'Aussteigerin' will zurück -wie im Lebenslauf?

Hallo!
Ich bin neu hier und hätte gleich mal eure Hilfe nötig :smile:

Ich (25,w) war einige Zeit im Ausland und arbeitslos und weiß nicht, wie ich das in meinem Lebenslauf bzw. im Bewerbungsschreiben begründen soll…
Meine „wirklichen Gründe“ stehen unten aufgelistet, aber so kann ich das doch nicht in einer Bewerbung schreiben?!

Mein Lebenslauf sieht aktuell so aus (Details mal weggelassen):
06/1997 Abitur
09/1997-06/1999 Ausbildung zur Bankkauffrau
06/1999-03/2001 Arbeit als Bankkauffrau
04/2001-06/2001 Australien
07/2001-03/2002 arbeitslos
09/2001-10/2001 Praktikum im Krankenhaus (nebenher, da geringfügig)
04/2002-08/2002 Arbeiterin Garten-und Landschaftsbau
09/2002-12/2002 Australien
01/2003-04/2003 arbeitslos
05/2003-10/2003 Maschinenarbeiterin in Dreherei
seit 11/2003 arbeitslos

Mein Problem(?) war schon bei der Wahl der Ausbildung, daß mich einfach zu viel interessiert hat.

Mir hat es in der Bank eigentlich gut gefallen, aber ich wollte trotzdem mal etwas anderes erleben und bin deshalb nach Australien, auch um über meine weitere berufliche Zukunft nachzudenken.

Nach dem lockeren Leben dort konnte ich mir einen „normalen Büroberuf“ nicht mehr vorstellen.
Deshalb jobbte ich im Krankenhaus und als Landschaftsgärtnerin (mich hat der soziale Bereich und Biologie schon immer interessiert).

Beide Jobs waren nicht schlecht, aber hatten auch ihre Nachteile, so daß ich mir eine neue Ausbildung/Umschulung nicht vorstellen konnte.

Die Arbeit in der Dreherei habe ich nur gemacht, um nicht arbeitslos zu sein, mußte aber wegen gesundheitlicher Probleme aufhören,außerdem fühlte ich mich geistig stark unterfordert…

Die frühere Arbeitslosigkeit lag zum Teil auch an meiner Faulheit (ich weiß mittlerweile, daß das ein Riesenfehler war), damals hätte ich wahrscheinlich noch leichter in die Bank zurückkehren können.

Jetzt will ich schnellstens zurück in den Bank- oder kaufmännischen Bereich, aber ich mache mir ehrlichgesagt keine großen Hoffnungen, bei meinem Lebenslauf…
Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich das alles wenigstens teilweise vorab im Bewerbungsschreiben erklären soll?
Wenn ich meinen Lebenslauf ohne Erklärungen abliefere, stellt mich doch niemand ein bzw. es kommt erst gar nicht zum Bewerbungsgespräch?!

Tut mir leid, daß ich so eine lange Anfrage schreibe; danke fürs Durchlesen! Ich bin wirklich für jede Hilfe dankbar!!!
Chrisi

Hi Chrisi!

Also, das ist ja nicht gerade einfach, aber hier mal ein paar Ideen:

Zu Australien: Du kannst schreiben, dass du dort deine Englischkenntisse perfektionieren wolltest, Auslandserfahrung sammeln wolltest, dich persönlich weiterentwickeln wolltest (soft skills - sind sehr gefragt in der Wirtschaft).In vielen Bereichen hat man kaum noch Chancen, wenn man nicht mindestens einen Auslandsaufenthalt vorzuweisen hat (wegen der Globalisierung und der Internationali-sierung der Unternehmen…). Ich weiß ja nicht genau, was du dort getan hast, aber versuch es einfach möglichst positiv darzustellen.

Die Lücke zwischen dem ersten Mal Australien und dem Praktikum im Krankenhaus ist in Ordnung - bis drei Monate fragt da normalerweise nicht umbedingt jemand nach.

Das Praktikum im Krankenhaus darfst du natürlich nicht als „nebenher“ verkaufen, sondern als wichtige persönliche Erfahrung, bei der du gelernt hast, besser mit Menschen umzugehen und auf Menschen einzugehen…womit wir wieder bei den Soft Skills wären.

