Re^2: Lebenslauf und Bewerbung
Hallo Heiner,
vielen Dank für deine hilfreiche und ausführliche Antwort!
Ich habe gestern noch mal einige Stunden damit verbracht, meinen Lebenslauf zu überarbeiten. Dabei ist mir noch so einiges aufgefallen.
"Schwierig" wird es leider, da mein Leben nicht so gradlinig verlaufen ist und trotz dessen, dass ich Berufsanfänger bin nicht mit Grundschule, Gymnasium, Lehre, Zivildienst, Studium beschrieben werden kann.
Viele Dinge sind "gleichzeitig" gewesen (Studium, wichtige Jobs, Fachschaftsarbeit), so dass sich keine lineare Chronologie darstellen lässt :( .
Ein paar konkrete Fragen:
-werden grundsätzlich die erreichten Abschlüsse genannt? Also "Gymnasium mit Abschluss Abitur", "Ausbildung mit Abschluss Facharbeiterbrief", "Studium mit Abschluss Diplom"
-Zur Erlangung meiner Diplomarbeit war ich in einem Unternehmen angestellt. Die Tätigkeit dort entspricht dem, worauf ich mich grundsätzlich bewerben möchte. Gruppiere ich diesen Zeitraum unter der Überschrift "Studium" (war ja Teil dessen) oder "Berufsrelevante Tätigkeiten"? (Oder soll es gar garnicht erwähnt werden?)
-Ebenso meine berufsnahe Tätigkeit in der Fachschaft?
-Ich habe während und kurz nach dem Studium "berufsnah" (quasi als Elektroniker, nun bin ich Dipl.-Ing. für Elektrotechnik) mehrmals im selben Unternehmen "gejobbt". Ist es sinnvoll zu meinem ersten, sehr guten Arbeitszeugnis noch ein sicher ähnliches aber aktualisiertes beizulegen? Auch wenn es gar keine Anstellung als Akademiker war?
- aussagekräftig (bezieht sich auch auf die ausgeschriebene
Stelle)
Dazu gehört vor allem - und das machen wenige Bewerber - ,
dass
man zur jeweiligen Position einen kurzen, informativen Satz
zur
Aufgabe/Funktion schreibt.
Hmm, sehr schwierig. Macht den Lebenslauf leider schnell sehr unübersichtlich. Ich habe jetzt als Berufsanfänger, aber wie schon gesagt mit vielen Nebentätigkeiten, zwei Seiten komplett voll. Etwas zu viel, oder? Dafür habe ich jetzt relativ viel Überschriften (9!) um die Übersichtlichkeit zu erhalten.
Wie bewertest du eigentlich die Wichtigkeit von Bewerbungsmappen? Reicht ein _ordentlicher_, als solcher verkaufter Bewerbungs-Schnellhefter aus? Geiz ist ganz sicher nicht angebracht, aber wo ist das Optimum zwischen Tacker und Ledermappe?
Ohne Deinen Lebenslauf genau zu kennen, fällt eine Empfehlung
schwer.
Ich könnte ihn dir zukommen lassen, über eine Bewertung würde ich mich sehr freuen. Wäre ein pdf-format (oder gar StarOffice) recht?
Falls Du über Erfahrunge/Fähigkeiten/Stärken verfügst, die den
Rahmen des Lebenslaufes "sprengen" würden bietet sich folgende
Lösung an:
entweder (kurz und knapp) ins Anschreiben o d e r (bessere
Alternative): Erstellung einer ausdrucksstarken Extra-Seite
(der berühmten Dritten Seite).
Ich habe zweifelsohne solche Fähigkeiten, da ich schon oft in Unternehmen gearbeitet habe (nicht "nur studiert") und durch meine Fachschaftsarbeit viel an fachnaher und sozialer Kompetenz erlangt habe. Von der "Dritten Seite" habe ich noch nie gehört, hast du ein Beispiel im Netz?
Ganz allgemein muss ich feststellen, dass ich mich leider sehr schwer tue mit der Umsetzung meiner Bewerbung. Gerne würde ich mir professionell helfen lassen, habe aber im Internet nicht das passende gefunden. Kennst du Adressen im Kieler Raum? Was hälst du vom Training des Arbeitsamtes? ;)
Vielen Dank und Grüße,
Jame~