Huhu!
Könntet ihr Experten mal einen Blick drüber werfen? Ein Bekannter kam eben
verzweifelt an und meinte, er wüsste nicht, was das alles zu bedeuten hätte.
Da ich sowas noch nie bekommen habe, bin ich ähnlich ahnungslos! Also frage ich
euch!
Der Chef wäre wohl noch zu Änderungen bereit.
Herr XXX war vom XXX bis zum XXX in unserem Unternehmen als Software-Entwickler
angestellt. Davor hat er eine zweieinhalbjährige Ausbildung zum
Fachinformatiker erfolgreich bei uns absolviert.
XXX arbeitete in der Entwicklung für unsere Produkt-linien XXX und XXX (zwei
Sorten Software der Firma; Anm.: Vanessa), der führenden Client/Server-
Software für XXX (Spezialisierung der Firma; Anm.: Vanessa).
Zu seinen Aufgaben gehörten die laufende Pflege und Anpassung der Software,
sowie die Administration unseres Netzwerkes (Windows 2000 und Linux). Besonders
hervorzuheben sind:
• XXX hat selbstständig ein Webmodul für unsere Software xxx entwickelt, das
auf Java Server Pages (JSP) basiert und unter Microsoft SQL Server, Oracle und
InterBase läuft.
• Er beherrscht Java (Borland JBuilder), HTML und SQL. Neben der SQL-
Abfragesprache und deren Dialekten beherrscht er die Installation und
Administration folgender SQL-Datenbanken: Microsoft SQL Server, Oracle,
InterBase, Sybase und MySQL.
• XXX hat gute Kenntnisse in Borland Delphi. Er hat selbstständig einen Dienst
zur Anbindung von Zeiterfassungsterminals geschrieben.
• Er hat Kenntnisse in der Archivierung (Adobe Acrobat), Office-Software (z.B.
Microsoft Word, Excel, Access), Fernwartungs-Software (PC Anywhere, VNC) und
den Server-Betriebssystemen Windows 2000 und Linux.
• XXX hat an Schulungen der Hersteller XXX, XXX und XXX über die Einrichtung
und Programmierung von XXX teilgenommen.
XXX führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit aus.
Er arbeitet selbstständig und verfügt über hervorragende EDV-Kenntnisse, die er
auch privat ständig vertieft. Seine Kompetenz wird von seinen Kollegen sehr
geschätzt.
XXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für die gute
Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute !
Also, was sagt ihr?
Ich denke, es solle noch etwas zum Verhältnis zum Chef
rein und ich finde
es komisch, dass die kollegen nur seine Konpetenz schätzen. Oder hat was
anderes in einem Arbeitszegnis nichts zu suchen? Geselliges Beismamensien will
er allerdings sicherlich auch nicht ,-)
Und was fehlt?
Bye, Vanessa
Hallo Vanessa,
soweit - sogut… Zwei Punkte fallen allerdings in der Tat auf:
- ein Wort zu dem Verhältnis zu den Vorgesetzten und ggf. Kunden (sofern Dein Bekannter Kundenkontakt hatte).
- wie war der Gutste denn sonst so.
Was hältst Du von der folgenden Formulierung?
Bei Kunden (wenn Kundenkontakt), Vorgesetzten und Kollegen war XY aufgrund seiner fachlichen Kompetenz und seiner freundlichen (und/oder: offenen, verbindlichen, zuvorkommenden, hilfsbereiten, schießmichtot) Art gleichermaßen anerkannt wie beliebt.
Beste Grüße
Renee
PS.
Oder hat was
anderes in einem Arbeitszegnis nichts zu suchen? Geselliges
Beismamensien will
er allerdings sicherlich auch nicht ,-)
Doch, doch, allerdings gilt hier (nur als Beispiele):
‚Geselligkeit‘ = er ist dem einem oder anderen Schnäpschen nicht abgeneigt und
‚Kommunikationsfreudigkeit‘ = eine Plaudertasche vor dem Herrn
Hi !
In meinen Augen ist das kein Arbeitszeugnis sondern eine Erklärung
was Herr XXXXX gemacht hat.
Das Allgemeine gehört auch in ein Zeugnis.
…und wer kündigt Heute seinen Job auf eigenen Wunsch ???
Hauptsache Herr XXXX hat neue Arbeit
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Also, was sagt ihr?
Das Zeugnis hat offenbar ein Zeugnis-Laie in einem kleineren Unternehmen geschrieben. Aus dem Gesamtzusammenhang würde ich davon ausgehen, daß der Arbeitgeber zufrieden war und insgesamt wohlwollend formulieren wollte
Wenn das ein Profi geschrieben hat bzw. das Unternehmen ein paar Hundert Mitarbeiter oder mehr hatte:
XXX führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen
Zufriedenheit aus.
Bestenfalls befriedigende Leistung.
Er arbeitet selbstständig und verfügt über hervorragende
EDV-Kenntnisse, die er auch privat ständig vertieft.
Gut!
Seine Kompetenz wird von seinen Kollegen sehr geschätzt.
Kein Wort zum Führungsverhalten. Wie gesagt, wenn das ein Profi geschrieben hätte müsste man wohl von tiefgreifenden Problemen ausgehen.
Wir danken ihm für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für
seine Zukunft alles Gute !
Gute Schlußformulierung.
