offtopic
Im übrigen: bei einem Arbeitgeber, für den ein Kleinkind ein
Hinderungsgrund für eine Einstellung darstellt, würde ich gar
nicht arbeiten wollen, das ist m.E. asoziales Verhalten.
Auch wenn ich Dir hier gerne Recht geben würde - ich bin freie Fotoassistentin - WENN ich arbeite, dann MINDESTENS 10-12 Stunden am Tag. Oder mal nen paar Tage hintereinander ‚auswärts‘. Oder auch mal ein paar Wochen, nicht nur Tage…
Aber vor allem die langen Arbeitszeiten sind der Hinderungsgrund.
Will sagen: Meine jetzige Tätigkeit LÄSST sich nicht mit einem Kind vereinbaren. Egal, ob ich will oder nicht.
Ich könnte also nicht von nem Werbefotografen erwarten, dass er mir jobs gibt, wenn ich Mutter wäre. Okay, es ist freiberuflich, aber selbst, wenn es fest wäre, ginge es auch nicht. Als Fotograf MUSST Du wissen können, dass Du morgens für nen grossen Job, bei dem Du ne Assistenz brauchst, nicht alleine dastehst.
Soll heissen, in meinem Arbeitsbereich würde ich so etwas nie einem Arbeitgeber ankreiden. Auch wenn ich es in anderen, ‚normaleren‘ Arbeitsbereichen selbst für ‚asozial‘ halten würde.
Bis ich selber Kinder kriegen will, muss ich es also geschafft haben, mich als Fotografin selbständig gemacht zu haben… und selbst dann besteht die Gefahr, dass ein Kunde sagt, ach, die lieber nicht, die hat nen Kind, und wenn der job dann bis 10 Uhr abends gehen soll, dann kommt ihre Göre vorbei, und das nervt…
Etc. Vielleicht ist das Fazit, dass Angestellte es doch manchmal ganz gut haben… Klar, ich hab die Selbständigkeit selbst gewählt, ich werd mich also nicht beschweren!
Lieben Gruss,
Isabel