Hallo,
Da hast Du aber Schwein gehabt 
Mein Zeugnis habe ich ja noch nicht - müsste rechtlich heute kommen
Habe
vor über einem Monat um ein vorläufiges Zeugnis gebeten (weil ich vorhatte zu
kündigen, wass sie wusste). Vor zwei Wochen meinte meine Chefin „ich weiß gar
nicht, ob ich dir überhaupt eins ausstellen muss“ - klar, keine Frage - habe
aber erst mal den Mund gehalten, weil sie schlecht gelaunt war…
Ich warte noch mal ein paar Tage ab…
Gerade dann sollte er sich umgehend mit ihm in Verbindung
setzen. Wenn die beiden gut klarkommen könnte das der beste
Zeuge im Falle eines Rechtsstreits werden!
Naja, das Problem ist halt, dass sein dirkter Vorgesetzer von „oben“ gekündigt
wurde. Die stehen auch auf Kriegsfuß. Sein direkter Vorgesetzer ist eh
überfordert, was Personalführng angeht. Glaube nicht, dass er ihm helfen wird.
Aber eben das „deftige“ Anschreiben in ein „moderates“ Anschreiben umändern.
Ok, wir üben mal…sind ja noch nicht so erfahren…wir neigen leider
gelegentlich zu deftigen Formulierungen…
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–Kopfzeile–
Sehr geehrter Herr…
vor einigen Tagen habe ich mein Arbeitszeugnis erhalten. Abgesehen einmal
davon, dass es Fehler enthält, entspricht es nicht der Wahrheit.
Jeder Arbeitnehmer hat ein Anspruch auf ein ordentliches Zeugnis. Auch für
zukünftige Arbeitgeber sollte zu erkennen sein, dass die xxxxgesellschaft in
der Lage ist, ein förmlich korrektes und fehlerfreies Zeugnis zu erstellen.
Ich bezweifle wirklich, ob sich mit meinem Zeugnis jemand länger als eine halbe
Stunde beschäftigt hat, denn die Bescheibungen meiner Leistungen sind deutlich
unterbewertet.
Schließlich sollte mein Zeugnis mein weiteres berufliche Fortkommen nicht
ungerechtfertigt erschweren und meine Chance auf dem Arbeitsmarkt nicht
verschlechtern.
An dieser Stelle erlaube ich mir eine Aufzählung der wichtigsten Punkte:
- ?..hat am 05.05.2004 seine Tätigkeit bei…?
falsches Datum, demnach wäre der Eintrittstermin nach dem Ausscheiden, es muss
der 05.05.2003 sein
- ?..gerne bestätigen wir Herrn xxx…?
ungünstige Formulierung
- die Beschreibung der Leistungen sind völlig unzutreffend
- ?..seine charakterliche Haltung gegenüber…?
ungünstige Formulierung
- ?..gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern…?
ich hatte keine Mitarbeiter, sondern Kollegen
- eine Beendigungsformel (Dank, Bedauern, Zukunftswünsche) fehlt komplett
Hiermit bitte ich sie um Überarbeitung meines Zeugnisses, bezüglich der
Wahrheit, Richtigkeit, Ausführlichkeit und Vollständigkeit.
Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, habe ich ein Zeugnis angefügt, welches
meinen wahren Leistungen entspricht.
—Schlußformulierung—
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Anhang:
Zeugnis
–Anfang siehe Original (natürlich mit korrektem Datum)–
Herr xxx zeigte stets eine hohe Leistungsbereitschaft und Pflichtauffassung.
Er wendete seine guten Fachkenntnisse laufend mit großem Erfolg im
Arbeitsgebiet an.
Herr xxx hat die ihm übertragenen Aufgaben stets selbständig, zuverlässig,
zügig und sorgfältig ausgeführt.
Die Leistungen von Herrn xxx fanden stets unsere volle Zufriedenheit.
Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Mitarbeitern war immer vorbildlich.
Das befristete Arbeitsverhältnis endete am 30.04.2004.
Wir bedauern sein Ausscheiden sehr und danken ihm für stets gute Leistungen.
Wir wünschen Herrn xxx auf dem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und
weiterhin viel Erfolg.
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Ist das Anschreiben zu unfreundlich?
Ist das Zeugnis akzeptabel?
Ich denke, dass ein zu gutes Zeugnis nicht akzeptiert wird.
Welche Note wäre das? Sind Zeugnislaien und üben noch.
Gruß
Tato