Für die große Lücke danach fällt mir leider im Moment auch nichts ein…und für die Zeit danach ist es auch schwer.

Eigentlich würde ich dir raten, noch irgendeine Aus- oder Fortbildung zu machen, vielleicht auch ein Studium. Dann kannst du dich nämlich hinterher bewerben und alles vorherige abtun als: „du warst noch in deiner Orientierungsphase, hast halt verschiedenes ausprobiert, bist ins Ausland gereist weil man das halt am besten macht, solange man noch jung und ungebunden ist, aber jetzt hast du dich für eine entgültige Richtung in deinem Leben entschieden und möchtest jetzt so richtig lospowern…“. Das wäre ideal, und keiner würde dir die Zeit vorher richtig übel nehmen.

Eine ganz andere Möglichkeit wäre auch, sich erst einmal für einen Bürojob (Sekretärin oder Assistentin) zu bewerben, die werden zur Zeit trotz der schlechten Arbeitslage massenhaft angeboten, und diesen dann einfach ein paar Jahre durchzuhalten. Damit würdest du zeigen, dass du länger bei einem Unternehmen bleiben kannst und nciht mehr so sprunghaft bist…

Egal wie du dich entscheidest: du darfst niemals etwas schlechtes über dich in einer Bewerbung schreiben (so nach dem Motto: „ich war faul habe mich aber geändert“) - du musst alles ins Positive drehen und vor allem: du musst hinter allem stehen, was du getan hast! Du darfst nicht so wirken, als wenn du deinen bisherigen Lebenslauf bereust. Wenn du dich nicht gut findest, wieso sollte das dann irgendein Personalchef?

Ich hoffe, ich konnte dir ein bischen weiter helfen…

Gruß, Eva

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

nachdem Du ja schon gute Tipps bekommen hast, möchte ich nur noch ein paar Dinge ergänzen. Du mußt tatsächlich zeigen, daß Du „was leisten“ willst und das Du nicht mehr so sprunghaft bist. Also solltest Du versuchen jetzt auch erstmal irgendeinen Job auf dem Gebiet anzunehmen auf dem Du dann arbeiten willst. Vielleicht versuchen Dich mit Kursen weiter zu qualifizieren.

Gruß Julia

Hallo,

Für die große Lücke würde mir einfallen:

Zeit genutzt um sich privat weiterzubilden (Sprachen, Computerkenntnisse, ein Instrument) was weiß ich, denk Dir einfach einiges aus, in dem Du wirklich schon was kannst.

Wenn Du jemanden kennst, der Selbstständig ist, kannst Du auch fragen, ob er oder sie Dir eine Bestätigung über ein Praktikum für die Zeit ausstellt.

Saba

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

also, Dein Lebenslauf ist kein 0815 Lebenslauf, das weisst Du selbst. Vielleicht kannst Du das nutzen, um in anderen Branchen unterzukommen:
Reisen, Outdoor, oder ähnliches.

06/1997 Abitur
09/1997-06/1999 Ausbildung zur Bankkauffrau
06/1999-03/2001 Arbeit als Bankkauffrau
04/2001-06/2001 Australien
07/2001-03/2002 arbeitslos
09/2001-10/2001 Praktikum im Krankenhaus (nebenher, da
geringfügig)
04/2002-08/2002 Arbeiterin Garten-und Landschaftsbau
09/2002-12/2002 Australien
01/2003-04/2003 arbeitslos
05/2003-10/2003 Maschinenarbeiterin in Dreherei
seit 11/2003 arbeitslos

Mein Problem(?) war schon bei der Wahl der Ausbildung, daß
mich einfach zu viel interessiert hat.

Das stimmt nicht. Entschuldige, wenn ich das so hart sage. Dein Problem ist, dass Du es nach Deiner Ausbildung beruflich nirgends länger als zwei Jahre ausgehalten hast. Damit wirst Du es bei konservativen Unternehmen schwer haben - aber das weisst Du selbst.

Mir hat es in der Bank eigentlich gut gefallen, aber ich
wollte trotzdem mal etwas anderes erleben und bin deshalb nach
Australien, auch um über meine weitere berufliche Zukunft
nachzudenken.

