Nach nunmehr fünf Jahren schreibe ich mal wieder eine Bewerbung (Unternehmensberatung). Damals lag es im Trend, auf einer sogenanten „dritten Seite“ sein Profil noch ein wenig abzurunden. Gilt das heute auch noch?
Die Bewerbungstrends sind ja doch sehr kurzlebig.
Was hat sich seit 1999 noch geändert, außer dass man mittlerweile überwiegend die Bewerbung online versendet?
die dritte Seite, die nur etwas über die Person aussagt („Umgang mit Zahlen ist mir eine intellektuelle Freude“ und ähnlicher Bullshit) ist out. Anders sieht es aus, wenn auf dieser dritten Seite die Aufgaben/Tätigkeiten beim letzten Arbeitgeber näher beschrieben werden; wenn man also näher an der Sache bleibt. Soweit mir bekannt ist die 3.Seite aber auf keinen Fall ein Muß.
ich befürchte ich kann dir keine eindeutige Antwort geben, denn der Inhalt einer Bewerbung richtet sich ganz stark am der angestrebten Stelle aus. Was für eine Firma ist es, wo Du dich bewirbst? Welche Qualifikationen sind erforderlich? Manche wichtigen Kompetenzen stehen nicht unbedingt in den Arbeitszeugnissen oder können im einseitigen Anschreiben nicht erwähnt werden, dann lohnt sich vielleicht eine dritte Seite bei Dir. Manchmal ist sie auch überflüssig, wenn sowieso schon alles gesagt ist. Also, bevor Du ein schlechtes Bauchgefühl bei der Dritten Seite hast, lass es sein. Kannst ja mal ein bißchen googlen, da findet man einige Tipps. Aber wichtig ist, dass die Bewerbung zu Dir und dem Unternehmen passen muss.
Viel Glück,
Daniela
die so genannte dritte Seite ist eine extra Seite, die dem Lebenslauf angehängt werden kann. Es ist eine Art persönliches Profil: Man spricht über sich und kann als Bewerber bestimmte Schwerpunkte setzen (persönliche Eigenschaften, Fähigkeiten, Ziele, Argumente für eine Einstellung).
Die dritte Seite ist völlig optional: Wenn Sie sich wohl fühlen, in dieser Form über sich zu sprechen, dann ist es eine gute Möglichkeit, sich ins rechte Licht zu setzen. Aber nur, wenn der Text auch authentisch und glaubwürdig ist - und nicht etwa nur die typischen Schlagwörter (flexibel, kommunikativ, teamfähig etc.) enthält.
Doch, die meisten „dritten Seiten“ sind leider voll von Worthülsen. Darum empfiehlt es sich meist, lieber mehr Mühe auf ein gutes, individuell formuliertes und aussagekräftiges Anschreiben zu verwenden.