Hallo Sven
den Arbeitgeber wechseln !
ist leider im Moment in der Branchen nicht so einfach, weil es sehr speziell ist und er gerne in der Region bleiben würde… aber der Schritt wird spätestens in 1,5 Jahren unternommen.
Ein anderer Aspekt:
In seiner beruflichen Laufbahn muß man sich oftmals
entscheiden zwischen Freizeit und Karriere. Natürlich sollte
sich Beides einigermaßen im Rahmen halten, aber mit sturen 40
Stunden / Woche kommt man in Sachen Karriere nicht weiter.
Diese Entscheidung muß aber jeder für sich selbst treffen !
Problem speziell in dem Laden, durchhalten ist angesagt, dann steigt man auf, die Leistung ist nicht so wichtig und man sollte sich mit einigen Leuten gut stellen, wie halt überall. Aber letzendlich wird der Stundenlohn, wenn man es dann auf die geleisteten Stunden runterrechnet nicht wirklich besser…
Da ich selbst ein ähnliches „Problem“ habe (Arbeitszeit >
50 Std. / Woche, mittlerweile u.a. dadurch zum Teamleiter
befördert), habe ich für mich folgende Regelung getroffen:
- unter der Woche max. 12 Stunden, d.h. i.A. zwischen 7.00 -
20.00 Uhr (inkl. Pause, die ich für meine Gesundheit zumindest
teilweise versuche, einzuhalten)
- keine Arbeit am Wochenende, vor allem kein Tagesgeschäft.
Wenn überhaupt, dann wichtige / dringende
Strategieüberlegungen (bei sowas schaltet das Hirn über’s
Wochenende sowieso nicht ab).
Die Regelungen funktioniern leider aus dem Grund nicht, weil sich die Vorgesetzen von den Kunden einen verdammten Termindruck machen lassen und um die Termine einzuhalten muss man halt dann dummerweise auch am We arbeiten wenn der Kunde die geforderten Daten nicht rechtzeitig liefert. Das ist für das Unternehmen leider auch kein Grund die Termine zu verschieben, obwohl die Schuld beim Kunden liegt…
Ich kann mir vorstellen, dass es für Dich nervig ist,
insbesondere weil Du als Studentin wahrscheinlich erheblich
mehr Zeit als Dein Freund hast.
Ich hab auch nicht wirklich mehr Zeit als er, weil ich neben meinem Studium (FH ist 70 km von meinem Wohnort entfernt, pendle täglich) auch noch fast halbtags arbeite…(hab ich mir aber selbst ausgesucht und eingebrockt
) ) Aber ich schaff es immerhin noch mir die Wochenenden frei zu halten. Und ich merke eben auch wie er an dem Job kaputt geht, nur noch mit mieser Laune rumrennt und andauernd krank ist (zum Arzt kann man dank teilweise wochenlangen Dienstreisen dann halt auch nur am Wochenende, klasse!!)
Du hast gemäß Deiner Vika bereits eine kaufmännisch Lehre
gemacht. Welche Arbeitszeiten hatten die karriere-bewußten
Verkäufer (insbesondere Aussendienst) bei Euch ? Meine
Erfahrung ist, dass diese MA i.A. nicht unter 50 Std. / Woche
arbeiten. Es ist meiner Meinung nach also relativ üblich und
wie bereits gesagt, es gibt einen Arbeitsmarkt, bei dem man
(abgesehen von einigen Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit)
als ausgebildete Fachkraft den AG relativ einfach wechseln
kann.
Muss dazu sagen, dass mein Ausbildungsbetrieb als sehr soziales Unternehmen gilt. Im Aussendienst (wo mein Freund nicht tätig ist, sondern er ist bei nem reinen Dienstleister, eher ein besserer Sachbearbeiter als was anderes) ist es bei uns so geregelt, dass die Überstunden trotzdem auflaufen und abgefeiert oder ausgezahlt werden können. Über 45h die Woche bei ner vertraglichen 40 h Woche sagt wohl niemand was, aber bei wiederholten Wochenendearbeitstagen etc hört der Spaß dann halt doch mal auf.
Ein Problem beim Jobwechsel, glaubst du wirklich er hat am We noch Lust sich zu bewerben?!?! Die Anzeigen such ja meist ich schon raus, weil er garnicht dazu kommt, bzw einfach auch schon keine Lust mehr hat. Zweites Problem, wie koordiniert man Vorstellungsgespräche, wenn möglich noch mit Auswärtseinsätzen und dann unter dem Vorwand Arzttermin mal einfach heimfliegen ist nicht.
Ach ja, das Argument, es würden mehr Arbeitsplätze geschaffen
werden, wenn der einzelne MA weniger arbeitet, möchte ich
übrigens von vorneherein ausschließen, da sich durch
zusätzliches Personal die Kosten erhöhen und die Unternehmen
dadurch (vor Allem im internationalen Vergleich mit
Billiglohnländern - siehe EU-Erweiterung) weniger
wettbewerbsfähig sind, was langfristig wiederum zu weniger
Arbeitsplätzen führt.
Das seh ich ähnlich wie du. In einigen sehr geringen Bereichen mag das durchaus treffen aber es sind wohl sehr wenige. Die Hochphasen sind ja meinst auch projektabhänig und nicht 360 Tage im Jahr, da spitzt es sich dann halt auf 60+x Stundenwochen zu.
Grüsse
Carmen