Was darf dem AA egal sein?

Hallo,

Anfang Juli hab ich meinen Antrag auf Arbeitslosengeld beim AA abgegeben. Mehr oder weniger schlecht runderte ich finaziell durch den August. Ich habe nun höfflich mal nach dem Stand der Bearbeitung meines Antrages gefragt, und hörte, das er noch nicht bearbeitet ist.
Nun hat mir meine Bank freundlicher Weise meinen Dispo hochgesetzt, dann kann ich wenigstens meine Miete zahlen.
Ich bin alleinstehend mit Kind und weiß echt nicht mehr weiter. Das AA hab ich informiert, dass ich nicht über den September komme und das Essengeld für den Kindergarten, Strom und Essen allgemein nicht zahlen kann. Rutsche ja immer tiefer in den Dispo, will mir aber kein Geld bei meinen Elli´s borgen.
Als Antwort bekam ich, dass es dem AA egal ist, und sie nicht die Bedürnisse einer alleinstehenden Frau berücksichtigen können. Momentan bearbeiten sie die Anträge von Ende Juli. Und ich, war schon Anfang Juli dort und hab alles abgegeben. Spinnen die?

Kann ich mich da irgendwo beschweren, durch denen ihre lahma…ge Arbeitsweise, bin ich bald pleite! Danke AA!!

Über einen Tipp, würde ich mich echt freuen!
Danke Jeannette

Hi Jeanette,

Nun hat mir meine Bank freundlicher Weise meinen Dispo
hochgesetzt, dann kann ich wenigstens meine Miete zahlen.
Ich bin alleinstehend mit Kind und weiß echt nicht mehr
weiter. Das AA hab ich informiert, dass ich nicht über den
September komme und das Essengeld für den Kindergarten, Strom
und Essen allgemein nicht zahlen kann. Rutsche ja immer tiefer
in den Dispo, will mir aber kein Geld bei meinen Elli´s
borgen.
Als Antwort bekam ich, dass es dem AA egal ist, und sie nicht
die Bedürnisse einer alleinstehenden Frau berücksichtigen
können. Momentan bearbeiten sie die Anträge von Ende Juli. Und
ich, war schon Anfang Juli dort und hab alles abgegeben.
Spinnen die?

In diesem Fall: eindeutig JA!!

Kann ich mich da irgendwo beschweren, durch denen ihre
lahma…ge Arbeitsweise, bin ich bald pleite! Danke AA!!

Über einen Tipp, würde ich mich echt freuen!
Danke Jeannette

Ich denke, hier hilft wirklich nur eine Dienstaufsichtsbeschwerde, ruf einfach parralel dazu noch die Rechtsauskunft deines Arbeitsamtes an und schildere es dort. Ich denke, das hilft zusätzlich ein wenig.

Viel Erfolg!!!

Tommy

Hallo Jeannette,
wenn Du Anspruch auf Alg/Alhi hast, muss Dir das Arbeitsamt auch einen Vorschuss zahlen:
Vorläufiger Bescheid

Wenn die Voraussetzungen für den Anspruch „mit hinreichender Wahrscheinlichkeit“ vorliegen,

wenn ferner für die „Feststellung der Voraussetzungen des Anspruchs … voraussichtlich längere Zeit erforderlich“ ist und wenn Sie kein Verschulden an der Verzögerung trifft, „ist auf Antrag vorläufig zu entscheiden“ (§ 328 Abs. 1 Nr. 3 SGB III). Vorteil: Sie bekommen schneller Ihr Geld, müssen keinen Antrag auf Vorschuß stellen und evtl. auch nicht zum Sozialamt laufen.


Vorschüsse vom Arbeitsamt

Sollte das nicht funktionieren, muß ein Vorschuß bezahlt werden, wenn ein Anspruch feststeht, es aber noch längere Zeit braucht, bis er exakt ausgerechnet werden kann.

Das Arbeitsamt hat „Vorschüsse … zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt“ (§ 42 SGB I).

