Beraterverträge in Millionenhöhe

Beraterverträge in Millionenhöhe.

Hat Herr Gerster die xtausend qualifizierte arbeitssuchenden in seiner Datenbank-
berufserfahrene studierte Fach-Kräfte im It-umfeld übersehn?

Warum stellt er diese Menschen nicht ein und vergibt stattdessen Beraterverträge in Millionenhöhe.

deplaziert
Hallo annalena,

dieses Dein statement wäre sinnvollerweise im Bereich Inlandspolitik Allgemein bzw. Sonstige Fragen untergebracht. Oder sollte ich übersehen haben, dass es sich hierbei um eine Frage handelt, auf die Du hier eine Antwort erwartest?

In diesem Sinne schönen Tag
Eve*

Hallo annalena,

Hat Herr Gerster die xtausend qualifizierte arbeitssuchenden
in seiner Datenbank-
berufserfahrene studierte Fach-Kräfte im It-umfeld übersehn?

Warum stellt er diese Menschen nicht ein und vergibt
stattdessen Beraterverträge in Millionenhöhe.

Weil es hier um strategische(!) Projekte(!!) geht zum Umbau einer großen Organisation.
=>

  1. Der kurzfristige Manpoweraufwand ist sehr hoch, die Beschaffung und „Ingangsetzung“ von Arbeitskräften dauert hierfür zu lange
  2. Es wird ein sehr spezielles KnowHow gebraucht, das nicht jeder Feld, Wald und Wiesen-Arbeitslose hat. Denn die, die es haben, sind nicht arbeitslos:wink:
  3. Diesen manpower braucht man für 1-2 Jahre. Was soll die „Agentur“ dann mit ihren Angestellten tun? Rausschmeissen?

=> Fraglich für mich ist nicht der Einsatz der noch die Höhe der Ausgaben für die Berater, sondern alleine die Vergabepolitik. Wobei ich auch hier aus eigener Erfahrung sage, dass Bereatungsgeschäft auf Vertrauen basiert und eben nicht mit dem billigsten abgewickelt werden sollte/kann…

Grüße
Jürgen

. Egal ob von BCG, McK,

Berger oder was für tollen Beratungen immer. Und glaube mir,
die sind alle ziemlich gut!

hallo,
das glaube ich NICHT, dass die ziemlich gut sind - im gegenteil: das sind manchmal die letzten penner, die von praxis und realitaet keine ahnung haben!

ich habe oefter das zweifelhafte vergnuegen mit beratern von namhaften wirtschaftspruefungsunternehmen lagerbestaende von leasinggesellschaften zu ueberpruefen und deren restwerte zu ermitteln.
die gutgekleideten jungens ( und manchmal maedels ) verbeissen sich in fiktiven auflistungen und lassen sich akkurat jede taststatur und maus zu jedem rechner vorzaehlen. statt des millionenschweren gebuchten mainframes jedoch, der aus welchen gruenden auch immer „aushaeusig“ ist, haken sie dann freudestrahlend stattdessen einen fahrstuhlmotor ab, solange er eine aehnliche seriennummer besitzt…
nun, das gilt fuer die „frischen“ kraefte, die „unverbraucht“ vom studium kommen, und von der materie, die sie beurteilen sollen, leider keine ahnung haben.

schlimmer sind die „berater“ , die sich unaufgefordert aufdraengen, mittelstaendische unternehmen zu durchleuchten, um ersparnispotentiale aufzuzeigen:

abgesehen davon, dass hier nur allgemeinplatituden abgeliefert werden, besteht die gefahr, dass mangels fachkenntnis über eine spezielle branche auch zu falschen entscheidungen angeregt werden kann. das ist den leuten aber ziemlich egal, solange das honorar fliesst.
somit lautet meine subjektive erkenntnis ueber viele berater: viele sind es nur geworden, weil sie mangels qualifikation keinen vernuenftigen job gefunden haben.
gruss
khs

moin christoph,

natuerlich habe ich meinen beitrag etwas provozierend geschrieben - u.a. auch, um dich aus der ecke zu locken.
da du aber nicht darauf reingefallen bist, sondern es eigentlich auch so formulierst, wie ich es sehe, und es wohl der realitaet entspricht, sage ich mal: test bestanden, weiter zu neuen taten!

schoenen tag noch
kuddel

Hi Christoph,

Wishful thinking, sieh Dich mal rechts und links um. Ich kenne
soooo viele Berater die arbeitslos sind. Egal ob von BCG, McK,
Berger oder was für tollen Beratungen immer. Und glaube mir,
die sind alle ziemlich gut!

Na ja, dass die angesprochenen Unternehmensberatungen ein rigides „up or out“-System pflegen ist klar. Und ebenfalls, dass die up-Positionen limitiert sind… Nebenbei haben in den letzten zwei Jahren eigentlich alle Beratungen, die ich kenne, Personal auf allen Ebenen abgebaut.

Nur: gute Leute (und das hat nichts mit einer etwaigen Ausbildung o.ä. zu tun) mit realistischer Anspruchshaltung finden meiner Meinung nach auch heute noch einen akzeptablen Job. Leider haben Unternehmensberater häufig Ansprüche, die mit der Nachfrage nicht vereinbar sind (Motto: Ich war 3 Jahre bei McKinsey, nun will ich mindestens(!) Abteilungsleiter werden, weil ich so gut bin…)

Das sind für mich aber eben auch keine(!) guten Leute, egal welchen IQ und welche Promotionsnote die Leute haben…

Aber natürlich gibt es ein Kernproblem von Beratern: Ihr Wissen ist häufig eben nicht operativ, sondern erst einmal nur analytisch bzw. strategisch einsetzbar, weil sie eigentlich von der Arbeitsrealität wenig Ahnung haben:wink: Wer auf Vorstandsebene schwebt, hat nun mal häufig keine Bodenhaftung…

Grüße
Jürgen