„Gut gefallen“ und du gehst nach noch nicht einmal zwei Jahren?
Hmmm.

…Jetzt will ich schnellstens zurück in den Bank- oder
kaufmännischen Bereich, aber ich mache mir ehrlichgesagt keine
großen Hoffnungen, bei meinem Lebenslauf…

Warum willst Du eigentlich zu Unternehmen, die wahrscheinlich eher konservativ eingestellt sind? Passt Du da wirklich hin und wirst glücklich? Vergiss nicht - du solltest bei Deiner nächsten Stelle ein paar Jahre bleiben.

Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich das alles wenigstens
teilweise vorab im Bewerbungsschreiben erklären soll?
Wenn ich meinen Lebenslauf ohne Erklärungen abliefere, stellt
mich doch niemand ein bzw. es kommt erst gar nicht zum
Bewerbungsgespräch?!

Vielleicht hilft es, wenn Du in einem Bereich suchst, in dem Du Deine Reiserfahrung einbringen kannst. Deshalb eben Reisen, Outdoor, Eventmanagement und ähnliches.

Von einem Studium aus Verlegenheit würde ich eher abraten. Du bist dann zwar zunächst raus aus der Arbeitslosenstatistik, bist dann aber bei Abschluss mindestens 30 und wieder Berufsanfängerin.
Viel Glück

Ciao Rossi

Hallo Chrisi,
es ist egal wie du deine „Auszeiten“ begründest oder formulierst, Sie bleiben als „Makel“(gesehen nach den Anforderungen für Banken, Versicherungen, etc.) im Lebenslauf bestehen. Natürlich solltest du dir Gedanken machen, diese „Auszeiten“ so positiv wie möglich zu formulieren, aber setze nicht zu sehr auf die Verschleierungstaktik (bis auf das Thema „Faulheit“). Deine vergangenen Entscheidungen waren für dich zu diesem Zeitpunkt wichtig und richtig. Stehe dazu und bei Bedarf solltest du Sie auch begründen können!!! Das kommt gut an. Weiterhin dürfte dir klar sein, das du nicht als Bankerin direkt wieder ins Geschäft kommst. Versuche dich im rein kaufmännischen Bereich (Call-Center und Vertrieb bei Bank ,Versicherung werden Personen gesucht, die sich auskennen aber nicht die Gehaltswünsche haben!) und sehe zu, das du abendliche Kurse belegst um dich weiterhin zu qualifizieren.

Letztendlich mußt du dich entscheiden in welchem Segement der Wirtschaft du dich nun niederlassen willst.

Sei dir im klaren, das es 1000sende Bewerber mit „besseren Vorraussetzungen“ gibt. Du mußt also durch Initiative und Bereitschaft versuchen dagegen zu halten und somit zu zeigen das du besser bist. Denn alles was du bisher, auch in den verscheinenen Bereichen, gerlernt hast, bringt dich weiter und sichert dir Vorteile. Also ran an den „Speck“ und zeig was in dir steckt!

Viele Grüße und viel Erfolg wünscht.

Gruß

Martin

warum willst du zurück
hey, hast doch viel erlebt in der zeit und das hört sich alles interessant an, du sagst ja selber das es im büro zu trocken war für dich. mir gings ähnlich. vielleicht solltest du in australien bleiben oder ggf. dorthin zurückgehen wenn du schon wieder hier bist. denk mal drüber nach, dann wäre am ende doch noch alles ein bischen mehr abenteuer als bei den banken… und du hättest was erlebt…

Hi!
Warum nicht mehr Australien???
Naja, weil es einen großen Unterschied macht, ob man in einem Land ist, um herumzureisen und Urlaub zu machen, oder ob man dort auf Dauer bleiben will und dann auch dort arbeiten will und muß.
Nicht nur Visum-technisch gesehen, auch das ganze Urlaubs-Feeling ist dann irgendwann weg, denke ich mir…
Außerdem bin ich hier glücklich verliebt :smile:
Klar war Australien eine schöne Zeit, die ich nie vergessen werde, aber wie auch schon die meisten anderen geschrieben haben, sollte ich mich langsam um meine berufliche Zukunft kümmern.
Ich habe wirklich keine Lust, die ganze Dauer meines Berufslebens (und das können noch 40 Jahre sein) mit Hilfsjobs zu verbringen, auch wenn ich damit Australien o.ä. finanzieren würde.
Darüber habe ich mir vor ein paar Jahren noch keine Gedanken gemacht…
Chrisi

Hallo!
Erst mal Danke für Deine Antwort, und auch an alle anderen!
Hat mir einige Dankanstöße gegeben!