Das „lohnt“ sich für Sie nur, wenn Sie mit dem Vorschuß über dem Sozialhilfebedarf liegen. Wenn nicht, müssen Sie nämlich trotzdem zum Sozialamt.


Arbeitsamt - Sozialamt

Sie müssen nicht auf den Bescheid vom Arbeitsamt warten, bevor Sie zum Sozialamt gehen. Sonst haben Sie Verluste. Denn Sozialhilfe gibt es erst vom Tag der Antragstellung an.

Sie müssen vorher weder Ihre Ersparnisse noch Ihren letzten Lohn völlig aufbrauchen. Denn beides ist als -> Vermögen innerhalb bestimmter Grenzen geschützt.

Machen Sie keine Schulden, um Zeiten ohne Leistungen zu überbrücken. Die ersetzt Ihnen keiner.

Lassen Sie sich eine Bescheinigung des Arbeitsamts ausstellen, daß Sie sich arbeitslos gemeldet bzw. Arbeitslosenunterstützung beantragt haben und beantragen Sie Sozialhilfe.


Überbrückende Sozialhilfe

Wenn Sie beim Sozialamt überbrückende Sozialhilfe beziehen, erhebt das Sozialamt beim Arbeitsamt Anspruch auf Ihre Arbeitslosenunterstützung bis zur Höhe der Sozialhilfe. Diesen Betrag bekommt es vom Arbeitsamt direkt überwiesen, wenn Ihr Leistungsanspruch berechnet ist.

Achten Sie darauf, daß der Verrechnungszeitraum übereinstimmt.

Das Arbeitslosengeld darf nur für den Zeitraum übergeleitet werden, in dem Sie gleichzeitig Sozialhilfe bezogen haben
Kannst Du auch unter folgendem Link nochmal nachlesen:http://www.soziales-koeln.de/sozialhilfe/a15.html
Grüße Almut

Nur einen Tipp aus eigener Erfahrung!
Hi!

Geh zum Sozialamt, schildere denen Dein Problem und bitte um Hilfe!

Bei mir hat die nette Dame das AA angerufen, und noch am gleichen Tag (nein - in der gleichen Stunde) konnte ich mir einen Barscheck als Vorschuss dort abholen!

Liebe Grüße
Guido

Heute - die Krönung!
Hallo,

da ich ja mittlerweile im zwei Tages Rythmus beim AA anrufe, denn es ist mir egal ob ich nerve oder nicht, passierte heute die Krönung.
Nach einer halben Stunde, bekam ich endlich einen Bearbeiter ans Telefon.
Der sagte mit wieder, dass mein Antrag noch nicht bearbeitet sei. Ich solle mich noch ca. 3 Wochen gedulden. *völligausrast* Jetzt reichts, wie lang soll ich noch warten. Letze Woche, wollten sie den Antrag schon zweimal, supereilig bearbeiten.
Morgen gehe ich dorthin, und glaubt mir, ohne Barscheck, oder meinem Antrag, gehe ich da nicht raus.
Ist denen denn völlig scheißegal, wie es den Leuten geht? Sind die so Arrogant, und interessieren sich nicht die Bohne? Ich glaub´s echt nicht, dass hab ich noch nicht erlebt.
Naja, vielleicht hab ich Weihnachten dann mal meinen Bescheid, von dem Geld kaufe ich dann einen Strohstern und hänge ihn an meine Tanne im Park. Denn wenn das so weitergeht, kann ich mir schon mal eine Bank reservieren.
Zum Sozialamt kann ich auch nicht gehen, denn die haben meinen Anspruch auf HLU gepüft und gesagt: „Das Arbeitsamt hat Priorität, wir zahlen nicht, da ihnen ALg zusteht“! Wums, Schock! Ich könne höchstens meinen Al-Bescheid abgeben und dann wird nochmal geprüft, ob mir noch etwas zusteht. Und bis dahin, gibts halt nut Fettbrot und Gurke zu essen oder was…!

