Lebenslauf und Photo

Von: , Frage gestellt am Di, 12. Aug 2003

Hallo,

nachdem sich die Technik seit meiner letzten Stellensuche etwas geändert hat, eine Frage zur Gestaltung des Lebenslaufes:

Ist es nach wie vor üblich, ein Paßbild in natura auf den Lebenslauf aufzukleben oder kann man das Bild auch einscannen, direkt in den Lebenslauf einfügen und dann komplett ausdrucken? Vernünftiger Scanner und Drucker sowie ein ordentliches Papier sind hierbei natürlich conditio sine qua non.

Danke und Gruß
abi

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 54 Minuten 1 hilfreich
    Re: Lebenslauf und Photo

    Ist es nach wie vor üblich, ein Paßbild in natura auf den
    Lebenslauf aufzukleben oder kann man das Bild auch einscannen,
    Hallo Abi,

    bereits vor Jahren hab ich mit eingescanntem Bild gearbeitet (vor allem wenn ich Initiativbewerbungen zu Hauf verteilt habe). Später dann wieder hatte ich Lust auf "richtige" Fotos.

    Heute, wo ich tagtäglich CVs auf den Tisch bekomme, ist wirklich alles dabei. Von der "gestylten" hardcover-Bewerbung mit tollen Bildern bis hin zu e-mail-Bewerbung mit haufenweise Tippfehlern;-) (und ganz ohne Foto)... Ich denke, es kommt auch auf Position,Branche und Firma/Ansprechpartner an...

    Grüße
    Gerry

  2. Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
    Re: Lebenslauf und Photo

    Hallo,
    eine Frage zur Gestaltung des Lebenslaufes:
    Ist es nach wie vor üblich, ein Paßbild in natura auf den
    Lebenslauf aufzukleben oder kann man das Bild auch einscannen,
    direkt in den Lebenslauf einfügen und dann komplett
    ausdrucken? Vernünftiger Scanner und Drucker sowie ein
    ordentliches Papier sind hierbei natürlich conditio sine qua
    non.
    Hallo abi,

    das Bewerbungsphoto (kein Paßbild !!) wird von vielen Bewerbern immer noch auf dem Lebenslauf (oben rechts) untergebracht. Hoffentlich nicht mit Tacker oder Büroklammer - es gibt elegantere Lösungen.

    Eine Alternative zur Positionierung auf dem Lebenslauf ist das Deckblatt mit (z.B. zentriertem, etwas größerem) Photo. Beispiele findest Du in HESSE u. SCHRADER: Die perfekte Bewerbung. Bewerbungsmappe für Hochschulabsolventen. Mit kommentierten Bewerbungsphotos. (Dürfte in jeder gut sortierten Buchhandlung vorätig und einsehbar sein).

    Bemerkung zur "Paßbild":
    Leider nutzen viele Bewerber tatsächlich (wenig aussagekräftige) Paßbilder ... Häufig scheint es so zu sein, dass der Bewerber in ein Photostudio geht und Paßbilder (statt Bewerbungsphotos) verlangt. Wenn der Photograph nicht nach dem Verwendungszweck fragt: ja, dann werden es auch Paßbilder.
    Daher: beim Photostudio unbedingt "Bewerbungsphotos" verlangen. Zudem: bitten Sie den Photographen um Feedback zur Kleidung, Frisur etc. Erzählen Sie, als was sie sich bewerben. Und: nehmen Sie eine Alternativgarnitur mit.
    Ob es sich lohnt einen professionellen Photographen mit der Erstellung positionsbezogener Bewerbungsphotos zu beauftragen sollte ebenfalls erwogen werden: in diesem Fall würde auf jeden Fall ein Koffer mit unterschiedlichen Kleidungsstücken mitzunehmen sein: an diesem Hinweis würde man vermutlich einen guten Photographen erkennen.

    Zum Scannen:
    Das spart möglicherweise Kosten (?), zudem kann das Bild exakt ausgerichtet werden (gelingt beim Aufkleben nicht immer). Wenn die Qualität sehr gut ist - kein Problem.
    In meiner beruflichen Praxis sehe ich allerdings selten gute Scanner-Bewerbungsbilder: die meisten haben einen "Farbstich".