Mein Problem(?) war schon bei der Wahl der Ausbildung, daß
mich einfach zu viel interessiert hat.

Das stimmt nicht. Entschuldige, wenn ich das so hart sage.
Dein Problem ist, dass Du es nach Deiner Ausbildung beruflich
nirgends länger als zwei Jahre ausgehalten hast. Damit wirst
Du es bei konservativen Unternehmen schwer haben - aber das
weisst Du selbst.

Tja, mein Lebenslauf zeugt wirklich nicht von Ausdauer in einem Beruf…
Ich wollte halt so schnell wie möglich herausfinden, welcher Beruf am besten zu mir paßt.
Leider mit gegenteiligem Ergebnis: Mir hat es in der Bank gefallen, weil ich meinen Verstand einsetzen konnte, körperlich keine schwere Arbeit hatte und nicht schlecht verdient habe. Als meinen absoluten Traumjob würde ich Banker aber nicht bezeichnen.
Aber - ich habe keinen Beruf gefunden, der mir letztendlich besser gefallen hat, deshalb will ich in den kaufmännischen Bereich zurück, obwohl ich mir noch Dutzende interessante Jobs für mich vorstellen könnte.

Von einem Studium aus Verlegenheit würde ich eher abraten. Du
bist dann zwar zunächst raus aus der Arbeitslosenstatistik,
bist dann aber bei Abschluss mindestens 30 und wieder
Berufsanfängerin.

Für meinen Traumjob (wenn ich wüßte, welcher das ist), würde ich studieren, keine Frage!
Vielleicht bin ich nur unentschlossen oder habe falsche Vorstellungen vom „perfekten Beruf“, die nicht realisierbar sind.
Ich denke mir einfach, daß es jetzt (nachdem ich nach langem Überlegen und Ausprobieren nichts Besseres als Bankkauffrau gefunden habe) dringend an der Zeit ist, wieder im Kaufmännischen einzusteigen, gerade um Berufserfahrung zu sammeln und damit diese Tür nicht endgültig zufällt (falls sie’s nicht schon ist)!
Jedenfalls probier’ ich’s mal, wenn’s nicht klappt, muß ich mir was anders überlegen…
Viele Grüße
Chrisi

Hallo chrisi

Erst mal Danke für Deine Antwort, und auch an alle anderen!
Hat mir einige Dankanstöße gegeben!

Ich hätte auch noch einen Anstoß parat :wink:

Leider mit gegenteiligem Ergebnis: Mir hat es in der Bank
gefallen, weil ich meinen Verstand einsetzen konnte,
körperlich keine schwere Arbeit hatte und nicht schlecht
verdient habe. Als meinen absoluten Traumjob würde ich Banker
aber nicht bezeichnen.
Aber - ich habe keinen Beruf gefunden, der mir letztendlich
besser gefallen hat

So wie du das schreibst, hört sich das so an wie wenn du als Bankkauffrau arbeiten willst, weil es das kleinere Übel im Vergleich zu „Hilfsjobs“ bzw. arbeitslosigkeit ist, kurz… es muss halt sein weil ich eine Ausbildung dafür gemacht habe. Du musst dir jetzt die Frage stellen, will ich in die Bank weil ich es wirklich will, oder will ich dahin weil ich Torschlusspanik habe und mir nix „besseres“ einfällt (is nicht bös´gemeint)

Für meinen Traumjob (wenn ich wüßte, welcher das ist), würde
ich studieren, keine Frage!
Vielleicht bin ich nur unentschlossen oder habe falsche
Vorstellungen vom „perfekten Beruf“

Mach dir doch einfach mal Gedanken was dir Spaß macht und was du wirklich gut kannst. Davon sollte möglichst viel in deinem neuen Job vorkommen, schließlich soll dir die Arbeit ja Spaß machen (schlägt sonst früher oder später aufs Gemüt)

Viel Erfolg und alles Gute

Andi

Warum willst du zurück
Den besten Job bekommt derjenige, der ihn erledigen kann, ohne die Verantwortung auf andere abzuwälzen oder Ausflüchte zu suchen.