Dies sei geschrieben, zur Vorwarnung für alle, die irgendwann mal mit dem AA zutun haben. Gebt alle Bescheid am besten ein halbes Jahr, bevor ihr Atrbeitslos werdet, dem Arbeitsamt ab. Dann sollten sie es ja schaffen, es in 6 Monaten zu bearbeiten. In meinem zweiten Leben, werd ich auch Beamter und dann bringe ich mal Schwung in den Laden!

1 „Gefällt mir“

Hallo Jeannette!

Eigentlich wollte ich mich da gar nicht einmischen, in den Thread. Aber nur mal so als kleiner Hinweis zwischendurch: Oft macht der Ton die Musik!

Du sagst zwar in Deinem ersten Beitrag, Du hast da mal höflich nachgefragt, allerdings weiß ich nicht, was Du Dir unter diesem Wort vorstellst. Wenn Du Dich beim AA genau so verhälst, wie hier, dann kann ich Dir allerdings sagen, warum Du kein Geld bekommst („lahmarschige Arbeitsweise“, „mir ist es egal ob ich nerve“, „*völligausrast*“, „ohne Barscheck geh ich da nicht raus“). Je mehr man so einem Sachbearbeiter auf den Sack geht, desto mehr stellt er sich quer. Du musst mal überlegen, wie viele Fälle die pro Tag bearbeiten müssen und wie viele Blödpsaten da unberechtigterweise auftauchen und denen irgendwelche Ammenmärchen erzählen. Irgendwann stumpft man da einfach ab und betrachtet alles erst mal distanziert, weil man sonst dran kaputtgeht.

Kleiner Tipp von mir:

1.) Telefonisch bringt NIX. GAR NIX. Immer persönlich hingehen.
2.) Immer freundlich bleiben, auch wenn sie sich arschig verhalten.
3.) Situation genau erklären („ich habe Kinder und kann denen nichts mehr zu essen kaufen“).

Wenn es dann immer noch nicht klappt, zum Chef gehen. Und da nicht über den jeweiligen Mitarbeiter motzen, sondern nochmal die Situation erklären und dann freundlich darauf hinweisen, dass sich da schon seit Wochen nix tut.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

5 „Gefällt mir“

Hallo Ingo,

Oft macht der Ton die Musik!

Denkst Du das weiß ich nicht? Ich hab den Mitarbeiter am Telefon nicht angenölt.

Du sagst zwar in Deinem ersten Beitrag, Du hast da mal höflich
nachgefragt, allerdings weiß ich nicht, was Du Dir unter
diesem Wort vorstellst.

Höflich ist, sich vorher zu entschuldigen, dass man schon wieder nachfragt. Ich fragte dann, ob es möglich ist, einmal nachzuschauen, ob mein Antrag schon bearbeitet ist.

verhälst, wie hier, dann kann ich Dir allerdings sagen, warum
Du kein Geld bekommst („lahmarschige Arbeitsweise“, „mir ist
es egal ob ich nerve“, „*völligausrast*“, „ohne Barscheck geh
ich da nicht raus“).

Die lahmarschige Arbeitsweise, hab ich hier reingeschrieben, nicht zu dem Berarbeiter gesagt. Als ich den Telefonhörer heute aufgelegt habe, bin ich kurz ausgerastet und habe vor Wut geheult. Wenn man nicht mehr weiter weiß, darf man das auch mal. Und ich war allein zuhause, es hat keiner mitbekommen. Es ist mir aber tatsächlich egal, ob ich nerve, wenn ich dort anrufe. Ich habe noch nie den selben Bearbeiter am Telefon gehabt. Also werden die verschiedenen Mitarbeiter doch nicht sterben, wenn da mal nachfrage. Und den Barscheck , den möchte ich schon haben. Einen Vorschuß, denn es geht nicht, dass ich gar kein Geld habe. Also wird das doch möglich sein!