    Ich habe die Frage etwas ausführlicher beantwortet, weil - meiner Erfahrung nach - etwa 80 % der Bewerbungen, die auf eine Ausschreibung eingehen "schlecht - sehr schlecht" sind und sich die Frage stellt, warum diese Bewerber überhaupt eine Bewerbung erstellen.

    Grüsse aus Lüneburg

    Heiner Gierling

  3. Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
    Re: Lebenslauf und Photo

    Ich habe auch "nur" gescannte Fotos aufgedruckt, und wenn ich heute Bewerbungen bekomme (so heisse die CVs doch auf deutsch?) dann sind die auch gescannt. Aber in der EDV-Branche ist das auch OK, Banken sind vieleicht konservativer.

  4. Antwort von nach 2 Stunden 2 hilfreich
    Re: Lebenslauf und Photo

    Mach eine Bewerbung mit aufgeklebtem Foto und eine mit gescanntem und ausgedrucktem Foto. Und dann frag ein paar Bekannte, ob sie einen Unterschied sehen und welches Foto sie besser finden...

    Ralph

  5. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Re: Lebenslauf und Photo

    Hi,

    ich denke, nicht, dass es auf Branche oder Job ankommt.

    Ein gedrucktes Foto würde mir zeigen:

    1. der Bewerber ist die Stelle noch nicht mal den reichlichen Euro füür das Foto wert oder
    2. der Bewerber bewirbt sich bei so vielen Stellen gleichzeitig, dass er sonst zu große Ausgaben hätte - warum sollte er sich dann im Besondern für die von mir angebotene Stelle interessieren?
    3. der Bewerber legt wenig Wert auf Einhalten von Formalitäten

    ---> Insgesamt kein k.O.-Grund, aber schon ein Minuspunkt.

    Email- Bewerbungen sind nicht sooo viel anders, denn ein Bewerber mit einem guten Foto verbessert seine Chance schon mal gegenüber dem schlecht gescannten Passfoto.

    A.

    • Antwort von nach 20 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Lebenslauf und Photo

      Ich glaube nicht, dass ein gescanntes Foto den Wert der Bewerbung beschreibt. Ein guter DIN-A4 Farblaserausdruck ist auch nicht billiger als ein Foto-Abzug! Na gut, ein Foto mit dem Tintenstrahler kann jeder machen, das ist dann aber auch qualitativ um einiges schlechter und fällt schon deswegen negativ ins Auge.

      Ich glaube auch nicht, dass ein gutes gescanntes Foto zeigt, dass der Bewerber sich nicht an Formalitäten hält, denn 1. ist es nicht festgeschrieben, wie man das Foto macht (sonst gäbe es hier auch keine Diskussion), 2. sollte es ja auch garnicht auffallen, dass das Foto nicht aufgeklebt ist. Wenn das Foto die gleiche Qualität hat, als ein aufgeklebten, sollte dies der Leser der Bewerbung garnicht merken. Der liest ja eine Bewerbung nicht, um auf bestimmte Formalitäten zu achten, und so sollte ihm nicht auffallen, dass das Foto nicht geklebt ist. Es kann dann zumindest nicht passieren, dass es ab geht, an einer Ecke lose ist, ... . Es macht dem Leser der Bewerbung dann z.B. auch keine Probleme im Einzugschacht vom Kopierer und da es in größeren Unternehmen öfter passiert, dass Kopien von Bewerbungen (der engeren Auswahl) an Abteilungsleiter u.a. gesendet werden, ist dies auch schon ein Vorteil.

      Man sollte natürlich auf die Branche achten, ich spreche jetzt aus der Sicht eines Informatikers, in einem konservativen Gewerbe ist dies vielleicht etwas anders...

      Ralph

      • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Lebenslauf und Photo

        Bezug: Formalien bei Bewerbungen

        Zitat:
        Der liest ja eine Bewerbung nicht, um auf bestimmte Formalitäten zu achten ...

        Meine Vermutung:
        etwa 80 % der Bewerbungen, die auf eine Stellenanzeige eingehen werden relativ rasch - unter anderem wegen Nichteinhaltung von Formalien - als ungeeignet eingestuft.


        Hallo Ralph,

        auch Formalien wie z.B. Qualität des Papiers, Qualität der kopierten Zeugnisse, Reihenfolge der Unterlagen spielen eine große Rolle.
        Für meine Seminarteilnehmer unterscheide ich bei der Bewerbungssichtigung immer zwei Fälle:
        1. Der Personaler sichtet 10 Bewerbungen
        2. Der Personaler sichtet 100 (und mehr) Bewerbungen.

