Ablehnung eines Bewerbers

Hallo Spezialisten.

Ich habe folgendes Problem:

Ich bin für die Einstellung von Mitarbeitern zuständig und bekomme entsprechend viele schriftliche Bewerbungen. Einige sind aus den verschiedensten Gründen so grottenschlecht (Rechtschreibung unter aller Kanone, Kaffeeflecken, unvollständig, es werden nicht einmal die absoluten Mindestanforderungen erfüllt), dass ich diese nicht mit dem Standard-Ablehnungsschreiben zurücksenden möchte (Es haben sich viele Bewerber…bla bla…wir konnten Sie bei der Vorauswahl leider nicht berücksichtigen … bla bla…wünschen Ihnen für Ihre berufliche Zukunft alles bla bla …).
Es liegt mir selbstverständlich fern, den Bewerbern zu nahe treten zu wollen, ich denke aber, dass es auch für die Bewerber nur von Nutzen sein kann, zu erfahren, warum diese nicht die geringste Chance auf den Arbeitsplatz oder auch nur ein Vorstellungsgespräch haben.

Wie läuft dies in anderen Firmen?
Gibt es diesbezüglich Web-Adressen?
Wer hat Tipps ?

Vielen Dank schon mal,

Matthias

Hallo!

Ich finde es toll, dass du dir Gedanken darüber machst, wie du den Bewerbern helfen kannst. Die wirklichen Gründe oder Tipps würde ich im Absagebrief nicht aufnehmen, zumal so etwas manchmal (rechtliche) Konsequenzen haben kann.

Wie wäre es, wenn du abschliessend einen Satz hinzufügen würdest mit dem Hinweis, dass sie dich bei Rückfragen gerne telefonisch kontaktieren können. Diejenigen, die wirklich interessiert sind, haben dann die Möglichkeit, von dir telefonisch zu erfahren, was sie verbessern können.

Ich glaube nicht, dass viele Ex-Bewerber anrufen werden sondern nur diejenigen, die wirklich interessiert sind.

Grüsse - Simone

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Mal davon abgesehen, dass ich nicht weiss, welche rechtlichen Konsequenzen es geben könnte (es sei denn ich beleidige oder schreibe z.B. dass ich keine Ausländer einstelle…), glaube ich nur bedingt, dass das was bringt.
Wer eine Bewerbung mit Kaffeeflecken abgibt, schert sich einen Dreck, warum er nicht genommen wurde oder ist so daemlich, dass er wohl auch kein Telefon bedienen kann.
Ich bin zwar auch kein Freund von Formalismen, aber eine gewisse Sorgsamkeit etc. muss man bei so etwas schon an den Tag legen - sonst liegt die Vermutung nahe, dass er sich bei seiner Arbeit genau so wenig Mühe gibt.
Gleiches, wenn auch nicht ganz so krass, gilt auch für verheerende Rechtschreibfehler(quoten) - wenn ich weiss, dass ich da Schwächen habe, lasse ich jemanden eine Bewerbung Korrektur lesen oder zumindestens Word mal drueber schauen etc.

Ich habe mich aber schon immer gefragt, warum dass den Bewerbern nicht mitgeteilt wird - es hilft ihm doch mehr, wenn er eine Ablehnung mit Kopie seiner Bewerbung und 38 angestrichenen R-Fehlern bekommt (so viele gibts wirklich !) und er weiss, das er sorgsamer arbeiten muss, als dass er am Ende keinen Job bekommt.

Vielleicht kann man ja ganz neutral drunter schreiben, dass seine Bewerbung formal und inhaltlich nicht den Ansprüchen an eine ordentliche Bewerbung genügt, und er solle sich diesbzgl. doch mal mit dem Arbeitsamt oder auch ihm selbst in Verbindung setzen.

Gruss
Dirk

Hallo Matthias,

ich glaube, dass Du bei einem Wohlfahrtsverein arbeitest oder den ganzen Tag über nichts anderes zu tun hast…

Die Standard-Absage hat den ganz einfachen Grund, den Aufwand zur Bearbeitung der Absagen zu minimieren. Die dabei gewonnene Arbeitszeit läßt sich nämlich viel sinnvoller für die eigene Belegschaft verwenden (wie wäre es z.B. mit der Erkundung zusätzlicher Weiterbildungsmaßnahmen oder der Preisverhandlung mit externen Beratern usw.?). Oder evtl. ein intensiveres Gespräch mit guten Bewerbern ?

Wenn man dann noch die Kosten von ca. 100 - 150 DM / Std. ansetzt, dann wäre ich als Arbeitgeber aber gar nicht so begeistert, wenn Du irgendwelchen Idioten (anders kann man Bewerber mit Kaffeeflecken nicht bezeichnen) Unterricht in Sachen Bewerbung gibst.

Also wie gesagt, es gibt sinnvollere Tätigkeiten im Personalbereich.

Grüsse

Sven

Hallo Matthias,

was hälst du denn von der idee, dir vom arbeitsamt ein paar prospekte „richtig bewerben“ zuschicken zu lassen und diese der absage beilegst ??? hehe

geringer zeit und kostenaufwand und
klargestellt hast du damit auch,
worauf du hinaus möchtest *Grins*

lieben gruss

lisa

Mal davon abgesehen, dass ich nicht
weiss, welche rechtlichen Konsequenzen es
geben könnte (es sei denn ich beleidige
oder schreibe z.B. dass ich keine
Ausländer einstelle…), glaube ich nur
bedingt, dass das was bringt.
Wer eine Bewerbung mit Kaffeeflecken
abgibt, schert sich einen Dreck, warum er
nicht genommen wurde oder ist so
daemlich, dass er wohl auch kein Telefon
bedienen kann.

