bekommen nicht mehr genug Geld um forschen zu können und wir bewegen uns auf einen Stillstand zu, hier in Deutschland. Naja andererseits: wir bewegen uns auf eine Rezession zu in Deutschland, da fällt das auch nicht mehr ins Gewicht… nein ch will jetzt keine politische Diskussion vom Zaum brechen, aber guck Dir vorher bitte auch mal an was unsere liebe Gesundheitsministerin im Moment für einen … verzapft, dann kannst Du Dir ein Bild davon machen was sich im Moment so bei den Ärzten und als direkte Folge davon bei den PB’s tut.
Ich hoffe Dir, auch wenns nur aus zweiter Hand kam) ein wenig geholfen zu haben. Meiner Meinung nach ist soweiso alles besser als arbeitslos sein, aber wenn Du Alternativen hast, sieh Sie Dir lieber nochmal genauer an…
Liebe Grüsse
Coco