Je mehr man so einem Sachbearbeiter auf
den Sack geht, desto mehr stellt er sich quer. Du musst mal
überlegen, wie viele Fälle die pro Tag bearbeiten müssen und
wie viele Blödpsaten da unberechtigterweise auftauchen und
denen irgendwelche Ammenmärchen erzählen. Irgendwann stumpft
man da einfach ab und betrachtet alles erst mal distanziert,
weil man sonst dran kaputtgeht.

Danke, ich habe selber im Kundendienst gearbeitet und ein mächtig dickes Telefonfell bekommen. Das sie viel zu tun haben, tut mir ja leid. Die können nichts dafür, das mich mein Chef gekündigt hat. Aber sie sollen mir nicht sagen, dass ihnen die Bedürfnisse einer alleinstehenden Frau egal sind. Das gehört sich nicht, ich hätte in dem Fall, ein nette Ausrede parat gehabt, zumindest um den Anrufer zu beruhigen. Auch wenn das tausendmal nicht mein Arbeitsgebiet gewesen wäre. Das hätte sich dann intern so geklärt, dass der Kunde doch zufrieden gewesen wäre.

Kleiner Tipp von mir:
1.) Telefonisch bringt NIX. GAR NIX. Immer persönlich
hingehen.

Mach ich sonst immer, aber meine Tochter hat heute einen netten Zettel aus dem Kindergarten mitgebracht. Verdacht auf Scharlach, denn auch solche Kinderkrankheiten sind noch nicht ausgestorben. Da ruf ich lieber an, als das AA zu verseuchen. Sonst kläre ich das persönlich!

2.) Immer freundlich bleiben, auch wenn sie sich arschig
verhalten.

Ist irgendwo logisch, aber ich muß auch nicht alles hinnehmen. Immerhin muß ich zusehen, wie ich durchs Leben komme. Und eine alleinstehende Mutter, kann auch mal etwas fordern und muß sich nicht nur ducken.

3.) Situation genau erklären („ich habe Kinder und kann denen
nichts mehr zu essen kaufen“).

Das interessiert nicht, hab ich doch gehört.

Wenn es dann immer noch nicht klappt, zum Chef gehen. Und da
nicht über den jeweiligen Mitarbeiter motzen, sondern nochmal
die Situation erklären und dann freundlich darauf hinweisen,
dass sich da schon seit Wochen nix tut.

Wenn ich das mache, warte ich noch länger auf mein Geld, denn so etwas verärgert die Leute dort mehr, als wenn man da mal anruft und nachfragt.

Ich hoffe, dass Du mich nur falsch verstanden hast. Kann ja mal vorkommen. Sicher weiß ich, dass man sich nicht wie Fred Feuerstein auf dem AA benimmt. Immerhin hab ich ja nicht angedroht, das ich den Laden kurz und klein schlage. Nee, ich bin nur wütend, wütend weil nichts voran geht. Und ich sehe auch kein Ende, wenn ich wieder 3 weiter Wochen warten soll. Ich bin einfach mit den Nerven fertig, Sorry!

Also, trotzdem tausend Dank für Deinen Arbeitsamt-Knigge, ich werde ihn beim nächsten Besuch berücksichtigen. Versprochen!
Vielleicht verstehst Du mich jetzt!

Schöne Grüße und noch einen angenehmen Abend
wünscht Jeannette

1 „Gefällt mir“

Ich denke, hier hilft wirklich nur eine
Dienstaufsichtsbeschwerde, ruf einfach parralel dazu noch die
Rechtsauskunft deines Arbeitsamtes an und schildere es dort.
Ich denke, das hilft zusätzlich ein wenig.

Glaube mir, daß hilft überhaupt nicht. Man kann nicht mehr als arbeiten. Die Mitarbeiter in der Leistungsabteilung haben alle nur 2 Arme, 2 Beine und 1 Kopf. Mehr als arbeiten kann man nicht.
Du ahnst ja gar nicht, wieviele Anträge so an einem Tag eingehen.

