ich werde ab Januar auf freier Basis arbeiten, nachdem ich nun drei-1/2 Jahre festangestellt war.
Kann mir einer von Euchsagen, wie ich mir meine Gage auf der Basis meines Angestelltengehaltes ausrechen kann? Man kann ja schließlich mehr verlangen, da man ja alle Abzüge selbst zahlt…
ich möchte hier nicht unbedingt mein derzeitiges Gehalt diskutieren, sondern einfach, obs ne bestimmte Formel gibt, um die Gage, die ich nun verlangen kann, zu berechnen, ohne Abstriche zu machen und ohne einen etwaigen Arbeitgeber vor den Kopf zu stoßen.
Vielleicht kannst Du mir ja sagen, was für Infos man benötigt?
DAS wäre dann auch hilfreich, oder?
aber Infos wie Branche und was du dann machen sollst wären denke ich mal wichtige Infos - denn Gehaltsdinge sind nunmal Branchenabhängig. Und auf so etwas scheint Bernd hinauszuwollen.
Viele Grüße
Ameria
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
wie in meiner Visitenkarte auch angegeben arbeite ich seit 3 1/2 Jahren als Assistenz der GF in einer renommierten Filmproduktion in Bayern und werde nun auf freier Basis vorerst als Castingkoordinatorin nach Berlin gehen.
Dennoch ist doch das Gehalt, das ich als Freie bekommen kann, abh. davon, wieviel ich bis jetzt verdient habe und was für Abzüge ich nun selbst zahlen muss. Wie bei jedem, der irgendwo festangestellt war und nun frei arbeitet, oder? Und doch nicht wirklich von der Branche, oder seh ich das so falsch?
Liebe Grüße,
Andrea
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Andrea,
leider kenne ich mich in deine Branche nicht aus, sodaß ich dir nur einige grundsätzliche Infos zum Thema geben kann. Es gibt immer auch spezifische Dinge zu beachten.
Im allgemeinen geht man hin und errechnet sich seinen Kapitalbedarf pro Jahr. Darunter fallen:
Vorsorge/Rücklagenbildung
Das Gegenstück zur Arbeitslosenversicherung kann nur durch erreichte Rücklagen gestaltet werden.
-Privatkosten
Halt was du für deine privaten Dinge, wenn du noch ein Privatleben hast, gehören *g*
Dienstleistungskosten
Rechtsanwalt, Steuerberater, etc.
-Kommunikation
PC,Telefon,etc.
-Steuer
Rücklagen für eventuelle Nachzahlungen
Sonstiges
Weiterhin hast du wahrscheinlich einen höheren Arbeitsaufwand und daher sollte dieser auf jedenfall mit berücksichtigt werden (konkret in Zahlen festhalten). Verantwortung ist höher und daher will ich diese mit 25.000 Euro pro jahr zusätzlich vergütet haben.
Jetzt muß halt die Produktion deines Betriebs unter die Lupe. Wieviele Aufträge nehme ich an (habe ich fest), wieviele kann ich denn max. Leisten (Urlaub und Krankheit werden mit eingerechnet). Jetzt teile ich Auftragsmöglichkeiten und deren Verdienstchancen durch meine Kosten.
Anders sieht es bei Beratungsleistungen aus. da gibt es zum Beispiel bei Trainern/Coach einige Empfehlungen vom Verbad, für eine Trainingssitzung mit einem Verkäuferteam mit 6 Terminen pro Jahr xy Euro.
Die bekannten und guten Vertreter dieser Berufsgruppe haben die Möglichkeit weit mehr zu verlangen und bekommen Sie auch. Daher ist es immer auch die Frage deiner persönlichen und fachlichen Qualifikation!
Leider konnte ich dir nicht die gewünschte Umrechnungstabelle geben. Vielleicht hat jemand anderes sowas auf Lager.
Viele Grüße und viel Spaß bei der neuen Herausforderung.
kosten, verdi und buch
Schau, was du an Kosten hast (Versicherung, Büro, Auto) etc. und addiere das mit dem, was du als Gewinn vor Steuern haben möchtest. Teile es durch die Tage, die du voraussichtlich arbeiten wirst. Und dann schau, ob es ein branchenüblicher Tagessatz ist. Ich denke, Orientierung an anderen ist sehr wichtig, damit du nicht zu weit über oder unterm Wettbewerb liegst.
Dann ist die Tätigkeit wichtig. Unser Kameramann verdient z.B. mehr als unser Cutter im Tagessatz, und der Kameraassistent natürlich viel weniger.
Ich meine, bei verdi im Internet gäbe es auch gute Links. Sehr hilfreich finde ich auch „Ratgeber Freie - Kunst und Medien“ von Goetz Buchholz. Ich glaub, bei verdi findest du auch was zu ihm.
Viel Erfolg. Brigitte
Die Branche und die Tätigkeit ist das enzig entscheidende Kriterium und nicht wieviel du vorher verdient hast, denn entscheidend ist der marktübliche Preis!
Auf jeden Fall solltest du auf 100.000 Euro mindestnes kommen an BruttoJahreseinnahmen, daß es sich rentiert denn du musst (wenn du es vernünftig und seriös angehen willst) dir rasch Reserven zulegen mit denen du mindestens ein halbes Jahr ohne einen Pfennig überleben kannst und daran denken, daß du wohl 2.500E rein an Festkosten benötigst!