Bist Du sicher? Es gibt Leute, die habe es nicht besser gelernt. Von Rechtschreiubung keine Ahnung und den Knigge haben sie nie persönlich kennengelernt.
Ich finde die Idee an sich sehr gut, aber Frage ist, wie es sich zeitlich bewerkstelligen läßt. Evtl kann man die kleinen Broschüren "wie bewerbe ich mmich richtig kurz fassen und per Kopie beifügen. Warum nciht? Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl!
Obwohl es da sicher noch einige gibt, die selbst einen ganzen Wald nicht verstünden…
Es soll auch welche geben, die nie richtig lesen und schreiben gelernt haben. Wer ist schuld daran? sie selbst eher weniger. Sie sind arme Hunde, die Hilfe brauchen.
Die Idee ist also eher gut…
Ciao Carmen

Ich finde es äußerst positiv und lobenswert, wenn jemand versucht seine Arbeit nicht nur zu minimieren (siehe einige andere Antworten) sonder auch produktiv zu sein und gleichzeitig eine gewisse soziale Kompeten zu zeigen.

Auch in den schlechtesten Bewerbungen steckt seitens der Bewerber eine Mange Arbeit. Ein echtes Feedback und dadurch die Möglichkeit zur Verbesserung zu erhalten ist eine Gute Sache. Wäre schön, wenn so etwas auch Firmenintern einen größeren Stellenwert hätte.

Da auch der eigene Aufwand in Grenzen gehalten werden muss finde ich die Vorschläge mit der „Broschüre“ recht praktikabel.

-) bent
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Eine Bewerbung ist eine Visitenkarte und wenn ein Bewerber wirklich an einem Job interessiert ist, dann versucht er sich so gut wie moeglich zu verkaufen. Wenn nicht, dann nicht. Wozu also der zusaetzliche Aufwand?

Ausserdem wuerde ich mich genau erkundigen, ob Du durch einen genauen Verweis, warum der Bewerber abgelehnt wurde, gerade wenn es sich ‚nur‘ um Formalien handelt und nicht um die Qualitaet eines Bewerbers, Dich oder besser das Unternehmen, nicht rechtlich angreifbar machst…

Bist Du sicher?

Ja

Es gibt Leute, die haben es nicht besser gelernt. Von Rechtschreiubung keine Ahnung
und den Knigge haben sie nie persönlich kennengelernt.

Well - wie ich sagte, ich bin auch kein Formalist (im Gegenteil - Knigge ist gedruckter Schrott), aber noch leben wir in einem halbwegs zivilisierten Land mit Schulpflicht etc. Es gibt fraglos einige „Gescheiterte“ aus Problemverhältnissen etc. aber ob die sich dann ueberhaupt um einen Job schriftlich bewerben ? Und das sind nicht annaehernd so viele, wie man glaubt und wie es katastrophale Bewerbungen gibt !

Obwohl es da sicher noch einige gibt, die
selbst einen ganzen Wald nicht
verstünden…

Das ist das wohl auch das Problem.

Es soll auch welche geben, die nie
richtig lesen und schreiben gelernt
haben. Wer ist schuld daran? sie selbst
eher weniger. Sie sind arme Hunde, die
Hilfe brauchen.

Siehe oben ! Warum nicht ? Bei Jugendlichen ist das wohl die grosse Ausnahme - aber bei den wenigen hast natuerlich Recht, aber denen hilft eine solche Antwort fraglos auch nicht - da sind ganz andere Probleme zu klaeren - die koennte man hoechstens erst mal ans Arbeitsamt verweisen, die koennen da tatsaechlich helfen.

Die Idee ist also eher gut…

Natuerlich, aber ob es hilft, ist zu bezweifeln.

Gruss

Hallo Matthias,

Ich habe folgendes Problem:

Ich bin für die Einstellung von
Mitarbeitern zuständig und bekomme
entsprechend viele schriftliche
Bewerbungen. Einige sind aus den
verschiedensten Gründen so
grottenschlecht (Rechtschreibung unter
aller Kanone, Kaffeeflecken,
unvollständig, es werden nicht einmal die
absoluten Mindestanforderungen erfüllt),

kannst du feststellen ob diese bewerber übers arbeitsamt zu dir kommen ? falls JA, kannst du dir jegliche mühe sparen: die wollen keinen Job, sondern nur einen Nachweis, dass sie sich beworben haben - und den kriegen sie mit deiner absage.
meinem steuerberater ist gerade so etwas passiert: suchte fähige ´empfangskraft´ für telefonate, ablage etc. - was da antanzte war die reine katastrofe: 75% der bewerbungen wanderten sofort in die tonne, die, die man einladen konnte haben mehr oder minder zu verstehen gegeben, dass sie kein interesse an einem job haben, und die EINE, die in frage gekommen WÄRE, hatte in der zwischenzeit vom A-Amt das angebot, an einer fortbildungsmassnahme teilzunehmen (von dir und mir und all den anderen finanziert), und dann sagte sie: " na, da mach ich doch lieber DAS!" - that´s it ! soviel zum thema sozialstaat.
direkt nach meinem studium hab ich auch mal übers arbeitsamt probiert, mich auf dem arbeitsmarkt anzubieten - es war lachhaft…
eine gute firma und gute bewerber kommen NICHT übers A-Amt zusammen, da bin ich mir sicher…

gruss

gruss

soviel müll in ein post…

Das ist doch mal eine gute antwort!!! :smile:)