Hallo,
ich habe es geschafft, von meinem Praktikumsgeber als Communitymanager übernommen zu werden, allerdings zu einem Gehalt, dass eigentlich nicht so ganz meinen Vorstellungen entspricht. Allerdings umfaßt dieses Gehalt auch nur einen Teil der von mir angestrebten und wahrscheinlich auch auszuführenden Tätigkeiten. Das Gehalt wurde quasi am Status Quo orientiert, der aus der Administration einer kleinen Community besteht (angeblich gibt das Projekt nicht mehr Geld her…). Nun werde ich ziemlich sicher noch weitere ähnlihc gelagerte Aufgaben in anderen Bereichen übernehmen und wahrscheinlich auch neue Projekte übernehmen, die ich selber „anwerbe“. Vereinbart wurde bisher mnündlich, dass dies dann irgendwann in einer Gehaltserhöhung berücksichtigt wird. Die Neu-Projekte werden wahrscheinlich innerhalb der nächsten sechs Monate anlaufen.
Nun frage ich mich:
Wann sollt ich wegen der Gehaltserhöhung vorsprechen?
Wie sollte ich die Höhe der Gehaltserhöhung definieren?
Wie gehe ich bei der Bitte um Gehaltserhöhung vor?
allgemein gilt: Eine Gehaltserhöhung setzt voraus, dass es etwas zu verhandeln gibt (denn nichts anderes als eine Verhandlung ist es).
Dementsprechend:
a) Du musst etwas in der Vergangenheit geleistet haben, dass über das übliche hinausgeht
b) Du wirst etwas in Zukunft tun, was über das bisher übliche hinausgeht
c) Es muss ein gefüllter Topf beim Arbeitgeber vorhanden sein
d) Du musst zumindest begrenzt unverzichtbar sein
Zu a) Gehe niemals zu einem Arbeitgeber und verlange eine Gehaltserhöhung ohne Begründung oder mit Begründungen wie: „Das Leben ist teuer“ oder „Der Müller bekommt ja auch mehr Geld“ Erfolgreicher sind Begründungen wie: „Ich habe meine Ziele weit übererfüllt, wie man an folgenden (wirtschaftl.) Kennzahlen sieht“ „Ich habe folgende Projekte innerhalb des vorgegebenen Zeitplans und mit deutlich geringeren Kosten zur vollsten Zufriedenheit des Kunden abgewickelt“ oder auch „Chef, ich habe Ihnen im letzten Jahr 3x die Kuh vom Eis geholt, wenn Sie das ein viertes Mal wollen…“
Zu b) klassische Begründung: Wer für die Aufgabe xy eingestellt wurde und nun XYZ macht, hat schlicht Anspruch auf eine bessere Bezahlung
zu c) häufig streng limitierendes Element. Selbst wenn man noch so gute Arbeit leistet, aber insgesamt kein Geld da ist, dann bleibt nur die externe Bewerbung
zu d) Wer viel fordert, muss gewähr sein, dass der Verhandlungspartner ggf. lieber auf einen verzichtet, als nachzugeben. Dies sollte man auch bedenken, wenn man mit externen Vergleichsangeboten ankommt, die man aber selber nicht ernst nimmt. Entweder muss man dann wechseln oder man verliert bei einem solchen Poker schlicht das Gesicht.
Also: Baue ein lukratives Geschäft auf, bring den Rubel für Deinen AG zum Rollen, dann hast Du a-d erschlagen und kannst sicher sein, dass Du von alleine bedacht wirst.
Alles andere ist von Deinem pers. Geschick beim Pokern abhängig. Allerdings solltest Du c) stark beachten…
Ich muss meinem Vorredner zustimmen das es nur lohnt wenn der Arbeitgeber auch über die nötigen Mittel verfügt! Derzeit ist die Lage so, daß du als PRaktikant direkt übernommen wurdest. Es wäre vermessen jetzt gleich wieder mit einer Gehaltserhöhung zu kommen - unabhängig davon wie gut du wirklich bist (Naja…die meisten halten sich für gut aber in der EDV-Branche läuft sehr viel „Müll“ rum was sich für gut hält!!)! Es ist nunmal so das du erstmal zu zeigen hast was du taugst bevor du Ansprüche geltend machen solltest und das geht net in ein paar Wochen! Jetzt mal ehrlich… die Administration einer kleinen Community ist nunmal nicht so deeeer Bringer! Warte erstmal ab wie die Sache weiterläuft und wenn du deine Qualitäten wirklich unter Beweis gestellt hast, dann denke erst an das Gehalt!
Gruß
Bernd
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