hallo dirk,
überqualifiziert kann ein mensch NIE sein - eher hat sich das
Unternehmen (oder andere interessenten) mit der Einschätzung
„überqualifiziert“ unterqualifiziert.
tja nu… nur hat ein personalchef in erster linie eine bestimmte stelle zu besetzen und nicht etwa der firma zu einem evolutiossprung zu verhelfen. da überlegt er sich natürlich schon, ob er jemanden einstellt, der ihm nach 2 wochen den eigenen job streitig machen könnte oder die gesamte firma zu leiten willens und in der lage wäre (ich übertreibe jetzt mal etwas, um das problem plastisch zu machen) oder eventuell von jemand anderem abgeworben wird - entweder mit dem versprechen von mehr gehalt - oder mehr kompetenz (oder beidem).
und wenn der derart umworbene nun nicht auf dieses angebot eingeht - was stimmt denn dann nicht mit ihm? was kann ich als personaler tun, um ihn zu halten? ich müßte also entweder eine passende höherqualifizierte stelle für ihn vakant haben oder soviel „luft“ haben, um ihm mehr gehalt geben zu können.
bei der 1. möglichkeit stehe ich wieder vor dem selben problem wie am anfang: ich habe schon wieder diese verdammte stelle zu besetzen…
bei der 2. version habe ich die bestimmte stelle zwar nach wie vor besetzt (keiner weiß aber, wie lange!), muß diese aber „überteuert“ bezahlen.
konsequenz: ich such mir doch besser gleich jemanden, der „passend“ qualifiziert ist und den ich nicht hüten muß wie meinen augapfel, weil er/sie sonst mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ziemlich schnell wieder weg ist.
wie kommt es zu jenen äusserungen/mutmaßungen, das ein Mensch
unterentwickelt zu bleiben hat?
das ist ne andere diskussion…
wir würden heut noch in höhlen wohnen und vor dem feuer
fliehen…
jaja… 
jetzt bin ich gespannt auf eure nachrichten.
und bevor du oder andere mich jetzt auseinander nehmen wegen der oben geäußerten theorien, sage ich schnell noch, dass ich das genauso mies finde wie du und das zur zeit exakt mein problem ist: ich finde keinen job, weil ich „überqualifiziert“ bin. dass auch überqualifierte miete & strom zahlen müssen, tangiert personalchefs nicht. leider. also lasse ich zeugnisse weg und glätte den lebenslauf dementsprechend. das geht aber nicht in jeder phase. zumeist bekomme ich sowieso nur gleichlautende, nichtssagende absagen. die lassen alle beim selben schreibbüro arbeiten! wenn mir an der stelle sehr gelegen war, frage ich auch nach, warum… dann ist man sehr freundlich und entschuldigt sich damit, dass man diese formulierung immer verwendet, sie aber keine abwertung meiner qualifikation bedeute. achso… und dann bin ich genauso schlau wie vorher.
ok, beenden wir das hier. jammern bringt nix, denn absagen heißen doch nur, dass mein angebot noch nicht stimmt.
hier noch eine literaturempfehlung: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3635605581/qid…
gruß & viel erfolg
ann