Dipl. Ing. im Außendienst, Festgehalt /Provision

Hallo Ihr,

ich habe ein Jobangebot als Dipl. Ing. agrar im Außendienst tätig zu werden. Leider wollte man mir am Telefon keine Auskunft über das Festgehalt geben. Meine Frage, in welchem Verhältnis stehen Festgehalt und Provision, 60 / 40 ? Mit welchem Grundgehalt sollte ich zufrieden sein? Ich bin Berfufsanfänger. Zudem ist zu sagen, das der Kundenstamm in meinem GEbiet von mir komplett neu aufgebaut werden müsste, also wäre die ersten Monate nix mit Provision.

Gruß und Dank, Janine

Hallo Ihr,

ich habe ein Jobangebot als Dipl. Ing. agrar im Außendienst
tätig zu werden.

Vielleicht sagst du mal, was da deine Aufgabe ist: Mähdrescher, Trecker verkaufen? Düngemittel neu einführen? Saatgutumstelung?

Leider wollte man mir am Telefon keine

Auskunft über das Festgehalt geben.

Kannst du dir nicht vorstellen, daß solche Job-Intimitäten nicht am Telefon besprochen werden? Geh davon aus, daß, wenn der Bauer dein Kunde ist, daß du mit jedem erst mal nen sack Salz essen mußt, bevor du Informationen bekommst. Es sei denn du selbst bist „Bauer“ und sprichst „dieselbe Sprache“.

Meine Frage, in welchem

Verhältnis stehen Festgehalt und Provision, 60 / 40 ?

Das kann nur dein AG beantworten. Jede Firma findet ihre eigene Lösung:
-hohes Fest - kleine Provision
-kleines Festgehalt- hohe Provision
kein Festgehalt - sehr hohe Provision
Gehaltsbestandteile wie Firmenwagen, eigenes Budget etc.

Mit

welchem Grundgehalt sollte ich zufrieden sein? Ich bin
Berfufsanfänger.

einfache Berechnung:
Was mußt du tun? Wieviel Proviosn/Fest bekommst du? Wieviel mußt du verkaufen um dienen Gehaltsvorstellungen nahe zu kommen? Läßt sich das realisieren?

Zudem ist zu sagen, das der Kundenstamm in

meinem GEbiet von mir komplett neu aufgebaut werden müsste,
also wäre die ersten Monate nix mit Provision.

Vereinbare möglicherweise eine gleitende Regelung:
Anfang mit hohem Festgehalt.
Wenn Provision eine Höhe von xxx errreicht, dann anpassung Gehalt runter Prov. hoch. usw.

gruß winkel

meine Aufgabe wäre, Futtermittel an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Gut, das man mir am Telefon nichts näheres sagen will, ist verständlich, nur der Herr bat mich halt einige Tage drüber nachzudenken ob ich den Job wirklich machen möchte, da spielt das GEhalt ja auch ein wenig in die Entscheidung mit hinein. Zum Vorstelungsgespräch müsste ich 400 km fahren, wenn ich dann da hineier um zu erfahren das es nur einen Hungerlohn gibt ist das ein wenig ärgerlich.

Hallo,

eine serioese Firma wuerde Dir evtl sogar die Fahrtkosten zum Vorstellungsgespraech zahlen.
Eine Firma ist sogar fuer ein Vorstellungsgespraech zu mir nach Düsseldorf (von Kiel aus!) gekommen. Ein Termin lag da sowieso grad in der Naehe…
Da findet sich bestimmt eine Loesung - sprech den zukuenftigen AG einfach an.

Die Festgehalt/ Provi Verteilung sollte bei 70 / 30 liegen.
Firmenwagen sollte i.d.R. im Außendienst sowieso gestellt werden.
Fuer den Anfang kann man sogar eine feste Provision ausmachen.
z.B. fuer das erste halbe Jahr 500 auf jeden Fall, alles was dreuber kommt, bekommst Du, wenn es weniger als 500 sein sollte, bekommstDu aber min. die 500 (oh - je, ich hoffe Du kannst noch folgen)

Spreche immer in Jahresgehaeltern beim Gespraech - nie in Monatsgehaeltern.

Diese ganzen Tipps gab mir ein guter Freund, der ein erfolgreicher Geschaeftsmann ist (im Außendienst einer Computerfirma).

Liebe Grueße,
Nikisha

Im Uebrigen ein harter Job - gerade zur Zeit…
Deshalb solltest Du Dir Deine Arbeit gut vergueten lassen.

meine Aufgabe wäre, Futtermittel an den Mann bzw. die Frau zu
bringen.

Bevor ich mir hier Gedanken über das Gehalt machen würde:

nachzudenken ob ich den Job wirklich machen möchte, da spielt
das GEhalt ja auch ein wenig in die Entscheidung mit hinein.

würde ich mich mal vorab über die marktstellung des Unternehmens und die konurrenzsituation und die Verteilungsstrukturen im Agrarhandel schlau machen.

dann siehst du sofort, gegen wen du antrittst.