Bloss nicht irgendwie einschüchtern lassen. Sei dir deiner Stärken und Schwächen bewusst, arbeite an deinen Stärken und versuche deine Schwächen abzubauen. Höre nicht auf die negative Meinung von anderen Menschen. Behalte deine positive Geisteshaltung und Du wirst Erfolg haben.

Du bist sehr jung, die Welt gehört dir, nimm dir deinen Teil !

ich überlege…
Hallo Andi!

So wie du das schreibst, hört sich das so an wie wenn du als
Bankkauffrau arbeiten willst, weil es das kleinere Übel im
Vergleich zu „Hilfsjobs“ bzw. arbeitslosigkeit ist, kurz… es
muss halt sein weil ich eine Ausbildung dafür gemacht habe. Du
musst dir jetzt die Frage stellen, will ich in die Bank weil
ich es wirklich will, oder will ich dahin weil ich
Torschlusspanik habe und mir nix „besseres“ einfällt (is nicht
bös´gemeint)

Ja, da muß ich Dir recht geben. Hab wirklich soetwas wie Torschußpanik, gerade weil ich weiß, daß es langsam Zeit wird, mich endgültig bzw. längerfristig zu entscheiden. Und dann lieber Bank, weil ich das gelernt habe.

Mach dir doch einfach mal Gedanken was dir Spaß macht und was
du wirklich gut kannst. Davon sollte möglichst viel in deinem
neuen Job vorkommen, schließlich soll dir die Arbeit ja Spaß
machen (schlägt sonst früher oder später aufs Gemüt)

Naja, typisch berufsbezogene Talente habe ich keine. Eher daß ich z.B. eine schnelle Auffassungsgabe habe und bisher in jedem Job gut zurechtkam, obwohl ich da total verschiedene Aufgaben hatte.
Ich bin sehr gründlich und ordentlich, wenn ich was mache, dann richtig, keine halben Sachen.
Ich gehe gern mit Zahlen um (Hallo Bank!) und auch mit Computern.

Ich habe gerne Kontakt mit Leuten, aber möchte nicht unbedingt einen vorgeschriebenen Verkaufsdruck haben („diese Woche muß ich so und so viele Lebensversicherungen verkaufen, die nächste Woche dann x Bausparverträge.“). War in der Bank auch im „Backoffice“-Bereich in der Zentrale beschäftigt, weil ich schnell gemerkt habe, daß mir der Vertrieb nicht liegt.

Mich würde eigentlich ein eigener Laden reizen, aber nicht sofort, da wäre ich mir noch zu unsicher, aber in ein paar Jahren…
Allerdings würde ich, wenn ich die Idee Laden weiterspinnen wollte, auch erst einmal in einem kleinen Laden arbeiten wollen (Angestellte), um zu sehen, wie alles läuft.
Ich kenn die Zahlen der Neugründungen und wieviele wieder aufhören müssen, würde meinen eigenen Laden (Secondhand-Kleidung Markenware) eher ins Reich der Hirmgespinste verdrängen. Also nichts, woran ich jetzt sofort in irgendeiner Weise arbeiten könnte.

Ansonsten interessiert mich noch Biologie und Psychologie, aber damit kann ich als Beruf auch nichts anfangen, weil ich weiß, daß ein Lehramt oder eine Praxis nichts für mich ist. Die Chancen in der Forschung unterzukommen sehe ich als eher klein an, vor allem weil ich nicht uneingeschränkt mobil bin.

Ich finde die Werbebranche faszinierend, bin auch einigermaßen kreativ, aber ich weiß auch, daß das ein Knochenjob sein kann und man sehr schwer reinkommt.

So, welcher Beruf passt da? Ich bin ja wirklich schon seit JAHREN am überlegen, aber ich komme zu keinem Ergebnis.
Vorschläge???