Noch was zur Nettiquette: Die Mitarbeiter des AA sollten stets freundlich bleiben. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß das nicht immer geht. Die meisten sind ja vernünftig, aber was manchmal zu uns ins At kommt, die müßte man eigentlich nehmen und hochkant rauswerfen…und genauso treten die dann auch auf. So was hat für mich was mit Anstand und auch Würde zu tun, aber das sehen wohl nicht alle so…zum Glück aber die meisten schon.

Holger

Hast du schon mal geschaut ob dein AA eine Beschwerdestelle hat?

Hallo!

Je mehr man so einem Sachbearbeiter auf
den Sack geht, desto mehr stellt er sich quer. Du musst mal
überlegen, wie viele Fälle die pro Tag bearbeiten müssen und
wie viele Blödpsaten da unberechtigterweise auftauchen und
denen irgendwelche Ammenmärchen erzählen. Irgendwann stumpft
man da einfach ab und betrachtet alles erst mal distanziert,
weil man sonst dran kaputtgeht.

… da stellt sich doch die Frage: Wie kann das angehen, das ist doch deren Job, die arbeiten doch nicht ehrenamtlich sondern werden dafür bezahlt!? Aber klar doch, die haben ihren Job sicher, ob sie nun sachlich und kompetent oder doch schon ‚abgestumpft‘ und ‚von oben herab‘ sind.

Kleiner Tipp von mir:

1.) Telefonisch bringt NIX. GAR NIX. Immer persönlich
hingehen.
2.) Immer freundlich bleiben, auch wenn sie sich arschig
verhalten.
3.) Situation genau erklären („ich habe Kinder und kann denen
nichts mehr zu essen kaufen“).

Ja liebe Leute, seid immer schön nett zu dem Sachbearbeiter vom AA und haltet am besten noch die andere Wange hin. Und immer schön kriechen!!!

Wenn es dann immer noch nicht klappt, zum Chef gehen. Und da
nicht über den jeweiligen Mitarbeiter motzen, sondern nochmal
die Situation erklären und dann freundlich darauf hinweisen,
dass sich da schon seit Wochen nix tut.

Also ich würde auch den Leiter aufsuchen und ihm die Sachlage schildern, über den Mitarbeiter zwar nicht motzen, ihn aber trotzdem benennen.

Ich wünsch dir viel Glück und mal’nen netten Sachbearbeiter, denn die gibt es tatsächlich auch noch.

LG * Seni S.

Hi Jeannette,

ich würde mir das Problem nicht zu eigen machen - geh’ zum Sozialamt!! Die müssen Dir aus Deiner finanziellen Not helfen und holen sich das Geld, was sie Dir vorstrechen vom Arbeitsamt wieder. Damit bist Du insofern aus dem Schneider, dass Dein Konto gedeckt ist und Du Deine Rechnungen bezahlen kannst.

Ich habe übrigens ganz andere Erfahrungen mit dem Arbeitsamt gemacht. Bei mir hat alles bestens geklappt. Mein Sachbearbeiter hatte für mich super Verständnis und mich total klasse beraten - es gibt überall solche und solche …

Viel Glück und dass das Geld bald kommt!

Steph

Danke an alle!
Hallo,

ich wollte mich nochmal bei allen bedanken, die mir die vielen Ratschläge gegeben haben, es hat mir wieder Mut gemacht. Ich werde am Montag, nochmal persönlich zum Arbeitsamt gehen. Irgendwie muß es da eine Lösung geben!

Danke nochmals und alles Gute für Euch
wünscht Euch Jeannette

Hallo,

ich wollte mich nur nochmal bei allen bedanken, die mir hier so toll Mut zugesprochen haben.

Heute morgen war ich persönlich auf dem AA. Ich habe auch meine Tochter (doch kein Scharlach, nur eine Erkältung) mitgenommen und eine ganze Menge Spielzeug in meine Tacshe gestopft. Das war der entscheidende Punkt.

