Hi zusammen,
ich habe ein Vorstellungsgespräch bei einer weltweit präsenten Firma mit Hauptsitz in Deutschland (kein Konzern in dem Sinne sondern eher ein Mittelständler, der weiter wachsen möchte), die Kandidaten für ein Nachwuchsführungskräfte-Programm sucht.
Das Programm ist laut Stellenanzeige ausdrücklich daruf ausgelegt, dass ich „über einen Zeitraum von mehreren Jahren in Auslandsniederlassungen in Asien, Australien, USA, Mittlerer Osten usw. eingesetzt werde, um dann innerhalb der Gruppe eine Führungsposition einzunehmen“. Das Program soll ferner „individuell auf mich abgestimmt“ sein.
Nun meine Frage: Für einen Job in Deutschland ist die Frage worauf man achten sollte ziemlich schnell beantwortet. z.B. betr. Altersvorsorge, sonst. Sozialleistungen usw. Worauf muss ich aber achten bzw. was im Gespräch zur Sprache bringen wenn es darum geht, dass ich vielleicht ein Jahr in Dubai, Melbourne oder Tokio arbeite? Wie ist das z.B. mit dem Gehalt? Mit dem was ich dort verlangen würde (natürlich etwas mehr als ich jetzt habe) würde ich in Deutschland gut zurecht kommen, in Peru wie Gott in Frankreich leben, aber in Tokio wohl fast am Hungertuch nagen. Ist es üblich Benefits wie „zu Weihnachten fliege ich auf Firmenkosten nach Hause“ zu verlangen? Wie gestaltet sich die Zahlung z.B. der Rentenbeiträge? Was regeln „die“ und um was muss ich mich selbst kümmern?
Vielen Dank für Hinweise von Euch „Auslandsarbeitnehmern“ sagt
L.
Hallo Groß Ell Ponkt,
wenn der in Frage stehende Arbeitgeber bisher nicht so riesig international tätig ist, hat er sich möglicherweise auch bloß über Personalkosten grosso modo Gedanken gemacht und die administrativen Details sind noch in der Mache.
Im Zusammenhang Sozialversicherung wichtig:
Wenn es für Dich Motive gibt, im deutschen SV-System zu bleiben, etwa damit die Beiträge nicht sicher und vollständig, sondern bloß wahrscheinlich und großenteils verlorener Aufwand sind, müssen die Weichen dafür von Anbeginn an gestellt werden. Die Stichworte heißen „Ausstrahlung“ und „Entsendung“. Entscheidend ist, daß Du durch (a) das deutsche Mutterunternehmen unter Vertrag genommen wirst und (b) von Anbeginn an, vor Antritt der Auslandsmission, vereinbart ist, daß diese vorübergehend sein wird. Es ist unschädlich, wenn an die erste zeitlich beschränkte Mission eine zweite, dritte usw. angehängt wird, solange dieses nicht willkürlich geschieht > Definition der einzelnen Missionen als Projekte anhand von Milestones. Für entsprechende Vereinbarung gibt es keine Erfordernis der Schriftform, aber zum späteren Nachweis im Zweifel ist diese jedenfalls ratsam.
Dieses ein Beitrag aus der Sicht der Personalbuchhalterey.
Schöne Grüße
MM
Hi Larsi,
wenn einer eine Reise tut…
Auslandseinsätze haben immer eine gewisse Eigendynamik.
Aus eigener Erfahrung weiß ich ,das viele Arbeitgeber sich Auslandseisätze " leicht " machen. Flieg da mal eben hin…
Hier einige Stichpunkte für Dich , die ich für wichtig halte.
- Papiere ( Perso, Reisepass Visa Führerscheine etc.) Welche sind nötig und wer bezahlt!?
-Versicherungen ( Auslandskranken und Unfallversicherung )muß Du unbedingt vorher mit Deiner Krankenkasse klären wie weit Du versichert bist. Ist eine Zusatzversicherung nötig!? Meist ja, vor allem für Unfälle, wenn es keine Arbeitsunfälle sind.
-Impfungen manche Länder schreiben bestimmte Impfungen vor, Andere halte ich persönlich für wichtig. Sind teilweise sehr teuer, wer zahlt!? Welche Impfungen kannst Du über das Tropeninstitut erfahren.
-Alles " Andere " ist viel Verhandlungssache und wird glaube ich von jeder Firma anders gehandhabt. Vielleicht kann Dir dazu auch das Arbeitsamt noch Auskünfte geben.
MfG und 
Andreas