Seelische Grausamkeit

Hallo!
Hoffe es ist jemand da der mir Helfen kann.
Ich bin Chefsekretärin und habe diesen neuen Job am 1.4.03 angenommen. Heute ist meine Probezeit zu Ende und meine Kündigungszeit ist dann, ab morgen, 4 Wochen zum Monatsende.
Mein Chef wird von Tag zu Tag immer schrecklicher und er schafft es mittlerweile mich jeden Tag so runter zu machen das ich heule. Das laute rumbrüllen und anschnautzen ist standart. Ich bin fix und fertig.
Habe jetzt gehöhrt das ich mich krank melden soll, seelische(psychischer) Grausamkeit. Was passiert wenn ich mich heute noch oder morgen Krank melde (seelische oder psychische Graumsamkeit). Soll ich dann gleichzeitig fristgerecht Kündigen, wird er mir dann Kündigen oder was soll ich machen oder wie soll ich vorgehen.
Bekomme ich nach meiner Kündigung Arbeitslosengeld oder bekomme ich nichts oder wie sieht diese Seite aus.
Diese Firma will ich nicht mehr betreten und hoffe jetzt jemanden zu finden der mir Helfen kann.

Danke cubbies!!!

Hi,

leider wird dich ein Arzt aufgrund dieser Behandlung nciht krank schreiben, wenn da keien anderen Symptome da sind (z.B. eine Depression).

Natürlich kannst Du den Job fristgerecht kündigen, musst dann aber die restliche Zeit weiter arbeiten.

Die konkrete Situation kann man aus so wenig Daten natürlich nicht rekonstruieren. Aber ich denke, eine Chefsekretärin muss ihrem chef schon mal auch die Meinung sagen können (nicht grad vor den Mitarbeitern und auf sachliche Art und Weise).

Ich denke, du lässt dich von ihm auch so behandeln. Anstatt in Tränen auszubrechen, kannst Du ihm einfach in einem ruhigen Tonfall sagen, dass Du dich nicht so von ihm behandeln lässt. Ich meine, wenn du sowieso schon kurz vor der Kündigung stehst, hast Du ja nicht so viel zu verlieren dabei.

Ob du ALG bekommst, hängt ab wie lange Du vorher gearbeitet hast.

Ich würde lieber intensiv nach einem andern, besseren Job suchen und vorerst weiterarbeiten. Aus einem anderen Job heraus bewirbt es sich viel besser, als aus der Arbeitslosigkeit. Beim Bewerbung dann ruhig angeben, dass Du zwar der angeben selbst gut gewachsen bist, aber du einen Wechsel anstrebst, weil mit dem derzeitigen Chef keine Zusammenarbeit möglich ist.

A.

Tödlicher Fehler!
Hi!

Nur eins:

Arbeitslosigkeit. Beim Bewerbung dann ruhig angeben, dass Du
zwar der angeben selbst gut gewachsen bist, aber du einen
Wechsel anstrebst, weil mit dem derzeitigen Chef keine
Zusammenarbeit möglich ist.

Das ist eine der Todsünden beim Bewerben! Rede niemals schlecht über Deinen Ex-AG!!!

Gruß
Guido

Hallo,

mit den von dir überlegten Mitteln wirst du das Problem nicht lösen. Zu dem, was du vorträgst, gehören immer 2 Personen: einer, der es tut und einer, der es mit sich machen lässt.

Anstatt dich krankschreiben zu lassen oder zu kündigen, solltest du das Problem lieber an der Wurzel angehen. Ich würde eine Verhaltenstherapie vorschlagen, damit du lernst, wie du mit schwierigen Menschen umgehen kannst und wie du nicht permanent zum „Opfer“ derartiger Attacken wirst.

Die Flucht zum Arzt oder zum Arbeitsamt bringt dich nicht weiter.

Viele Grüsse,
Simone

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sehe ich keinesfalls so
Hi,

hab schon genug Erfahrungen damit gemacht…

Solange es nicht pures Meckern ist, sondern sich klar und sachlich begründen lässt, ist er kein Problem. Im Gegenteil - irgendwie muss man schon eine gute Begründung haben, wenn man direkt nach der Probezeit wiede aufhört. Sicher ist es aber ein Unterschied, ob man z.B. diese Begründung als Hausmeister oder als Chefsekretärin macht. Bei letzteres wird üblicherweise ein besonderes Vertrauensverhältnis erwartet. Es kommt halt drauf an wie man es rüber bringt.

A.

Hallo Simone,

mein Kommentar zu dieser Antwort: Du hast noch nie mit einem Choleriker zusammengearbeitet. Da hilft keine Verhaltenstherapie. Und die Lösung „Täter-Opfer“ geht auch nicht auf.

Wie setzt Du Dich gegen jemanden durch, der Dich NIE zu Wort kommen läßt und der Dir ständig Vorwürfe für Angelegenheiten, die nicht in Deiner Verantwortung liegen?

Gruß,
H.

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Hallo,

ja, das sehe ich genauso. „Frau“ muß ihrem Chef die Meinung in ruhigem Ton sagen können. Aber was machst Du, wenn Dich der Chef nicht zu Wort kommen läßt?! Siehe auch meine Antwort an Simone.

Wer noch nicht mit einem Choleriker zusammengearbeitet hat, kann den täglichen Horror nicht nachvollziehen.

Gruß,
H.

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Hi!