Viel Erfolg und alles Gute

Danke! Viele Grüße

Chrisi

Hallo Chrisi

Ja, da muß ich Dir recht geben. Hab wirklich soetwas wie
Torschußpanik, gerade weil ich weiß, daß es langsam Zeit wird,
mich endgültig bzw. längerfristig zu entscheiden. Und dann
lieber Bank, weil ich das gelernt habe.

Naja mit 24-25 musst du dir nicht soo die Gedanken machen, dass der Zug für dich abgefahren ist und du keinen Fuss mehr auf den Boden bekommst. Okay für eine Bilderbuchkarriere bis zum Vorstand in einer Bank hast du vielleicht nicht so gute Karten :wink:. Ausserdem sind die Zeiten wo du in einer Firma lernst und dann bis zur Rente in diesem Beruf/Tätigkeit/Firma arbeitest wohl eher Geschichte.

Naja, typisch berufsbezogene Talente habe ich keine. Eher daß
ich z.B. eine schnelle Auffassungsgabe habe und bisher in
jedem Job gut zurechtkam, obwohl ich da total verschiedene
Aufgaben hatte.
Ich bin sehr gründlich und ordentlich, wenn ich was mache,
dann richtig, keine halben Sachen.
Ich gehe gern mit Zahlen um (Hallo Bank!) und auch mit
Computern.

Ich habe gerne Kontakt mit Leuten, aber möchte nicht unbedingt
einen vorgeschriebenen Verkaufsdruck haben

Das sind doch schon mal Eingenschaften mit denen man Pluspunkte sammeln kann.

Wie wäre es denn mit einem Job in Richtung Projektassistenz in kleinern Entwicklungsfirmen? Solche Firmen haben meistens ein Problem, dass die Entwickler echt gute Leute auf ihrem Gebiet sind, aber keine Zeit/Lust haben sich um die ganze Organisation drumrum zu kümmern. Da sind Eigenschaften wie schnelle Auffassungsgabe, Gründlichkeit, Chaosresistenz und eine nette Art viel entscheidender
als ein perfekter Lebenslauf.

Aber egal wo du dich bewerben wirst, mach nicht den Fehler und versuche im Bewerbungsschreiben deinen Lebenslauf zu erklären.
Schreib im Lebenslauf kurze Erklärungen mit rein, daß er nachvollziehbar wird.

Demjenigen, der deine Bewerbung liest interressiert zu erstmal nicht warum du in der Vergangenheit dieses und jenes gemacht hast, sondern warum er gerade dich zu einem Bewerbungsgespräch einladen sollte.

Viel Glück

Andi

Danke! Viele Grüße

Chrisi

Hallo Eva!

Für die große Lücke danach fällt mir leider im Moment auch
nichts ein…und für die Zeit danach ist es auch schwer.

Wenn ich einfach ein paar Monate länger in Australien war???
Dafür wäre ich nicht so lange arbeitslos gewesen, müßte mir aber eine Beschäftigung für Australien ausdenken,oder? 3 Monate Rundreise in Australien sind ok, denke ich, aber wenn’s dann mal 6 Monate sind?!
Eigentlich will ich mit meinem Lebenslauf schon bei der Wahrheit bleiben, aber natürlich auch eine Chance auf einen Job haben…

Eigentlich würde ich dir raten, noch irgendeine Aus- oder
Fortbildung zu machen, vielleicht auch ein Studium. Dann
kannst du dich nämlich hinterher bewerben und alles vorherige
abtun als: „du warst noch in deiner Orientierungsphase, hast
halt verschiedenes ausprobiert, bist ins Ausland gereist weil
man das halt am besten macht, solange man noch jung und
ungebunden ist, aber jetzt hast du dich für eine entgültige
Richtung in deinem Leben entschieden und möchtest jetzt so
richtig lospowern…“. Das wäre ideal, und keiner würde dir
die Zeit vorher richtig übel nehmen.

Ein Studium würde mir zu lange dauern bzw. ich würde dann mit Anfang 30 dastehen und hätte zwar Ausbildung+Studium, aber fast keine Berufserfahrung.
Hast Du einen Vorschlag für eine Weiterbildung? Ich dachte an irgendwelche Computerkurse, die man speziell im Büro braucht.
Das würde meinen Nachteil gegenüber gelernten Bürokaufleuten oder Industriekaufleuten verkleinern.
SAP? Datev? Buchhaltung?