Ein professionelles Zeugnis könntest Du Dir hier zusammenstellen:
http://www.zeugnis-profi.de/
Hi Vanessa,
auch ich vermute, daß das Zeugniss von jemandem geschrieben wurde, der so was nur selten macht oder zum ersten mal tat.
besonders fällt mir auf:
Es ist eher eine Aufzählung der Tätigkeiten, was an sich nichts schlechtes ist, eher im Gegenteil, aber es erschöpft sich fast darin. Kaum was als Bewertung.
Dann eine Diskrepanz, die mir besonders auffiel:
XXX führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen
Zufriedenheit aus.
ist eher eine drei bis drei minus, dagegen spricht aber
XXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für die gute
Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute !
spricht eher für eine gute Bewertung.
Alles in allem ein eher komisches Zeugniss.
Mein Tip:
Dein Bekannter soll sich mit einem Menschen zusammensetzen der was von Zeugnissschreiben versteht und einen Entwurf ausarbeiten, den er dann seinem Chef vorlegt. Ev. sollte er die vorliegende Fassung überarbeiten/ergänzen (lassen) und die dann vorlegen.
So macht das keinen besonders guten Eindruck, auch auf das ausstellende Unternehmen nicht!
Gandalf
Hi Vanessa,
immer wieder gut:
http://www.arbeitszeugnisse.info/
Da lässt sich einiges überprüfen…
Gute Nacht (ist spät)
Anja
Huhu!
auch ich vermute, daß das Zeugniss von jemandem geschrieben
wurde, der so was nur selten macht oder zum ersten mal tat.
Nicht das 1. Mal, aber auch nur das 3. oder 4. Mal. Ja, kleines Unternehmen
simmt auch.
Es ist eher eine Aufzählung der Tätigkeiten, was an sich
nichts schlechtes ist, eher im Gegenteil, aber es erschöpft
sich fast darin. Kaum was als Bewertung.
Sollte das dann drinbleiben?
Dann eine Diskrepanz, die mir besonders auffiel:
XXX führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen
Zufriedenheit aus.
ist eher eine drei bis drei minus, dagegen spricht aber
XXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für die
gute
Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute !
spricht eher für eine gute Bewertung.
Und was wäre besser? Wenn da oben ‚vollste‘ Zufriedenheit stehen würde?
Dein Bekannter soll sich mit einem Menschen zusammensetzen der
was von Zeugnissschreiben versteht und einen Entwurf
ausarbeiten, den er dann seinem Chef vorlegt. Ev. sollte er
die vorliegende Fassung überarbeiten/ergänzen (lassen) und die
dann vorlegen.
Das ist ja im Moment sein (bzw. jetzt unser) Problem.
er kennt niemanden, der sich damit auskennt und ich dache, ich könnte euch mal
fragen.
Bye, Vanessa
Huhu!
Also, was sagt ihr?
Das Zeugnis hat offenbar ein Zeugnis-Laie in einem kleineren
Unternehmen geschrieben. Aus dem Gesamtzusammenhang würde ich
davon ausgehen, daß der Arbeitgeber zufrieden war und
insgesamt wohlwollend formulieren wollte
Kleines Unternehmen stimmt.
Wenn das ein Profi geschrieben hat bzw. das Unternehmen ein
paar Hundert Mitarbeiter oder mehr hatte:
XXX führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen
Zufriedenheit aus.
Bestenfalls befriedigende Leistung.
Und wenn es ein kleines Unternehmen ist?
Müsste es doch das gleich heissen?
Seine Kompetenz wird von seinen Kollegen sehr geschätzt.
Kein Wort zum Führungsverhalten. Wie gesagt, wenn das ein
Profi geschrieben hätte müsste man wohl von tiefgreifenden
Problemen ausgehen.
Aber werden zukünftige Unternehmen das so differenzieren? Sicherlich nicht,
oder?
Sollte also dazugenommen werden?
Danke, Vanessa
Huhu!
Was hältst Du von der folgenden Formulierung?
Großartig! Ist weitergegeben!
Doch, doch, allerdings gilt hier (nur als Beispiele):
‚Geselligkeit‘ = er ist dem einem oder anderen Schnäpschen
nicht abgeneigt und
‚Kommunikationsfreudigkeit‘ = eine Plaudertasche vor dem Herrn
Eben, eben *lach* das meinte ich 
Bye, Vanessa
Hi Vanessa,
Sollte das dann drinbleiben?
kann m.E. ohne Probleme drin stehen lassen. Dann merkt der Zeugnissleser, daß der Schreiber sich Mühe gegeben hat (zumindestens was den Umfang betrifft) und das ist immer gut.
Und was wäre besser? Wenn da oben ‚vollste‘ Zufriedenheit
stehen würde?
Ganz grob:
hat sich stet bemüht ... - sechs setzen
zu unserer Zufriedenheit - vier
zu unserer vollen Zufriedenheit - drei
Zu unserer vollsten Zufriedenheit - zwei
Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit - eins
Das ist ja im Moment sein (bzw. jetzt unser) Problem.
er kennt niemanden, der sich damit auskennt und ich dache, ich
könnte euch mal
fragen.
Da kann ich leider auch nicht helfen, weil ich bisher nur Zeugnisse gelesen hab, aber selber noch keine formuliert, das macht unsere Personalabteilung.
Wir sagen:
Der war gut, engagiert, geschickt…
dann kommt das entsprechende Zeugniss
wenn wir sagen:
Unfähig, Quasselstrippe, Intrigant, Frech, unpünktlich…
auch
Gandalf