Das Wartezimmer war wie immer krachvoll und es herrschte eisige Stimmung. Keiner sagte einen Ton. Ich stellte mich an der flüsternden Schlange vor dem Schalter an.
Ich übergab der Bearbeiterin meinen AA-Ausweis und fragte höfflich nach dem Stand der Berabeitung. Sie tippt es in den Computer und sagte zwei Minuten gar nichts. Meine Tochter, musste mal ganz unbedingt auf die Toilette und nervte, sie quengelte, fand aber schnell anderweitig Beschäftigung, indem sie die Steinchen aus der riesigen Hydrokultur im Wartezimmer pulte. Ich fragte dann, warum sie so stutzt. Wenn der Antrag noch nicht bearbeitet sei, könnte sie es ja sagen. Ich würde dann warten, erwähnte auch, dass ich genug Spielzeug in der Tasche habe, damit wir warten können. Schließlich will ein zweieinhalb jähriges Kind auch beschäftigt werden.
Das war der Vorzimmerdame scheinbar so peinlich, sie sagte dann, dass sie selbst, den Antrag schon Freitag bearbeitet hätte. Es geht wohl noch zum Datenabgleich nach Nürnberg und dann, am Mittwoch hätte ich meinen Bescheid und das Geld. *und ich war baff* Das hätte sie auch zwei Minuten eher sagen können. Sie zeigte mir anschließend noch im Computer den Eintrag, dass es bearbeitet ist.
Ich warte schon auf Mittwoch, dann hab ich 1001 Sorge weniger.

Manchmal, muß man halt etwas ungewöhnliche Waffen einsetzen, da reicht schon ein kleines Kind. Denn das kann in der Stille des Arbeitsamtes, wahrlich zum kleinen Teufel werden!

Danke an alle und lasst es Euch gut gehen.
Es grüsst ganz lieb
Jeannette

So, jetzt muß ich mich (als Lebensgefährte einer Frau, die bis vor kurzem 8 Wochen arbeitslos war) auch mal einschalten:

„Je mehr man so einem Sachbearbeiter auf den Sack geht, desto mehr stellt er sich quer.“

Dieser Satz ist ja wohl das Letzte!

Einige Dinge müssen jetzt mal klargestellt werden: Jeder, der als Angestellter in die Arbeitslosenversicherung einzahlt, hat einen RECHTSANSPRUCH auf das Arbeitslosengeld. Die Höhe und die Dauer des Bezugs regelt der Gesetzgeber. Das bedeutet, dass eine im AA beschäftigte Person nicht den geringsten Ermessensspielraum hat - und das ist auch gut so!!

Selbstverständlich wird jeder, der eine gute Kinderstube hat, den Angestellten dort höflich gegenübertreten! Was aber auf keinen Fall hinnehmbar ist und wo die Höflichkeit auch durchaus aufhören kann ist, wenn ein AA-Angestellter grobe Fehler macht, die dazu führen, daß Arbeitslosengeldzahlungen, die einem zustehen, verzögert oder nicht ausbezahlt werden. Meine Lebensgefährtin hat in den grade mal 8 Wochen Erfahrungen gemacht, die mich persönlich schon längst zum Mittel der Dienstaufsichtsbeschwerde hätten greifen lassen!

Und zum Abschluß noch etwas: Es werden hin und wieder beim AA Pflichtseminare angeboten mit dem Thema „Rechte und Pflichten des Arbeitslosen“. Abgesehen davon, daß - so wie mir berichtet wurde - von den Rechten nicht die Rede ist, wird zum Beispiel behauptet, daß die Rechtmäßigkeit des Kirchensteuerabzugs bei konf.losen Arbeitslosen von den Gerichten als rechtmäßig abgesegnet wurde. Das ist eine glatte Lüge. Jedem konf.-losen Arbeitslosen sei geraten, Widerspruch einzulegen gegen den Einbehalt der Kirchensteuer.