Eine ganz andere Möglichkeit wäre auch, sich erst einmal für
einen Bürojob (Sekretärin oder Assistentin) zu bewerben, die
werden zur Zeit trotz der schlechten Arbeitslage massenhaft
angeboten, und diesen dann einfach ein paar Jahre
durchzuhalten. Damit würdest du zeigen, dass du länger bei
einem Unternehmen bleiben kannst und nciht mehr so sprunghaft
bist…

Leider gibt’s da auch nicht so viel Auswahl hier.
Aus Erfahrung weiß ich, daß sich bis ca. 80 Leute für einen Sachbearbeiter-Job bewerben. Da muß ich schon Glück haben, wenn ich überhaupt in die engere Auswahl komme (schon mal als z.Zt.Arbeitslose)!

Egal wie du dich entscheidest: du darfst niemals etwas
schlechtes über dich in einer Bewerbung schreiben (so nach dem
Motto: „ich war faul habe mich aber geändert“) - du musst
alles ins Positive drehen und vor allem: du musst hinter allem
stehen, was du getan hast! Du darfst nicht so wirken, als wenn
du deinen bisherigen Lebenslauf bereust. Wenn du dich nicht
gut findest, wieso sollte das dann irgendein Personalchef?

Schreibe ich meine Erklärungen dann direkt ins Anschreiben? Das wäre doch dann zu ausführlich bzw. umfangreich, oder? Dann hätte ich bestimmt 2 Seiten Anschreiben, und wer liest das ganz durch?
Oder soll ich stichpunktartig direkt im Lebenslauf erklären, warum ich z.B. im Krankenhaus gearbeitet habe?
Ich kann mich leider nicht darauf verlassen, daß ich Gelegenheit haben werde, alles im Vorstellungsgespräch zu erklären: Wenn der Personalchef Probleme mit meinem Lebenslauf hat, dann wird er mich erst gar nicht einladen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bischen weiter helfen…

Ja, danke!

Viele Grüße
Chrisi

Noch etwas:

Du könntest als Finanzberater auf selbstständiger Basis arbeiten (mit deinen Erfahrungen aus der Bankenwelt).

Du kannst dich aber auch weiterbilden zum Financial Planner, Finanzökonöm oder Fachwirt für Finanzdienstleistungen, die in einem Markt tätig sind, der gute Perspektiven bietet…

Für weitere Infos einfach eine Mail schreiben…
Helfe gerne weiter :smile:

Weiterbildung
Hallo Marcel!

Du könntest als Finanzberater auf selbstständiger Basis
arbeiten (mit deinen Erfahrungen aus der Bankenwelt).

Wenn ich mich irgendwann einmal selbständig mache, dann eher nicht im Finanzsektor. Der Vertrieb liegt mir nicht, war in der Bank auch im Back Office tätig. Mein Alptraumjob wäre Vertreterin im Außendienst (grusel) :smile:

Du kannst dich aber auch weiterbilden zum Financial Planner,
Finanzökonöm oder Fachwirt für Finanzdienstleistungen, die in
einem Markt tätig sind, der gute Perspektiven bietet…

Bei den Banken sieht es ja im Moment nirgends besonders rosig aus, leider.
Ökonom? Muß man das nicht studieren?
Was macht ein „Financial Planner“ genau? Kann mir nichts darunter vorstellen, außer daß er irgendetwas Finanzielles plant :wink:
Ich habe an eine Weiterbildung gedacht, mit der ich dann mein Bankwissen z.B. in der Industrie oder einfach im Büro einsetzen kann.
Dadurch hätte ich durch meine Bankausbildung einen Vorteil gegenüber „normalen“ Sachbearbeitern in Industrie bzw. Büro.
Wie gesagt, solange ich nicht im direkten Vertrieb bin…
Hast Du eventuell Tipps für eine Weiterbildung in diese Richtung?
Danke schon mal!
Viele Grüße
Chrisi

guck mal unter
www.ebs-finanzakademie.de
www.mibeg.de
www.eafp.com
www.LIFBA.de

Hoffe es bringt dich weiter !