da es jetzt bei mir an das Bewerben geht, mal ein paar fragen zu Anforderungen in Stellenausschreibungen bzw. ein paar Sachen, die mich etwas „verwirren“.
z.B.
wenn dort steht SAP Kenntnisse bzw. Erfahrungen, wie genau muss man das kennen, ich mein wer kennt SAP schon wirklich? Ich hab mir jetzt mal SAP bei uns in der Firma angeschaut und sooo schwer scheint das nicht zu sein, wenn man nicht gerade programmieren muss. Wir haben da zwei so PDM/EDM-systeme nebeneinander (ich weiss SAP ist nen bissel mehr als nur PDM) SAP und halt noch ein reines EDM-system (ich mehr mit dem NichtSAP-teil zu tun gehabt).
Warum wird in Stellenausschreibungen, wo man nicht in SAP progrmmieren muss, sondern „nur“ Klicken und Anwenden, soooo viel Wert auf SAP gelegt, ich mein SAP ist ein Hilfsmittel und der, der davor sitzt muss wissen was er am ende raus haben will, sonst nützt das ganze SAP nix?
oder Englisch (verhandlungsicher) , wann bin ich denn in meiner Muttersprache (deutsch) verhandlungssicher, dann mal ganz zu schweigen in einer NichtMuttersprache?
es gibt ja noch mehr solch dinge, die ich hier nicht aufzählen möchte aber gibts irgend ne Seite, wo sich schon mal Leute über genau sowas gedanken gemacht haben?
bei Stellenanzeigen muss man auf „Kleinigkeiten“ achten, sonst ist die Absage gleich vorprogrammiert. Vor allem, weil ja Bewerber gesucht werden, die die für die Arbeit nötigen Voraussetzungen am besten gleich im Doppelpack mitbringen. Beispiel:„Erfahrung mit SAP R/3“ heisst ganz einfach, dass der ‚ideale‘ Bewerber in punkto Bedienung nicht noch grossartig angelernt werden muss. Am besten wäre natürlich einer, der sich einfach da hinsetzt und die Sache in 5 Minuten auf den Bildschirm zaubert.
Andererseits wird sich ein (sogenannter) Experte wohl kaum mit einer Stelle unterhalb des (subjektiv) eigenen Niveaus abgeben…
wenn dort steht SAP Kenntnisse bzw. Erfahrungen, wie genau
muss man das kennen, ich mein wer kennt SAP schon wirklich?
gute Frage. Da ich keinen Betrieb kenne, der SAP/R3 ohne Anpassung verwendet, sind nach meiner Einschätzung Kenntnisse der einen SAP-Anpassung nur bedingt auf eine andere zu übertragen.
Warum wird in Stellenausschreibungen, wo man nicht in SAP
progrmmieren muss, sondern „nur“ Klicken und Anwenden, soooo
viel Wert auf SAP gelegt, ich mein SAP ist ein Hilfsmittel und
der, der davor sitzt muss wissen was er am ende raus haben
will, sonst nützt das ganze SAP nix?
Dieser Ansicht bin ich auch. Es ist sicher hilfreich sagen zu können, dass man schon mal in dem Bereich xyz (Anwendungsbereich) mit SAP gearbeitet hat.
Für genauso wichtig halte ich aber auch Deine Halutng: „Es ist ein Hilfsmittel, und wenn ich das Arbeitsziel kenne, dann kann ich auch mit dem Hilfsmittel umgehen.“
Zur Verhandlungssicherheit kann ich nur wenig sagen, aber ich habe in meinem Beruf (Technische Redakteurin) einen „Softskill“ (brr, scheußliches Wort), der hier in meinen Augen wichtiger ist als alle Anforderungen in Stellenanzeigen: Ich bin stets daran interessiert, Neues zu lernen und die neuen Erkenntnisse gut formuliert an andere weiter zu geben.
Das halte ich z.B. in meinem Beruf für die wichtigste Anforderung überhaupt ganz unabhängig von den gerade aktuellen Tools, mit denen die jeweilige Technische Dokumentation erstellt werden sollte. Daher schreibe ich das in nahezu jeder Bewerbung, wenn ich denn mal eine abfasse.
wenn dort steht SAP Kenntnisse bzw. Erfahrungen, wie genau
muss man das kennen, ich mein wer kennt SAP schon wirklich?
Im Zweifel etwa zwei Jahre Berufserfahrung.
Ich hab mir jetzt mal SAP bei uns in der Firma angeschaut und
sooo schwer scheint das nicht zu sein, wenn man nicht gerade
programmieren muss.
Und damit ist professioneller Umgang mit dem jeweiligen Modul gemeint und nicht „hab ich mir mal kurz angeschaut“
progrmmieren muss, sondern „nur“ Klicken und Anwenden, soooo
viel Wert auf SAP gelegt, ich mein SAP ist ein Hilfsmittel und
Aus dem gleichen Grund, aus dem ich auf einen Buchhalterposten auch keinen ungelernten von der Straße setze.
oder Englisch (verhandlungsicher) , wann bin ich denn in
meiner Muttersprache (deutsch) verhandlungssicher, dann mal
ganz zu schweigen in einer NichtMuttersprache?
Fließende Sprachbeherrschung. Man soll mit anderen auf Augenhöhe diskutieren können.