Zum Vorstelungsgespräch müsste ich 400 km fahren, wenn ich
dann da hineier um zu erfahren das es nur einen Hungerlohn
gibt ist das ein wenig ärgerlich.

die Frage ist doch: Job oder nicht Job. Ich denke Soz.-Hilfe und Arbeitslosigkeits sind besssere Garanten für Hungerlohn als ein Job.

wie stehtts denn mit einer Produkt und Marketingschulung für dich, bevor sie dich auf den Markt schicken? welche Grundumsätze sind bereits vorhanden? Ist das Produkt nagelneu (dann Finger weg, das gehört in die Hände von eingeführten Marktprofis, nicht an blutige Anfänger)

Allgemeiner Tipp: Liebe Berufsanfänger, setzt die Maßstäbe beim Berufseinstieg nicht am Gehalt an, sondern an den Chancen!

gruss
winkel

Hallo,

eine serioese Firma wuerde Dir evtl sogar die Fahrtkosten zum
Vorstellungsgespraech zahlen.

Tatsache ist, daß das gesetzlich geregelt ist. Wer den Kandidaten antanzen läßt, hat dafür zu zahlen. Nicht unbedingt die Übernachtung im 5*-Hotel, aber die Fahrtkosten auf jeden Fall.

Die Festgehalt/ Provi Verteilung sollte bei 70 / 30 liegen.

Wie kommst Du auf sowas? Mal abgesehen davon, daß die Provision je nach erzieltem Umsatz variabel ist, gibt es dafür weder Richt-, Erfahrungs- noch Pflichtwerte. Allein auf dieser Etage liegen die Referenzboni (also der Normalbonus) zwischen und 30% vom Jahreseinkommen.

Firmenwagen sollte i.d.R. im Außendienst sowieso gestellt
werden.

Wie kommst Du auf sowas? Mal abgesehen davon, daß das steuerlich für den Arbeitnehmer eine unpraktische Variante sein kann, ist das doch Verhandlungssache und richtet sich auch nach den Erfordernissen der Tätigkeit.

Fuer den Anfang kann man sogar eine feste Provision ausmachen.
z.B. fuer das erste halbe Jahr 500 auf jeden Fall, alles was
dreuber kommt, bekommst Du, wenn es weniger als 500 sein
sollte, bekommstDu aber min. die 500 (oh - je, ich hoffe Du
kannst noch folgen)

Der Witz bei einer Provision ist, daß der Provisionsempfänger damit animiert werden soll, möglichst hohe verprovisionierte Umsätze zu erzielen. Eine Mindestprovision ist da nur kontraproduktiv. Mal abgesehen davon ist eine Mindestprovision schon rein sachlich totaler Quatsch. Dann kann man den Betrag gleich auf das Festgehalt aufschlagen.

Diese ganzen Tipps gab mir ein guter Freund, der ein
erfolgreicher Geschaeftsmann ist (im Außendienst einer
Computerfirma).

Und wieder ein Beispiel dafür, daß man nicht jedem glauben sollte, der klug daherschwätzt.

Gruß,
Christian

Und wieder ein Beispiel dafür, daß man nicht jedem glauben
sollte, der klug daherschwätzt.

hmm… also ich weiss ja nicht, ob man hier so ausfallend werden sollte - wohl eher nicht, oder?`
Naja - ich denke wenn hier jemand eine Frage stellt, sollte man nach bestem Wissen antworten.
Ich tue dies nicht um jemandem in die Pfanne zu hauen oder klug zu reden, sondern um dem Fragensteller ein breites Spektrum von Antworten zu liefern, sodass sich dieser ein objektives Bild machen kann.
Ich denke das ist Sinn und Zweck des Ganzen. Und solltest Du mit mir ein Problem haben, so schreibe mich doch einfach an und kritisiere konstruktiv, ok?

Gruß,
nikisha (die so klug daherschwaetzt. smile.)

Und wieder ein Beispiel dafür, daß man nicht jedem glauben
sollte, der klug daherschwätzt.

hmm… also ich weiss ja nicht, ob man hier so ausfallend
werden sollte - wohl eher nicht, oder?

Was war denn daran ausfallend?

Naja - ich denke wenn hier jemand eine Frage stellt, sollte
man nach bestem Wissen antworten.

Schon klar, nur sollte man sich sicher sein, daß seine Quelle einigermaßen nah an der Realität berichtet. Aussagen wie „70:30“, „seriöse Arbeitgeber zahlen die Anreise“ usw. sollte man halt hinterfragen oder man muß eben riskieren, daß man für Informationen aus Dritter Hand den Kopf hinhalten muß.

Ich denke das ist Sinn und Zweck des Ganzen. Und solltest Du
mit mir ein Problem haben, so schreibe mich doch einfach an
und kritisiere konstruktiv, ok?

Ich fand mich sehr konstruktiv, denn ich habe nicht nur Deine Aussagen relativiert, sondern die richtigen nachgeliefert. Und aus meinen Aussagen Kritik an meiner Person herzuleiten, erscheint mir doch etwas übertrieben. Jedenfalls war es so nicht gemeint.

Gruß,
Christian