Aufgrund einer Firmenpleite musste mein Mann vor zwei Jahren die Firma wechseln. An seinem neuen Arbeitsplatz fühlt er sich nun aber völlig UNTERfordert. Die Arbeitsmethoden sind umständlich, die Arbeitsmittel vorsintflutlich und zudem herrscht kein gutes Betriebklima.
Nun meine Frage: Er will sich nun in einer anderen Firma bewerben. Hättet ihr ein paar gute Argumente, die man sowohl im Bewerbungsschreiben als auch beim Bewerbungsgespräch anbringen könnte, warum er nun schon wieder nach zwei Jahren den Arbeitsplatz wechselt. Sie könnten ja immerhin auch denken, daß er nichts taugt und die Firma ihn gern los hätte oder wie auch immer.
Was ist psychologisch und taktisch sinnvoll? Was sollte man erwähnen? Und wie?
es hängt davon ab, ob die neuen Stellen im gleichen Aufgabenbereich liegen und „anspruchsvoller“ sind, oder ein anderes Betätigungsfeld, als bißher beschritten werden soll. Bei einen ähnlichen aber anspruchsvollerem Betätigungsfeld:
„In meinen bißherigen Positionen konnte ich mir ein umfangreiches Fachwissen aneignen, das ich durch die …„Tätigkeit“… bei Ihnen erweitern will.“
Bei einem anders gelagerten Bereich:
„Zu meinen Vorzügen gehört es auch, mich in neue Aufgabenbereich sehr schnell und gründlich einarbeiten zu können.“
Das sind so die griffigsten Formulierungen die mir einfallen. Vielleicht kommen noch mehr Infos von den anderen. Ich sehe allerdings den Punkt nicht bei der Fromulierung, sondern eher beim persönlichen Vorstellungsgespräch. Da muß ma höllisch aufpassen, das einem da nichts rausrutscht (ist echt schwer!).
sorry, sonst bin ich keine solche Erbsenzählerin bzw. lasse es mir nicht raushängen, aber in einer Bewerbung muss die Rechtschreibung stimmen:
es hängt davon ab, ob die neuen Stellen im gleichen
Aufgabenbereich liegen und „anspruchsvoller“ sind, oder ein
anderes Betätigungsfeld, als bi s her beschritten werden soll.
Bei einen ähnlichen aber anspruchsvollerem Betätigungsfeld:
„In meinen bi s herigen Positionen konnte ich mir ein
umfangreiches Fachwissen aneignen, das ich durch die
…„Tätigkeit“… bei Ihnen erweitern will.“
es hängt davon ab, ob die neuen Stellen im gleichen
Aufgabenbereich liegen und „anspruchsvoller“ sind, oder ein
anderes Betätigungsfeld, als bißher beschritten werden soll.
Bei einen ähnlichen aber anspruchsvollerem Betätigungsfeld:
Das Betätigungsfeld wird ähnlich sein und anspruchsvoller nur insofern, wenn man den jetzigen vorsintflutlichen Arbeitgeber als Normalzustand betrachten würde.
Ich sehe
allerdings den Punkt nicht bei der Fromulierung, sondern eher
beim persönlichen Vorstellungsgespräch. Da muß ma höllisch
aufpassen, das einem da nichts rausrutscht (ist echt schwer!).
Genau deshalb habe ich in meiner Frage nicht nur nach dem Bewerbunsschreiben gefragt, sondern auch nach dem Vorstellungsgespräch. Was man meiden sollte ist klar … aber wie drücke ich die Zustände trotzdem aus? Sonst riskiert er, daß auf ihn ein schlechtes Licht fällt, weil er „schon wieder“ die Arbeit wechselt.
UNTERforderung (auf Dauer) beschert die gleiche Unzufriedenheit wie permanente Überforderung. Daher: eine Veränderung ist notwendig.
Sollte diese in der Firma nicht erreichbar sein, bleibt nur der Wechsel.
Ich halte - ohne Kenntnis des Lebenslaufes Deines Mannes - einen beruflichen Wechsel (nach zwei Jahren) nicht für ein Anzeichen von „sprunghaftem bzw. negativen Verhalten“.
Zudem: welcher Außenstehende (und insbesondere, welcher neue Arbeitgeber) weiß von den Zuständen, die Deinen Mann so demotivieren?
Warum sollte man einem Dritten davon erzählen? Welche Vorteile hätte das?
Daher: es gelten die gleichen Überlegungen, die jeder anstellt, der sich beruflich verändern will. Mögliche Gründe sind besserer Verdienst (wollen alle, daher fast banal); größere Verantwortung durch Aufgabenzuwachs ; Entfernung zum Arbeitsplatz etc.
Das „etc.“ kann ich nicht beantworten, weil ich Deinen Mann, seinen beruflichen Werdegang und sein Ambitionen nicht kenne.
In der Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch wird es also vor allem darauf ankommen, dass der neue Arbeitgeber erkennt, dass Dein Mann sich gründlich über das neue Unternehmen informiert hat und exakt auf das (in einer Ausschreibung geforderte) oder selbst geschaffene Profil (Qualifizierte Initiativbewerbung) paßt.
Anders formuliert: der neue Arbeitgeber soll deutlich erkennen, dass die Motivation zum Wechsel daher rührt, dass er (der neue AG) eine sehr attraktive Stelle (für Deinen Mann) anbietet.
Sollte in diesem Zusammenhang das Gespräch auf die jetzige Firma kommen, sollte die dortige berufliche „Verweildauer“ als Baustein in der Karriere Deines Mannes dargestellt werden, indem das Positive herausgestellt wird. Ich würde keines Falls die demotivierenden Fakten nennen, sondern (höchstens) darauf verweisen, dass der jetzige Betrieb mir keine weitere berufliche Entwicklung ermöglicht. Personalprofis werden Verständnis haben, wenn der Bewerber sich nicht ausführlicher zu seiner (fast ehemaligen) Firma äußern möchte - diese Loyalität würden sie von ihren Mitarbeitern auch erwarten.