Waldorfschule - Top!

hier nur mal ein statement zu den weiter unten gegebenen kommentaren. die meisten, die hier urteilen, haben nie eine waldorfschule besucht. haben sich nie mit deren lehrmethoden auseinandergesetzt. waldorfschule ist für dumme, für kranke, für problemkinder ist doch die weit verbreitete meinung. aber warum? es ist ein klischee - so werden homosexuelle als gesellschaftliche nötigung betrachtet und waldorfschüler als „dem leben nicht gewachsen“. zur aufklärung: die waldorfschule hat lediglich einen anderen lehrplan. stoffe werden zu einem anderem zeitraum gelehrt und in anderen methoden. ein waldorfschüler mit abitur lässt sich mit jedem anderen schüler „normaler“ schulen gleichsetzen, da waldorfschüler 8 fächer absolvieren müssen und nicht nur vier. somit ist die staatliche voraussetzung erfüllt, das abiturzeugnis ist gleichwertig. jeder waldorfschüler ist qualifiziert genug jeden beruf zu ergreifen. das viele prominente ebenfalls waldrofschüler waren, will ja keiner wissen. das sind natürlich nur die ausnahmen, ist ja klar. sicherlich hat eine waldorfschule auch fehler, wie jede andere schule - nur liegt dann auch die frage vor, ob es an dem schulsystem, oder nicht einfach an der dortigen lehrerschaft liegt. hat nicht jeder mal einen schulwechsel gemacht? viele auch einfach von gymnasium zu gymnasium? und noch etwas - die qualifikation für einen job, einen studienplatz oder sonstiges, liegt nicht allein in der schul"bildung" - oder?

Liebe Juliane,
was ist denn nun Deine Frage?
Vermute mal, Du bist Waldorfschülerin und fühlst Dich diskreditiert…
Gruß,
Anja

Hallo Juliane,

ich frage mich, wieso Du Deinen Kommentar nicht im entsprechenden Thread gegeben hast.

die meisten, die hier urteilen, haben nie eine
waldorfschule besucht. haben sich nie mit deren lehrmethoden
auseinandergesetzt.

Die dort gestellte Frage bezog sich auf die Karrierechancen für Waldörfler. Da sicherlich die wenigsten Personalchefs eine Waldorfschule besucht haben, ist es für den Fragesteller doch gerade besonders aufschlussreich, dass er dort eine Bandbreite von allgemeinen Meinungen zu dem Thema bekommt.

Dein glühender Einsatz pro Waldörfler erscheint mir persönlich in jedem Fall kontraproduktiv, was möglicherweise auch daran liegen könnte, dass Du sowohl die bewährte Gross-/Kleinschreibung als auch die hier üblicherweise verwendeten Höflichkeitsformeln Anrede und Schlussgruss abzulehnen scheinst.

Gruss,
Tommy

Was soll das?
Hallo!

die meisten, die hier urteilen, haben nie eine
waldorfschule besucht.

Das trifft zumindest für mich zu! Es mag aber daran liegen, dass es zu meiner Zeit so gut wie keine Waldorfschulen gab…

haben sich nie mit deren lehrmethoden
auseinandergesetzt.

Das trifft zumindest für mich nicht zu! Ich habe lediglich ein Problem mit Scheuklappenpädagogik! Ich halte einige Ansätze aus der Waldorfpädagogik (ebenso Montessori, etc.) für sehr wertvoll! Aber ich persönlich halte es für idiotisch, sich auf eine Richtung zu beschränken, wenn man doch versuchen kann, das Beste aus allem zu vereinen…

ein
waldorfschüler mit abitur lässt sich mit jedem anderen schüler
„normaler“ schulen gleichsetzen, da waldorfschüler 8 fächer
absolvieren müssen und nicht nur vier. somit ist die
staatliche voraussetzung erfüllt, das abiturzeugnis ist
gleichwertig. jeder waldorfschüler ist qualifiziert genug
jeden beruf zu ergreifen.

Weißt Du - unten wurde nach Erfahrungen und nicht nach Klischees gefragt! Mit Erfahrungen kann ich mehr als nur ein wenig dienen! Und in der Zeit, in der ich für Azubis zuständig war, haben Waldorfabiturienten bei den Einstellungstests (übrigens keine gekauften, sondern selbst entworfene - damit näher am Leben) immer schlechter abgeschnitten, als die eingeladenen Realschüler!!! Von den Regelschulabiturienten rede ich gar nicht erst!!!
Wie gesagt: Ich habe keine Statistik, aber die Erfahrung eines sehr großen deutschen Konzerns!

das viele prominente ebenfalls
waldrofschüler waren, will ja keiner wissen.

Hier wurde nach „normalen“ Karrierechancen gefragt! Ich gestehe Waldorfabsolventen im kreativen Bereich mit Sciherheit ein, dass sie Regelschulabsolventen weit voraus sind! Wie hoch ist der Promianteil an der gesamten Bevölkerung?

und noch etwas - die qualifikation für
einen job, einen studienplatz oder sonstiges, liegt nicht
allein in der schul"bildung" - oder?