Das würd ich nicht so stehen lasses. Ich selbst stelle auch Mitarbeiter ein und die schlimmste Erfahrung hab ich mit jemanden gemacht, der behauptete gemobbt worden zu sein.

Man kann zwar nicht eine pauschale Aussage treffen aber seither bin ich in dieser Angelegenheit vorsichtig. Da zieht man dann auch Erkundigungen über das Unternehmen ein.

Grüße Dusan

Hallo Simone,

mein Kommentar zu dieser Antwort: Du hast noch nie mit einem
Choleriker zusammengearbeitet. Da hilft keine
Verhaltenstherapie. Und die Lösung „Täter-Opfer“ geht auch
nicht auf.

Wie setzt Du Dich gegen jemanden durch, der Dich NIE zu Wort
kommen läßt und der Dir ständig Vorwürfe für Angelegenheiten,
die nicht in Deiner Verantwortung liegen?

Das ist ganz einfach: Brüllattacke abwarten, gut zuhören und dann fragen: Ich hab das nicht verstanden, was sie meinen. Wiederholen sie das bitte nochmal!

Deine Antwort ist eher keine Hilfe, weil sie der einzigen Hilfe abrät!

gruss

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Ausnahmen…
Hi,

hab schon genug Erfahrungen damit gemacht…

Deine Eigenen!

Solange es nicht pures Meckern ist, sondern sich klar und
sachlich begründen lässt, ist er kein Problem. Im Gegenteil -
irgendwie muss man schon eine gute Begründung haben, wenn man
direkt nach der Probezeit wiede aufhört.

Stimmt: Die Chemie stimmte nicht!
Mehr wird in der Regel negativ gewertet!

Sicher ist es aber
ein Unterschied, ob man z.B. diese Begründung als Hausmeister
oder als Chefsekretärin macht. Bei letzteres wird
üblicherweise ein besonderes Vertrauensverhältnis erwartet. Es
kommt halt drauf an wie man es rüber bringt.

Bei einem Hausmeister wäre es mir aufgrund der Tratschfähigkeit (er kommt mit allen Bereichen in Berührung) nicht weniger wichtig als bei einer Sekretärin!!!

Ausnahmslos ALLE Personaler (und das sind verdammt viele) mit denen ich zu tun habe, werten eine Negativäußerung als KO!

Ich finde es aber schön für Dich, dass Du Deinen Job trotzdem bekommen hast.

Grüße
Guido

Sternchen!
Hi!

Endlich mal ein konstruktiver Tipp! Allerdings muss man solch ein Verhalten trainieren!

Grüße
Guido

Hallo cubs,

ich kann leider nicht beurteilen, ob die unten erwähnten längerfristigen Lösungen für Dich in irgendeiner Form in Frage kämen. Aber zu der kurzfristigen Problematik.

Ich bin Chefsekretärin und habe diesen neuen Job am 1.4.03
angenommen. Heute ist meine Probezeit zu Ende und meine
Kündigungszeit ist dann, ab morgen, 4 Wochen zum Monatsende.

Zuerst mal isses natürlich schade, daß Dir die Probezeit entgangen ist, innerhalb derer Du kurzfristig hättest kündigen können. Aber gut, das ist schon passiert.
Wenn die Situation für Dich derart unerträglich ist, daß Du kündigen willst, weil es keinen anderen Ausweg gibt, dann würd ich das auch tun. Nur: entscheiden mußt Du selber, ob die Konsequenzen einer Kündigung (Arbeitslosigkeit, eventuell Sperrung beim Arbeitsamt, Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit heraus etc.) schlimmer sind, als eine Tätigkeit in dieser Firma. Auf jeden Fall würd ich’s nochmal mit einem offenen Gespräch probieren - notfalls schreib auch nen Brief, in dem Du Deine Punkte darlegst und um ein anschließendes Gespräch in ruhigem Ton bittest.
Wie gesagt, ich weiß nicht, wie schlimm die Situation für Dich ist, denn sicherlich wäre es am klügsten, wenn Du noch ein paar Wochen die „Zähne zusammenbeißen“ könntest und Dich in der Zeit ernsthaft bewerben und erst kündigen, wenn Du den anderen Vertrag hast. Daß das nicht immer geht, mußt mir nicht erzählen *fg*
Wenn’s nicht anders geht: Kündige (falls Du den Brief persönlich abgibst, laß Dir um Himmels willen den Eingang schriftlich bestätigen!!!) und bitte Deinen Chef um sofortige Freistellung. Ein bisserl Urlaubsanspruch (halber Jahresurlaub) hast Du sicher noch, das sollten doch schon so 2-3 Wochen sein. Und notfalls läßt Du Dich dann auch noch krank schreiben oder so *g*
Wahrscheinlich wirst Du ihm (oder nem Kollegen) noch Deine Dinge übergeben müssen, aber das ist ja relativ schnell gemacht.

Kündigen, wird er mir dann Kündigen oder was soll ich machen
oder wie soll ich vorgehen.

Je nachdem, wie sich Euer Verhältnis nach Deiner Kündigung entwickelt, könnt Ihr Euch immer noch auf nen Deal einlassen, daß er Dir kündigt.

Bekomme ich nach meiner Kündigung Arbeitslosengeld oder
bekomme ich nichts oder wie sieht diese Seite aus.

Ich kenn mich mit dem deutschen Recht diesbezüglich nicht aus, aber ich fürchte, daß Du erstmal nix bekommst, wenn Du selber kündigst…

Liebe Grüße und Kopf hoch!

Petzi