        Dieses Beispiel geht von einer Stellenausschreibung in einer Tageszeitung aus (und nicht von einer qualifizierten Initiativ-Kurzbewerbung).

        Wie nun, wird der Personaler - im Fall 2. - seine Arbeit organisieren?
        Er wird auch auf die Formalien achten (ob bewußt oder unbewußt spielt hier keine Rolle). Bei der ersten Sichtung der eigegangenen Bewerbungen wird von vielen Personalern eine "Sortierung" vorgenommen. Zum Beispiel bildet sie drei Stapel: Nicht geeignet - Geeignet - Sehr geeignet.
        In einem zweiten Durchgang werden dann die Bewerbungen des Stapel "geeinget" näher analysiert. Sollte sich hier herausstellen, dass zwar die Form stimmt, nicht jedoch der Inhalt ... klar, oder?
        Kann der Personaler seine 10 Kandidaten nicht aus diesem Stapel ziehen, nimmt er sich den zweiten Stapel vor. Nach Sichtung des zweiten Stapels dürften i.d.R. die gewünschten 10 Kandidaten gefunden sein. Was heißt das für den dritten Stapel? Richtig: dieser wird vermutlich keiner zweiten Sichtung unterzogen.

        Welche Kriterien mögen nun eine Rolle spielen, wenn der Personaler 400 Bewerbungen sichten und dem Pesonalchef 10 zur Auswahl vorschlagen soll?

        Mit anderen Worten:
        Ich empfehle jedem auch auf die Formalien zu achten, damit man nicht wegen "mangelnder Form" sehr schnell aus dem Rennen ist.
        Der einzelne Bewerber weiß i.d.R. nicht, wieviele Konkurrenten sich ebenfalls auf die Stelle bewerben - er sollte aber davon ausgehen, dass es, insbesondere in der derzeitigen Arbeitsmarktlage - sehr viele sind.

        Im Fall 1 (der Personaler sichtet 10 Bewerbungen) kann es sein, dass ausreichend Zeit vorhanden ist, auch eine formal schwache Bewerbung gründlicher zu analysieren. Nur - wie gesagt - wer weiß schon, wie viele Bewerbungen eingehen.

        Grüsse aus Lüneburg

        Heiner Gierling

        • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
          Re^4: Lebenslauf und Photo

          Hallo Heiner, Mit anderen Worten:
          Ich empfehle jedem auch auf die Formalien zu achten, damit man
          nicht wegen "mangelnder Form" sehr schnell aus dem Rennen ist.
          Ich würde ein eingescanntes Foto nicht als "mangelnde Form" bezeichnen, solange das Anschreiben nicht auf Butterbrotpapier geschrieben ist... Der einzelne Bewerber weiß i.d.R. nicht, wieviele Konkurrenten
          sich ebenfalls auf die Stelle bewerben - er sollte aber davon
          ausgehen, dass es, insbesondere in der derzeitigen
          Arbeitsmarktlage - sehr viele sind.
          Erfahrungsgemäß ist das für den Arbeitgeber aber auch nicht anders. Und viele sind inzwischen dahinter gekommen, dass selbst hinter Top-Bewerbungsunterlagen eine Null stecken kann... und hinter einer anderen, nicht ganz so gestylten, genau der richtige Mann/richtige Frau...

          Das haben sicherlich noch nicht alle gemerkt, aber ich kenn's ehrlich gesagt nicht anders, es kommt überwiegend auf die Inhalte, die Qualifikationen, Erfahrungen und Kompetenzen an.. nicht auf's Büttenpapier...

          Gruß
          Gerry

    • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
      Re^2: Lebenslauf und Photo

      Hi: Ein gedrucktes Foto würde mir zeigen:
      (in vernünftiger Qualität)

      Dass der Bewerber durchaus etwas mit Computern anzufangen weiß und sich die Mühe macht ein vernünftiges Bewerbungsfoto nicht nur anfertigen zu lassen, sondern selbiges auch noch in ansprechender Form in seinen Lebenslauf integriert.

      Nur so eine Anmerkung...


      Grüße
      Guido



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