Ach nein? Welche andere Maßstäbe hat denn eine Person, die Dich einstellt?

Ehrlich gesagt verstehe ich Deine Aufregung nicht!

Gruß
Guido

die waldorf-schüler, die ich kennengelernt hab, waren von sich überzogenermassen sowas von überzeugt, das da schon teilweise die bodenhaftung verloren. das war allerdings im bereich sport. die waren ziemlich realitätsfremd und hatten keine reelle selbsteinschätzung.
das mal als negative antwort dazu.

Hallo,
falls Du eine ehemalige Waldorfschülerin bist, möchte ich ein weiteres Klischee hinzufügen:

Waldorfschüler kennen keine Grußformeln!

Mit freundlichem Gruß

Ihr Michael

Liebe Juliane:
Und was ist mit den Homosexuellen, die auf Waldorf-Schulen waren?
Nein, das war nicht so ernst gemeint, wie Du vielleicht denkst. Aber im Ernst: Ich denke mal, es gibt bei den WALDORF-Schulen Vor- und Nachteile - sonst wären die doch längst weg vom Fenster. Die Nachteile hat man Dir ja schon oft genug entgegen geschmettert, zusammengefaßt in etwa: Für diese knallharte Konkurrenzgesellschaft taugt ein Waldorf-Abi weniger als ein anderes. Die Vorteile sind sicherlich eine menschengemäßere, zeitlosere, sensiblere Pädagogik.

  • Ähnliches kann man im übrigen auch in der Polarität „Normale Krankenhäuser“ versus „Anthroposophische Kliniken“ diskutieren.
    Es grüßt Dich der „Grenzgänger“ Branden

Hallo Jame~,

ich kenne Dich ja eigentlich als besonnenen Menschen, aber

Achja, in welcher Klasse gibt Taschenrechner? Ab der 10.? Oder
11.? jaja, ich weiß. Logarithmentafeln sind ne tolle Sache…
Wenn man 1920 geboren ist…

kann es sein, dass Du nicht ganz die Entwicklung im 20. Jahrhundert überschaut hast? Ich selber bin Jahrgan 1953, habe in der Schule (Abitur 1972) selbstverständlich keinen Taschenrechner, sondern Logarithmentafeln und Rechenschieber kennengelernt.

Beim Studium der Elektrotechnik (Start 10 Jahre nach dem Abitur) zeichnete ich mich dadurch aus, dass ich ingenieurmäßig schätzen konnte und nicht immer gleich zum Taschenrechner greifen musste, dass ich noch einen leidlich verständigen Bezug zu logarithmischen Skalen hatte, und noch einiges mehr, was sich nicht so leicht nachlernen ließ wie die Bedienung eines Taschenrechners.

Gruß, Karin

Hallo Jame~,

erstmal, das was da in Kiel als Waldorfschule auftritt, scheint echt ein starkes Stück zu sein. In Bayern ist die Qualität dagegen so hoch, dass selbst Frau Hohlmeier (bayerische Kultusministerin) ihre Kinder auf eine Waldorfschule schickt. Andererseits gibt es einige öffentliche Schulen hier in München, auf die manche ihr Kind auf keinen Fall schicken wollten.

Offensichtlich spielt die heilige Länderzuständigkeit im Bildungsbereich auch bei privaten Schulträgern mit hinein.

Aber hier hast Du leider meine Schlussfolgerung weggelöscht:

Ich selber bin Jahrgan 1953, habe
in der Schule (Abitur 1972) selbstverständlich keinen
Taschenrechner, sondern Logarithmentafeln und Rechenschieber
kennengelernt.

Ich habe mein Abi Anfang der '90er Jahre gemacht. Vorher war
ich auf der Realschule und habe ganz selbstverständlich in der
9.Klasse Taschenrechner benutzt (Einführungszeit weiß ich
nicht mehr).
Wie du siehst unterscheiden sich unsere Vitaes (?) um gut
20Jahre. Und in den 90ern waren Taschenrechner und Computer
auf normalen Schulen an der Tagesordnung.

Das ist klar, die Frage war ja auch nicht, was ist inzwischen technisch passiert (in meinem Fall übrigens zwischen 1972 und 1982), sondern,

In den Jahren zwischen 1980 und 1990 ist technisch viel
passiert. So lassen sich Vergleiche über dieses Jahrzehnt
hinweg nur schwer anstellen :wink:

Aber mein Taschenrechnerbeispiel ist ja nur eines von vielen
möglichen.

ist es dem angeblich auch öffentlichen Schulen so viel besser geförderten technischen und mathematischen Verständnis wirklich förderlicher, wenn die Schüler gar nicht mehr mit den Hintergründen einer logarithmischen Funktion usw. konfrontiert werden?

Den Rest habe ich schon oben mit meiner Vermutung über die Unterschiede an einzelnen Schulen beantwortet.

Gruß, Karin