Arbeitszeugnis durch Vewandten

Hallo !

Ich habe jahrelang nebenberuflich für meinen Großvater die Vermögensverwaltung gemacht, mich insbesondere auch um die Vermietung von mehreren Wohnungen gekümmert, Mietverträge aufgesetzt, Nebenkosten abgerechnet und so weiter.

Jetzt bewerbe ich mich als Buchhalterin bei einer Gesellschaft, die unter anderem auch Wohnungen vermietet.

Ich fände es nicht schlecht, wenn ich ein Zeugnis beilegen würde, aus dem hervorgeht, was ich alles in dem Bereich bei meinem Großvater gemacht habe. Kann man sich so einfach von Verwandten ein zeugnis schreiben lassen, oder ist das nicht üblich? Sollte mein Großvater auf das verwandschaftsverhältnis hinweisen?

Gruß und schönes Wochenende
Barbara

hallo,

selbstverständlich kann dir dein großvater ein zeugnis schreiben. ich bekomme viele bewerbungen aus der versicherungsbranche, bei denen ehefrauen / kinder usw. z.b. in der agentur des vaters/ehemannes gearbeitet haben. natürlich legen sie auch ein arbeitszeugnis bei. auf das verwandtschaftsverhältnis muss nicht hingewiesen werden. ich gehe davon aus, dass der stil des zeugnisses dem eines nicht-verwandtschaftsverhälnisses entspricht. wenn du magst, kannst du im lebenslauf erwähnen, wo genau du gearbeitet hast. verpflichtet bist du dazu aber nicht.

grüßle, BC

Hallo Barbara,

habe ca. vor einem Monat ein Bewerbungstraining besucht, bei dem auch diese Frage gestellt wurde. Der Experte meinte dazu, dass man sich auf jedem Fall ein Zeugnis ausstellen lassen sollte, dass aber auf eine Bewertung verzichtet werden muss, da ja ein Angehöriger den Mitarbeiter über alle Maßen loben würde, sodass dies nach hinten los gehen könnte. Da mir selbst ein Zeugnis fehlte, habe ich mir selbst eines geschrieben und wie gesagt, auf eine Bewertung verzichtet. Ich schrieb nur meine Tätigkeiten hinein und am Schluss einen kurzen Satz, dass kein Zeugnis ausgestellt werden konnte, weil die Firma nicht mehr existiert. Dadurch war meine Bewerbung komplett.
Übrigens hatte ich darauf einige VG´s und beginne Anfang Oktober meine neue Arbeit.

Denke, dass eine ehrliche Beschreibung der Tätigkeiten mehr Wert ist, als eine „beschönigende“ Wertung eines Angehörigen.

Der Personalchef ist ja nicht von gestern und kein „normaler“ Mensch gibt heute noch was auf diese, so wichtig genommenen, Zeugnisformulierungen.

Viele Grüße
K.