Hi,
irgendwie liest sich der text für mich so, als hätte ihn jemand geschrieben, der nicht sonderlich viel Praxis im Formulieren von Zeugnissen hat.
Ich schreib mal einfach dahinter, wie es auf mich wirken würde, sollte ich Dich jetzt einstellen.
Während ihrer Tätigkeit in unserem Hause zeigte Frau …
Initiative, Fleiß und Eifer.
–> aber keinen besonderen …
Zudem war sie für ihre Aufgaben
befähigt und bereit, auch andere gleichartige Arbeitsaufgaben
zu übernehmen.
befähigt, aber nicht die tolle Leuchte, besonders bei neuartigen /andersartigen Aufgaben
Ihr Arbeitsgebiet beherrschte sie stets zufriedenstellend.
das ist nicht einmal gut, eher mittelmäßig. Aber noch besser als „sie bemühte sich…“
Des Weiteren können wir sagen, daß die Qualität ihrer Arbeit
hohe Ansprüche erfüllte.
aber nicht stets / allen /in vollem Umfang
Auch Arbeitstempo und Arbeitsmenge lagen über unseren Erwartungen.
… hatten auch nicht so viel erwartert…(Böse, kommt bei mir aber so an…)
Daneben war Frau… eine ausdauernde und belastbare Mitarbeiterin.
hier fehlen für mich aus so Attribute wie „stets“, „hoch“ etc.
abschließend läßt sich sagen, daß sie die ihr übertragenen
Arbeiten zu unserer vollen Zufriedenheit erledigte.
ist wieder eher eine eher positive Formulierung, es gäbe aber auch noch zur „vollsten Zufriendenheit“ und stets „zur vollsten Zufriedenheit“
Vorgesetzte und Mitarbeiter schätzten ihr kollegiales
Verhalten.
–> könnte dahingehend interpretiert werden: beschäftigt sich eher mit den Mitarbeitern als mit der Arbeit.
Auch ihr Verhalten gegenüber unseren Geschäftspartnern war gut.
in meiner Sicht eine Abwertung (gut ist nicht sehr gut), eher ein " na ja, was konkretes können wir ihr nicht vorwerfen, war aber auch nicht sooo toll…"
Wer kann mir bitte sagen, was das für eine Gesamtbewertung
ist? Für mich hört es sich mehr oder weniger als eine
schlechte 3 - 4 im einzelnen an. An manchen Stellen klingt es
wiederum 3 - 2. Erbitte schnelle Antworten.
genau das ist auch mein Eindruck. Möglicherweise hat es der Schreiber des Zeugnisses garnicht böse gemeint, aber die Wirkung ist genauso unausgeglichen, wie Du es beschreibst.
Aber bitte hole noch andere Meinungen ein (kennst Du ggf. jemand der mit Personalwesen zu tun hat, oder bist Du in der Gewerkschaft, auch die Beraten, wenn Du in einer größeren Firma warst, solltest Du auch mal den Betriebsrat/Personalrat fragen.
Gruss Andreas